Nachteile von Garantiefonds

Garantiefonds kommen zwar beim risikoscheuen deutschen Anlegern gut an und verkaufen sich hervorragend. Bei einem genaueren Blick stellt sich jedoch heraus, dass Garantiefonds keineswegs nur Vorteile sondern auch Nachteile haben. Wenn beispielsweise dem Anleger eine Garantie auf Kapitalerhalt gegeben wird, hat er das Gefühl, er könne kein Geld verlieren. In Wirklichkeit kann er zumindest den Ausgabeaufschlag verlieren, und darüber hinaus muss er eventuell auf die Zins – und Dividendenerträge des Fonds Steuern zahlen. Außerdem hat er einen entgangenen Gewinn, den er mit einer Alternativanlage hätte erwirtschaften können. Einige Garantiefonds haben eine Begrenzung nach oben. Wenn der Index sich prächtig entwickelt und die Anleger eigentlich entsprechend einer Kursentwicklung verdienen müssen, ist die Performance bei Garantiefonds mit ab einer bestimmten Höhe gedeckelt. Hinzukommt, dass die Kosten bei Garantiefonds oft relativ hoch sind. Eine Aktiengesellschaft für Garantiefonds ist in circa 80% aller investiert. Außerdem schlägt der Ausgabeaufschlag bei Garantiefonds relativ stark durch, sodass Garantiefonds in der Regel nur eine kurze Laufzeit von 2,3, höchstens fünf Jahren haben, oder wie der Werbeslogan der Commerzbank über Garantiefonds sagt: „rasendes Vollkasko”. Jeder weiß es einen Vollkasko – Versicherung teuer ist, und trotzdem schließen viele eine solche Versicherung ab. Garantiefonds gelingt es auf, sich äußerst gut zu vermarkten. Manchmal bleibt die Verständlichkeit etwas auf der Strecke. Wenn dem Anleger beispielsweise für einen Fonds bei 100% Kapitalerhaltung 100% Partizipation an der durchschnittlichen Entwicklung am Index versprochen werden, handelt es sich nicht um Hexerei.

Einige Garantiefonds geben eine Partizipation auf einen Indexverlauf zwischen zwei Zeitpunkten. Andere frieren die Quartalsgewinne jeweils ein. Es empfiehlt sich, sich vor ab genau zu erkundigen wie die Partizipation eines Aktien-Garantiefonds gemeint ist. Den Teil, den man in einen Aktien-Garantiefonds investiert, kann man alternativ auch als Anteil des Vermögens in einen normalen Aktienfonds investieren und in anderen Teilen ein weniger Schwankung intensiv, ist es von den Gebühren her günstiger und führt zum gleichen Ergebnis. Garantiefonds eignen sich für Anleger, die sich ohne eine Garantie wirklich nicht zutrauen würden, in einen Aktienfonds zu
Investieren, sozusagen als Einstiegsprodukt für den interessanten Bereich der Aktienfonds. Anleger, die nur für drei Jahre oder vier in Aktienfonds investieren können und daher über diese relativ kurze Laufzeit keine Risiken eingehen möchten, sollten ebenfalls über Garantiefonds nachdenken. Schließlich sind Garantiefonds noch besonders ratsam für Anleger, die an eine Fortsetzung der Hausse glauben, aber dennoch den möglichen Platzen der Blase vorbeugen wollen. Garantiefonds eignen sich nicht für passionierte Aktienanleger, die auch mal einen kurzfristigen Kursrückgang verkraften können mit einem Garantiefonds hat man immer eine geschmälerte Gewinnabsicht, als wenn man sie mit einem ähnlich orientierten Fonds ohne Garantie entscheidet. Jede Garantie kostet nämlich Geld, da sie Kapital bindet. Garantiefonds geben allen Anlegern der Sicherheit, diese Sicherheit geht aber zulasten der Performance. Ferner weisen Garantiefonds eine kurze Laufzeit auf und sind schwer zu durchschauen, auch die Gebührenbelastung ist insgesamt recht hoch.










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