Populäre Irrtümer bei Versicherungen

Viele Versicherungsinhaber denken, dass sie mit einer Kapitallebensversicherung für den Todesfallschutz vorgesorgt haben.

Umsonst ist zwar der Tod, aber auf keinen Fall die Versicherung gegen die finanziellen Folgen! Kapitallebensversicherungen die meisten Anlegern als Geldanlage dienen, beinhalten einen Todesfallschutz. Der wird von vielen Verbrauchern mitgenommen, obwohl sie ihn gar nicht benötigen. Damit wird vor allem Geld verschenkt. Der Monatsbeitrag setzt sich nämlich aus drei Teilen zusammen: Neben dem Sparanteil ist es ein Obolus fürs Risiko und die Kostenverwaltung und die Vermittlungsprovision. Was man findet zurückerhält ist allein der Sparanteil. Nur darauf wird auch die Rentabilitätsvorschau erbracht. Den Risikoanteil behält die Versicherung ein. Auch bei allen anderen Versicherungsprodukten wird allein der Sparanteil zurückgegeben.

Nur auf diese beziehen sich übrigens auch die Renditeangaben einer Lebensversicherung. Wenn man glaubt, dass man einen Monatsbeitrag von 100 € wird, man auch gelegt definitiv daneben. Auch bei der privaten Krankenversicherung ist Vorsicht geboten. Weder sind private Krankenversicherung günstiger als Gesetzliche noch ist man automatisch besser versichert. Ein großer Vorteil der gesetzlichen Krankenkassen ist beispielsweise das nichterwerbstätige Ehepartner und Kinder kostenlos mitversichert werden. Nur wenige wissen außerdem das konstruktionsbedingt die Krankenkassen für den Einzelnen in jeder Lebenssituation bezahlbar bleibt, weil der Beitrag prozentual an das Einkommen gekoppelt ist: Wer arbeitslos oder berufsunfähig wird, muss nicht den vorherigen Beitrag aufbringen – ein Problem vieler privater Versicherer Arbeitsloser. Besonders günstige Beiträge bei den privaten Krankenversicherung erhalten sowieso nur junge gesunder Versicherter.

Wenn Sie bei Abschluss Vorerkrankung mitbringen sind auch die Beiträge der privaten Sicherung nicht besonders niedrig bevor man wechselt sollte man sich also unbedingt individuell beraten lassen. Gesetzlich Versicherte können schließlich auch eine zusätzliche Police abschließen mit der sie wie Privatpatienten behandelt werden.

Auch bei der Berufsunfähigkeitsversicherung ist Vorsicht geboten. Viele verwechseln die Berufsunfähigkeitsversicherung mit der Unfallversicherung. Natürlich ist ein Unfall grundsätzlich erstmal schlecht und hat häufig auch finanzielle Auswirkungen. Dennoch sichert die Unfallversicherung nur ein Ausschnitt aus dem eigentlichen Risiko ab, und das heißt Invalidität. Statistisch führen vor allem Herzkreislauf und Rückenerkrankungen zum Verlust der Arbeitsfähigkeit. Eine Unfallversicherung zahlt in diesen Fällen kein Cent. Wenn man durch einen Unfall berufsunfähig wird und nicht durch eine Krankheit, erhält man aus der Unfallversicherung eine einmalige Zahlung und keine Rente. Eine Unfallversicherung ist für die Versicherung eine vergleichsweise risikoarme Angelegenheit. Deshalb erklärt sich, dass sie mehr dafür werben als die Berufsunfähigkeitsversicherung. Auf jeden Fall sollte man vor Versicherungsabschluss eine Beratung einholten. So ist beispielsweise eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die über 30 Jahre läuft und in die man monatlich 80 € bezahlt, insgesamt 28.800 € wert. Der Preis relativiert sich jedoch- auch ein Provisionsberater erhält erhebliche Summen-Umfragen zeigen übrigens, dass die meisten Versicherungsvermittler mehr schlecht als recht in der Praxis verdienen und es ist wenig wahrscheinlich, dass ein Vermittler zu dem Schluss kommt, bei Ihnen sei alles in bester Ordnung und Sie würden keine weiteren Versicherungen benötigen.

Wenn es um Versicherungspakete geht, sollte man grundsätzlich kritisch sein. Wenn mehrere Versicherung als Kit angeboten werden sind dabei Bestandteile enthalten, die Sie wahrscheinlich gar nicht benötigen.
Außerdem hat auch keine Versicherungen in allen Bereichen Spitzenprodukte aufweisen.










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