Tipps für die Aktienanlage

Wer seine Anlage in Aktien geschickt mischen will, sollte Aktien aus unterschiedlichen Ländern kaufen. Hierbei sind Regionen zu wählen, die sich nicht im Gleichklang, sondern gegenläufig liegen. Was nutzt zum Beispiel eine einseitige Ausrichtung auf den asiatischen Raum, wenn Finanzkrisen in dem einen Land schnell auf den anderen übergreifen? Je länger ein Aktienanleger seine Papiere liegen lässt, um so ertragreicher entwickeln sie sich. Das galt zumindest für die vergangenen Jahre. Aktienanleger kommen nicht umhin, sich mit dem Unternehmen vertraut zu machen, in deren Papiere sie investieren.

Natürlich gibt es auch den Zufallscoup, doch auf ein blind gemachtes Schnäppchen zu setzen, ist riskant. Noch weniger zu empfehlen ist es, auf den Rat von Kollegen, Freunden und auf den von meist selbst ernannten Börsengurus zu hören. Die wichtigste Frage im Hinblick auf das gewählte Unternehmen ist die nach der Marktstellung. Eine starke Stellung am Markt sichern Marktanteile und andere Aussichten auf längerfristigen Gewinne. Der Gewinn des Unternehmens sollte kontinuierlich wachsen. Einzelne Gewinnspannen sorgen zwar für einen zeitweise guten Aktienkurs. Wichtig sind jedoch hohe und langfristige Zuwächse. Aktive Investoren interessieren sich auch für das Image des Managements des jeweiligen Unternehmens. In Tageszeitungen und Wirtschaftsmagazinen, die zur Pflichtlektüre von Aktienkäufern gehören müssen, finden sich oft Meldungen und Berichte über Firmen und ihre Führungskräfte. Diese Informationen sind auch für den kleinen Investor wichtig, weil sie Auskunft über vergangene Leistungen und Fehler der Führungsriege oder eventuell zukünftige Entwicklung, seien sie positiv oder negativ, geben. Und kracht es in der Führungsetage oder stehen ein Wechsel an der Spitze bevor, kann das, in den meisten Fällen nicht gerade förderlich, auf den Aktienkurs durchschlagen.

Der bislang geltende Steuervorteile von Aktien endet zum Jahresende. Mit Einführung der Abgeltungsteuer wird die Spekulationssteuer überfällig, die bisher vorsah, dass die Besitzer von Wertpapieren beim Verkauf Wertzuwächse nach der Haltefrist von länger als einem Jahr steuerfrei einstreichen konnten. Grundsätzlich sollten Anleger eine Anlagestrategie entwickeln. Man solle vor dem Aktienkauf die Risikobereitschaft überdenken, den Anlagezeitaufwand festlegen und die Lebensplanung ebenfalls überdenken. Dann sollte Buch geführt werden. Man sollte beim Kauf der Aktie eintragen, zu welchem Kurs das Papier wieder verkauft werden sollte, so kann man vor allem Verluste nach unten begrenzen. Ferner solle man realistisch bleiben. Wenn der Markt euphorisch auf gute Nachrichten reagiert, sollte man im Gegenzug schlechte Meldungen nicht ausblenden. Auch Konsequenzen sind rechtzeitig zu ziehen. Man sollte sich nicht von der Angst vor falschen Entscheidungen lähmen lassen. Das gilt für einen beherzten Kauf ebenso wie für ein Verkauf eines Wertpapiers. Der Einsatz solle grundsätzlich begrenzt sein. Sowie ein kluger Investor nicht alles auf eine Karte setzt, so investiert er auch nur eine bestimmte Summe Geldes. Liquidität ist entscheidend. Mit zunehmendem Alter ist es sinnvoll, sich schrittweise von Aktienanlagen zu entfernen. Als Faustregel gilt: 100 minus Lebensalter gleich Aktienanteile in Prozent. Das bezieht sich jedoch nicht auf nur auf einzelne Wertpapiere. Denn auch das Investment in Aktienfonds sollte in dieser Rechnung einbezogen werden. Überhaupt ist es sinnvoll für Anleger, sich partout nicht von der an Aktienanlage und ihren durchaus wahren Chancen trennen wollen, sich zunehmend in Aktienfonds einzukaufen. Diese erledigen die Risikostreuung automatisch.










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