Währungs-Geldmarktsfonds und die steuerliche Behandlung von Geldmarktsfonds / Gemischte Fonds
Mit Geldmarktsfonds in fremden Währungen können sie von den höheren Zinssatz in anderen Ländern profitieren, gehen allerdings auch ein Währungsrisiko ein.
Inzwischen gibt es Geldmarktsfonds in allen möglichen Währungen, von japanischen Yen über US-Dollar bis zur australischen Dollar und britischen Pfund. Bei einigen Fondsgesellschaften haben Sie eine breite Auswahl von Währung-Geldmarktsfonds Verfügung und können so profitieren- beispielsweise durch Zinszahlungen aus einer Währung-Anleihe, die sie im Depot halten. Außerdem können Sie über Währung-Geldmarktsfonds zu relativ niedrigen Spesen von einer Devise in die andere tauschen, denn die Umtauschkurse, die die Fondsgesellschaften bieten, sind durchaus moderat.
Ein Beispiel: Ein Anleger hat aus einem Ausverkauf einen größeren Betrag im britischen Pfund erhalten. Diesen überweist er an eine Fondsgesellschaften und legt einen Pfund-Geldmarktsfonds an. Später switcht er bei derselben Gesellschaft in den Euro-Geldmarktsfonds und hat auf diese Weise elegant und kostengünstig in die Währung getauscht. Die Vorteile von Geldmarktsfonds sind dass sie ein guter
Geld-Parkplatz sind – eine veranlage Zeiträume von bis zu drei Jahren. Es ist quasi kein Kursrückgang in Auflage unmöglich, da Geldmarktsfonds im Geldmarkt-Papiere investiert sind. Die Anlagedauer ist nichts im Vorhinein festgelegt (wie z. B. bei Festgeld). Es gibt keine Kündigungsfristen – wie zum Beispiel beim Sparbuch. Der Ausgabeaufschlag ist gering oder kaum vorhanden und liegt zwischen null und einem Prozent.
Bereits mit einer relativ niedrigen Beträgen ist die Anlage oder der Verkauf von Geldmarktsfonds möglich. Die Nachteile bestehen darin, dass die Performance nun mal des kurzfristigen Zinssatz liegt. Die Performance ist bei Euro-Fonds steuerfrei, bei Währungsfonds überwiegend zu versteuern bis Ende 2008. Bei Fremdwährung- Geldmarktsfonds sind aufgrund von Währungsschwankungen stärkere Kursschwankungen möglich.
Geldmarktsfonds nehmen fast ausschließlich Zinserträge ein. Daher ist quasi das Gesamtergebnis von Euro-Geldmarktsfonds zu versteuern.
Bei Geldmarktsfonds in fremden Währungen sind die Zinsen in der Fremdwährung zu versteuern, Währungsgewinne bleiben dagegen steuerfrei, wenn die gesamten Fondsanteile mindestens über die Spekulationsfrist gehalten wurden.
Zumindest ist das in die Regelung bis zum 31.12. 2008. Außerdem gibt es steuerermäßigte Geldmarktsfonds, die insbesondere 2006 / 2007 populär wurden. Geldmarktsfonds hatten einen Besonderen
vermögenssteuerlichen Vorteil, als noch Vermögensteuer erhoben wurde. Während nämlich Festgeld mit 1% Vermögensteuer belastet war, lag der Steuersatz für Geldmarktsfonds über der Hälfte: 0,5%. Dar die Vermögensteuer seit 1.1.1997 bis auf Weiteres nicht erhoben wird, ist dieser Vorteil entfallen.
Gemischte Fonds können ihre Fondsvermögen in Aktien, Anleihen (=Renten) und Liquidität investieren. Der Fondsmanager bestimmt nicht nur die Auswahl der einzelnen Titel, sondern auch die Aufteilung zwischen diesen drei Anlagemöglichkeiten. Daher werden einige gemischte Fonds auch als Vermögensverwaltung mit Fonds beworben, da sie wie ein Vermögensverwalter sehr weit gehende Anlagebefugnisse haben. Es gibt zwei Wertpapiergattungen, die sich weder klar den Aktien und den Renten zuordnen lassen: Wandelanleihen und Genussscheine.