Investieren, aber vorsichtig: So schützen Sie sich als Anleger von Verlusten!
Grundsätzlich sollten sie Ihr Kapital nicht bei Unternehmen anlegen, die ersten Kontakt telefonisch herstellen. Je höher die Rendite versprechen sind, desto wahrscheinlicher sind Verluste. Deshalb sollten Sie folgende Faustregel beherzigen: jede Rendite kommen die über den jeweiligen aktuellen Verzinsung von zehnjährigen Bundesanleihen liegt, ist mit Risiken verbunden. Das heißt, es gibt keinen garantierten Gewinn! Auch ist Vorsicht geboten, wenn der Geschäftssitz des Anbieters im Ausland liegt. Man sollte sich bei Anlageentscheidung niemals unter Zeitdruck setzen lassen. Und vor Anbietern hüten, die Anlagevorschläge zu Schwarzgeldern und nicht korrekt versteuertem Geld machen.
Wie kalkuliert man das Risiko richtig? Nun grundsätzlich erfordert die Investitionen jeder Anlage, dass man sich Gedanken über den Ertrag macht. Dabei sind die Vorstellungen, wie viel Rendite die Geldanlage unter dem Strich bringen soll, bei der Mehrzahl der Anleger sehr konkret. Weniger konkret ist das Wissen über mögliche Risiken der einzelnen Anlageformen. Doch gerade die Börsenbewegung der letzten Zeit legen nah, das Risiko nicht aus den Augen zu lassen. Bevor also das Geld auf die eine oder andere Weise angelegt wird, sollte man sich als Investor klare Vorstellung über mögliche Verluste machen. Die Risiken einer Wertpapieranlage unterscheiden sich nach typischen Risiken und Spezialisten. Bei den typischen Risiken, auch Basisrisiken genannt, treffen für alle Anlageformen gleichermaßen zu. Wichtig ist hierbei für den Anleger: diese finanzielle Schäden treten nicht nur einzeln auf. Sie können akkumuliert auftreten und sich gegenseitig verstärken. Gerade Letzteres aber führt zu einer besonders starken Veränderungen des Wertes einer Vermögensanlage. Auch ein gut gestreuten Portfolio ist mindestens einem oder mehreren Basiswissen ausgesetzt. Zu den typischen Risiken gehören: Konjunkturrisiko, Inflationsrisiko (Kaufkraftrisiko), Länderrisiko und Transferrisiko, das Währungsrisiko, das Liquiditätsrisiko, das psychologische Anlagerisiko, Risiken bei kreditfinanzierten Wertpapierkäufen, steuerliche Risiken sowie sonstige Basisrisiken. Beim Konjunkturrisiko handelt es sich um die Gefahr von Kursverlusten. Die können dadurch entstehen, das Anleger bei Anlageentscheidung die Konjunkturentwicklung nicht oder nicht zutreffend berücksichtigen und dadurch zum falschen Zeitpunkt die Wertpapieranlage tätigen oder Wertpapiere in einer ungünstigen Konjunkturlage halten. Der Konjunkturzyklus stellt sich als zyklische Bewegung um die Phasen langfristigen ökonomischen Wachstums dar. Die typische Konjunkturzyklusdauer beträgt zwischen drei und acht Jahren und können sich in folgenden vier Phasen aufteilen lassen:
erstens Ende der Depression/Rezession
Zweitens Aufschwung, Erholung
Drittens Konjunkturboom, obere Wendepunkt,
Viertens Abschwung, Rezession
Die Dauer und das Ausmaß der einzelnen wirtschaftlichen Auf-und Abschwungsphasen variieren. Auch die Auswirkung auf die einzelnen Wirtschaftsbereiche sind unterschiedlich. Anleger sollten auch berücksichtigen, dass der Konjunkturzyklus in einem anderen Land vor – oder nachlaufen kann. Natürlich haben Veränderungen der wirtschaftlichen Aktivität einer Volkswirtschaft stets Auswirkung auf die Kursentwicklung der Wertpapiere. Dabei schwanken die Kursen etwa im Rhythmus der konjunkturellen Aufschwungphasen der Wirtschaft und das mit einem leichten zeitlichen Vorlauf. Deshalb sollte man als Anleger bei seiner Anlageentscheidung auf das Timing, also die Wahl des Zeitpunkt eines Wertpapier oder – verkaufs, achten. Unter konjunkturellen Gesichtspunkten sollten Anleger ihr Kapitalanlage ständig auf Zusammensetzung nach Anlagearten anderer Länder prüfen und einmal getroffene Anlageentscheidungen gegebenenfalls auch korrigieren. Dabei sollte beachtet werden, das die Anleihen auf Währungskurse sehr sensibel auf beabsichtigte oder tatsächliche Veränderungen der staatlichen Konjunktur und Finanzpolitiker reagieren. Binnenwirtschaftlichen Maßnahmen üben einen sehr starken Einfluss auf die gesamtwirtschaftliche Situation eines Landes aus. Deshalb könnte es dort starke Rückschläge an Kapital – in Devisenmärkten auftreten, wo die Entwicklungsaussichten ursprünglich als günstig zu betrachten waren.