USA vs. Europa: Euro gewinnt, Dollaraussichten schleppend
Der Euro stieg am 22.7.2010 um 1,3 Prozent, nämlich auf 1,2918 US-Dollar. Dies ist vor allem verursacht durch gute Wirtschaftsdaten der Euro-Zone, insbesondere von denen aus Deutschland: Anleger investierten nämlich wieder mehr in US-Dollar-fremde Währungen, wodurch europäische Aktienmärkte an Auftrieb gewannen konnten: DAX und Stoxx50 stiegen beträchtlich.
Der Dollar war unter Druck geraten, nachdem am 21.7.2010 die Wirtschaftsaussichten der USA durch den Chef der US-Bundesbank, Ben Bernanke, als “außergewöhnlich unsicher” beschrieben wurden. Dies sagte er, während in der Vorwoche 464.000 mehr US-Amerikaner Arbeitslosenhilfe beantragten und 5,37 Millionen mehr Eigenheime im Juni (gegenüber Mai) verkauft wurden. Auch die Frühindikatoren bezüglich des US-Marktes fielen besser aus als erwartet (das Conference Board konnte lediglich ein Minus von 0,2 Prozent feststellen).