Kalkulation: womit Versicherungen rechnen

Von der Idee her ist eine Versicherung nichts anderes als der Zusammenschluss vieler einzelner zu einer Versichertengemeinschaft in der jeder für die Schäden eines anderen aufkommt. Doch der gemeinsame Geldtopf muss verwaltet werden: das tun die Versicherungsgesellschaften. Sie nennen sich selbst manchmal
Sicherheitserbringer. Doch im Unterschied zu einem Produktionsbetrieb wird die wahre Versicherung erst verkauft, dann produziert. Ihr Preis ergibt sich nicht aus der berecheten Stückkosten, sondern anhand der Statistik. Viel stärker als im Produktionsbetrieb ist die Organisation des Versicherungsbetriebs auf den Vertrieb konzentriert. Die wichtigsten Kostenfaktoren bei der Kalkulation von Versicherungen sind in die Schadenaufwendungen und die Kosten für die Versicherung betrieben.
Bei Kapitalgüter, Lebensversicherung kommt noch der Sparanteil hinzu. Zu den Kosten zählen die Abschlusskosten, Inkassokosten durch Beitragseinzug und die laufenden Kostenpunkt dabei machen die Abschlusskosten den größten Teil aus. Die Gesamtrente ergibt sich aus seiner Beträge zur Deckung der Risiko kosten, im Sparanteil der kapitalbildenden Lebensversicherung, im Sicherheitszuschlag und den Kostenanteil. Das Ergebnis ist die Bruttoprämie. Voraussetzung der Kalkulation ist die weit gehenden Gleichartigkeit der Risiken. Weitere Ausgleichsmöglichkeiten ergeben sich durch die Schwankungsrückstellung und die Rückversicherung. Keine Versicherung ohne das Gesetz der großen Zahl und keine Prämie ohne Mathematik: Die Kalkulation ausreichender Prämien steht am Beginn eines Versicherungsangebotes. Versicherungsmathematiker haben die Schlüsselrolle bei Versicherungen und werden in Zukunft mitzunehmendem Wert noch wichtiger werden: Die stets großzügig kalkulierten Tarife werden auf das notwendige Niveau gesenkt werden müssen, die Kalkulation muss also genauer werden. Das bekannteste Beispiel einer Kalkulation ist die Sterbewahrscheinlichkeit für die Tarife bei der Lebensversicherung. Sie basiert auf der so genannten Sterbetafeln: die Sterbetafeln gibt für jedes Alter an, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, in diesem Jahr zu sterben. Grundlage einer Kalkulation ist die Statistik. Durch Sterbetafeln sind zwei statistische Erhebungsverfahren möglich. Einfacher ist die Perioden der Rate: die Daten werden durch Beobachtung eines Zeitraums von zwei bis drei Jahren erhoben. Die Bevölkerung wird relativ kurze Zeit beobachtet. Dann werden Tode innerhalb eines bestimmten Alters innerhalb eines Jahres auf die Gesamtzahl hochgerechnet. Das Ergebnis ist die altersspezifische Sterblichkeit oder die Wahrscheinlichkeit, in einem bestimmten Alter zu sterben. Dabei wird nach Männern und Frauen unterschieden: männliche Bewerber kommen das Kürzel X., weiblichen Werders Kürzel Y. Die Versicherungsmathematiker errechnen dann aber den Umkehrschluss, wie viele Person von einer Personengruppe eines bestimmten Alters, statistisch gesehen, noch leben. Versicherungen, die mit so viel Unglück zu tun haben suchen offenbar die positive Seite. Genauer, was jedoch auch wesentlich aufwändiger ist: Die Kohorten-Sterbetafeln: Hier wird die tatsächliche Entwicklung der Sterblichkeit eines Jahrgangs beobachtet. Es wird also eine reale Gruppe über einen bestimmten Zeitraum verfolgt. In der Praxis werden allerdings Perioden- Sterbetafeln verwendet. Sie hinkte lange Zeit wegen der stetig höhere Lebenserwartung gegenüber der tatsächlichen Entwicklung nach. Damit war sie erwarb auch besonders brauchbar, da die Lebensversicherung ohnehin sehr vorsichtig zu kalkulieren hatte und so leicht Sterblichkeitsgewinne erzielen konnte. Bei der Rentenversicherung dagegen war es notwendig, in Perioden-Sterbetafeln durch Kohorten oder durch eine kalkulatorische Korrektur zu verbessern. Doch die Sterblichkeit allein ist noch nicht ausreichend um zur Prämie für die Lebensversicherung zu kommen. Die Prämie muss als zweiten Faktor hat den Zins berücksichtigen, denn solange der Versicherte nicht stirbt, kann die eingezahlten Prämienzins gewinnbringend angelegt werden. Heute kann der Zinseffekt per Computer leicht errechnet werden. Als Rechnungszins werden magere 3,5 oder 4% zu Grunde gelegt, seit Juli 2003 4,25%. Der dritte Faktor, der bei der Beitragsberechnung zu berücksichtigen ist, sind die Kosten des Versicherers mit Vertrieb und Verwaltung. Die Versicherer machen bei dieser Kalkulation meist ein gutes Geschäft: da sie sich die Risiken aussuchen (in diesem Fall über Risikoprüfung und Gesundheitstest), verzeichnen sie innerhalb der Versichertengemeinschaft meist weniger Todesfälle als kalkuliert. Außerdem erwirtschaften sie fast immer höhere Erträge als nur den Rechnungszins.










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