Zertifikate: gute Renditeaussichten

Anleger die in Zertifikate investieren haben gute Renditeaussichten. Sie müssten sich allerdings auch auf höhere Kosten gefasst machen: wie hoch die Kosten eines Zertifikates sind, erfahren Anleger in der Regel nicht, da nur die wenigsten den Emissionsprospekt erhalten. Deshalb sollen die Produkte verschiedener Emittenten gut verglichen werden, was aber bisweilen schwierig ist. Bei Indexzertifikaten lassen sich hohe Kosten schwer vertuschen. Schließlich bedeutet 1% Gewinn oder Verlust bei einem Index 1% Gewinn oder Verlust in Zertifikate. Bei komplizierten Zertifikate- Strukturen lassen sich die offenen und versteckten Kosten vom Laien nicht mehr ermitteln. Sie sind in der Regel zu hoch. Inzwischen gibt’s eine fast unüberschaubare Vielzahl von Zertifikaten: Discount- und Bonuszertifikate sind vielleicht noch nachvollziehbar, aber es geht noch weiter mit zusätzlichen Konstruktionen, wie Outperformance-Zertifikate usw. Die Vielzahl sorgt dafür, dass ein direkter Performance- im Kostenvergleich mit Wettbewerbsprodukten schwierig wird. Fest steht: Je komplizierter ein Zertifikat ist, desto besser lassen sich dort Kosten verstecken. Einen guten Überblick über die aktuellen Zertifikate veröffentlichte Nachrichtensender N-TV aus seiner Homepage www.n-tv.de Anders als Investmentfonds haben viele Zertifikate ein festes Laufzeitpensum (außer Open-end Zertifikate), wobei die Laufzeit im Regelfall zwischen zwei und 10 Jahren liegen.

Am Laufzeitende geben die Emittenten den Investoren meistens ein neues Zertifikat an, was dann aber mit der neuen Kosten verbunden ist. Wie alle rivalisierenden Finanzinstrumente, sind auch Zertifikate für den unerfahrenen Privatanlegern nicht sehr transparent. Insbesondere stellt sich die Frage, wo die Marge der Emittenten liegt, die nicht direkt erkennbar ist. Bei Investmentfonds dagegen sind die Kosten explizit im Rechenschaftsbericht ausgewiesen. Trotzdem, die Gebühren der Zertifikate auf den Messen unterscheiden sich nicht wesentlich von den Gebühren, die für Investmentfonds anfallen. Auch Zertifikate haben bei ihrer Auflage meistens ein Ausgabeaufschlag. Index-Zertifikate werden oft  im nicht an der Börse gehandelt, sondern der Emittent und andere Banken gewährleisten den außerbörslichen Handel. Daher kann der Emittent die Differenz zwischen Kauf – und Verkaufspreis, bestimmen.

Er kann je nach Volatilität des Index und der Ordergröße und ein bis 2% betragen, wieder manchmal auch darüber. Außerdem bieten die Zertifikate-Emittenten meist auch die dafür benötigten Derivate – Anleihen an, in denen durchaus interessante Margen stecken. Je nach Zusammensetzung des Zertifikates kann sich der Emittent über eine jährliche Zusatzgebühr von bis zu einem Prozent freuen. Dies bedeutet, dass die einzelnen Bausteine Konditionen aufweisen, die unterhalb der üblichen Marktbedingungen liegen. Gebührenmäßig stellt sich der Anleger mit einem Zertifikat meist nicht besser als mit einem Investmentfonds. Auf der Seite des Emittenten ist der Kostenaufwand deutlich geringer als bei einem aktiven Depotführung. Aber noch scheint sich bei Zertifikaten kein Kostendruck bemerkbar zu machen. Sicherlich auch, weil die Kosten nicht direkt sichtbar sind. Mit Einzelheiten ässt sich nur Geld verdienen, wenn die Kurse steigen. Bei einer Seitwärtsbewegung oder wenn die Kurse fallen wird dagegen nicht verdient, sondern Geld verloren. Zertifikate haben den Charme, dass man damit bei seitwärts tendierenden oder leicht fallenden Märkten positive Renditen erwirtschaften kann. Discount-Zertifikate werden etwa auf Aktien ausgegeben. Hierbei werden Aktien mit Rabatt gekauft. Solche Papiere bieten sich an, wenn man mit seitwärts tendierenden oder leicht steigenden Kursen rechnen. Durch einen Discount-Zertifikat steigt man in den Basiswert zu einem reduzierten Preis gegenüber der Direktanlage ein. Dafür verzichtet der Anleger auf die zukünftige Wertentwicklung oberhalb eines vorher festgelegten Höchstbetrags.










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