Kostentreiber bei Versicherungen: die Abschlusskosten
am teuersten ist für die Versicherungsgesellschaften der Vertragsabschluss. Hier verdient jeder mit: der Vermittler bekommt eine Anschlussprovision, Inspektoren, Bezirks – und wie alt die Rektoren wollen ihren Anteil haben, der Verwaltung muss die Anträge prüfen und Versicherungsscheine verschicken. Dabei hat der Versicherte noch nicht ein Pfennig bezahlt. Die Versicherung verdient erst mit der Zeit eine Police. Die Folgeprovision während der Laufzeit des Vertrages nämlich gering, ebenso die Kosten für die Verwaltung der Verträge. Lediglich eventuelle Schaden Kosten belasten die Bilanz. Im Grunde aber wird kalkulatorische der Versicherungsvertrag für die Gesellschaft mit jedem Jahr Laufzeit profitabler. Die Kosten für den Abschluss zahlt der Versicherte mit seinem ersten Beiträgen ein Wechsel der Versicherung bringt noch einmal die gleichen Abschlusskosten. Und dafür zahlt letztendlich wieder der Kunde. Einige Gesellschaften verstellen den Abschlussdruck auf die Vertreter, indem sie nur geringe Folgeprobleme und Zahlen. Dadurch konzentrieren sich die Außendienstler auf das Neugeschäft, anstatt den schon eroberten Bestand zu pflegen. Das Ziel der Gesellschaft ist es, die Außendienstler zum permanenten Neugeschäfts zwingen. Gilt es nur durch neue Kunden zu bedienen. Dieser Druck führt dazu, was viele Vertreter die Bestandspflege vernachlässigen. Der Kunde hat den Vertreter der nur beim Abschluss vor vielen Jahren einmal gesehen. In der Theorie bringen die Versicherungen neuen Mitarbeiter jedoch bei, was ein guter Vertreter jeden seiner Kunden mindestens einmal jährlich besucht. Die Entlohnung der Vermittler erfolgt nach der Devise: die Kosten sollen aus dem Bestand gedeckt werden, der Verdienstordensparbeschlüsse kommen. Rund 60% des Provisionsumsatzes an Agentur werden als Kosten deklariert, der Wessis zu versteuern. Als Anfänger gilt jeder, der nicht die ersten 10 Jahre bestanden hat. Die Grundkosten an Agentur liegen bei bis zu 20.000 € im Jahr. Ein übernommener Bestand von 150.000 € Prämie bedeutet aber nur 15.000 € Provisionsumsatz. Anfänger erhalten daher vom Versicherer in den ersten zwei bis fünf Jahren Zuschüsse. Die Fluktuation unter den Versicherungsvertretern ist, was zeigt, wie gering die Verbundenheit mit den Unternehmen ist. Auch das System geringe Folgeprobleme und Verstecke wechseln: sie geringer Gefolgeprovisionen sind, umso leichter Kreditversicherungs Mitarbeiter von einer Versicherung zur anderen wechseln, wo sie zum Teil wieder hohe Einarbeitungskosten verursachen.
Von einem Abschluss einer Versicherung bei guten Bekannten ist grundsätzlich abzuwarten. Diese arbeiten dann meist als nebenberufliche Vermittler und dienen vor allem dazu, den hauptberuflichen Vertretern Kontakte und Porträts zu beschaffen. Versicherungen sind schließlich vertrauend sein. Die nebenberuflichen Vertreter treten nach Feierabend oder auf einem Arbeitsplatz in Aktion. Die zweitgrößte deutsche Autoversicherung, in die HUK Coburg vermittelt beispielsweise den Großteil ihres Geschäftes über Vertrauensleute, meist Beamte, wie andere Beamte werden. Zur Kundenwerbung werden oft auch so genannte stille Vermittler benutzt: diese nebenberuflichen Vermittler liefern meist eine Adresse, nur ab und zu stellen persönliche Kontakte. Der deutsche Hang zum Vereinsleben fördern diese Vermittlungsmethode. Auch ihren eigenen Verwandten, die sich als nebenberufliche Vermittler verdingen, helfen die Versicherten wenig, wenn sie bei ihnen eine falsche Versicherung abschließen. Für alle Beteiligten wäre es wesentlich besser gewesen, den Verwandten einfach die paar 100 € Provision zu schenken, als jahrzehntelang zu viel Prämie an die Versicherung zu überweisen.