Offene Immobilienfonds – Vorteile, Nachteile, steuerliche Aspekte
Bei den derzeit niedrigen Euro-Zinsen und der lange Zeit schwierigen Verfassung des Gewerbeimmobilien-Marktes in Deutschland liegen offene Immobilienfonds seit einigen Jahren ihr am unteren Ende ihrer Performancespanne. Wenn sie neu in einen offenen Immobilienfonds investieren möchten, sollten Sie überlegen, in einem europaweit über international anliegende Fonds zu investieren. Sie sollten dabei aber bedenken, dass – wenn ein Immobilienfonds außerhalb des Euro – Raumes investiert – auch Währungsschwankungen in die Performance eingehend damit für etwas höhere Wertschwankungen sorgen können. Offene Immobilienfonds sind vor allem geeignet für vorsichtige Anleger mit Mittel – bis langfristigen Zeithorizont oder für Auszahlpläne. Sie bieten eine sehr gleichmäßige Wertentwicklung, bisher ohne Negativ – Jahre. Sie sind Sachwerte-orientiert und bieten damit Inflationsschutz. Das Ergebnis ist zu etwa einem Drittel bis zu 2/3-steuerfrei. Ferner sind offene Immobilienfonds bei vielen Vormundschaftsgerichten als Mündelgeld zugelassen. Die Nachteile von offenen Immobilienfonds sind anzusehen, was sie an hohen Anteilen an Festgeld und Rentenwerten am Vermögen haben. Dies kann ein Vor- aber auch ein Nachteil sein. Die Rücknahme der Anteile kann zum Schutz der verbleibenden Anleger für ein Jahr, maximal zwei Jahre ausgesetzt werden. Ferner haben offene Immobilienfonds einen hohen Ausgabeaufschlag von fünf bis 5,5%. Auch für offene Immobilienfonds steht fest, dass bis 31.12.2008 Zins -, Miet – und Dividendenerträge des Fonds zu versteuern sind. Vorher dürfen offene Immobilienfonds die Abschreibungsmöglichkeiten für Immobilien beanspruchen und die Kosten für Verwaltung und Administration vom steuerpflichtigen Ergebnis abziehen. Durch die günstigen Abschreibungsmöglichkeiten und die steuerfreie Wertsteigerung der Immobilien ist das Ergebnis von offenen Immobilienfonds bis zu einem Drittel zu versteuern. Dies macht insbesondere Anleger, die ihren Freibetrag ausgeschöpft haben und sich in einer relativ hohen Steuerprogression befinden, interessant. Offene Immobilienfonds stehen beim Anleger als Wertpapiere und nicht als Immobilienvermögen. Daher ist beispielsweise die Spekulationsfrist für Wertpapier einzuhalten, unterstehen die Freistellungsbeträge und Regelungen für Einkünfte aus Kapitalvermögen, nicht für Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Aber: Das Management eines offenen Immobilienfonds muss die zehnjährigen Spekulationsfrist für Immobilien beachten. Neben offenen Immobilienfonds gibt es auch geschlossene Immobilienfonds kommen in erster Linie von hoch besteuerten Anlegern zum Zweck der steuergünstigeren Anlage kaufen, auch wenn sie Fonds heißen, haben sie mit Investmentfonds nichts zu tu und unterliegen völlig anderen Regelungen und Gesetzen als Investmentfonds