Immobilien – aus der sicheren Geldanlage von einst ist eine Risiko-Kapitalanlage geworden

Für die Mehrheit aller Deutschen ist Immobilieneigentum zahlreichen repräsentativen Umfragen zu Folge nach wie vor der Favorit beim privaten Vermögensaufbau. Dies dürfte sich jedoch insbesondere in den letzten Monaten gründlich geändert haben. Einige Landesbanken und mehrere nationale internationale Großbanken sind durch ihre Investitionen im amerikanischen Immobilienmarkt arg in finanzielle Turbulenzen geraten – um nicht zu sagen, sie haben Milliarden in den Sand gesetzt.
Die Entwicklung der Immobilienmärkte weltweit, insbesondere jedoch in den USA und abgeschwächt auch Großbritannien, hat gezeigt, dass es keine einzige absolut todsichere Geldanlage auf dieser Welt gibt.

Der Trend war bis vor Kurzem jedenfalls jedoch ungebrochen: Mit zunehmendem Alter werden die eigenen vier Wände immer attraktiver.
Dabei geht es nicht nur um die Rendite, die ein Haus oder eine Wohnung bringt.

Wichtiger sind oft psychologische Faktoren. Man will sich “zu Hause fühlen, selbstbestimmt leben können”. Wer sich entschieden hat, in Grund und Boden zu investieren, kann zwischen direkten und indirekten Anlageformen wählen. Es muss also nicht unbedingt die selbst genutzte Immobilien sein. Im Rahmen von Immobilienfonds gibt es Möglichkeiten zur Anteilsbeteiligung an anderen Eigentümergenossenschaften oder die indirekte Beteiligung an Immobilienvermögen.
Vorteile: Der Einstieg ist jederzeit und problemlos möglich. Kleinanleger können- außer bei geschlossenen Fonds- jederzeit einsteigen. Auf diese Weise lässt sich bequem investieren. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass das Immobilienvermögen nicht nur auf eine Wohnung beschränkt ist, sondern Bruchteile an Dutzenden Gebäuden in verschiedenen Regionen. Die Nutzungsarten beinhalten auch die Bewirtschaftung von Immobilien. Allerdings haben direkt investierte Immobilienfonds auch Nachteile: etwa die Beteiligungskosten, die Ausgabe- und Verwaltungsgebühren, die die Geldanlage erst nach einigen Jahren rentabel machen. So wird bei Anteilen an offenen Immobilienfonds eine im Allgemeinen ein Ausgabeaufschlag von etwa 5% fällig. Wenn nun die Entwicklung des Fonds im ersten Jahr bei etwa 5% liegt, wird praktisch nichts verdient.

Da der Käufer keinen Einfluss auf die Objektauswahl hat oder darauf, ob die Objekte sorgfältig gepflegt werden, bleibt man im Ungewissen über die Wertentwicklung der einzelnen Anlagen, bis ein Gebäude verkauft wird. Diese Entscheidung kann zum Beispiel ein Direktinvestor treffen. Dabei sind zwei Varianten zu unterscheiden: Entweder kauft man eine Immobilie oder man baut eine Immobilie zur Vermietung oder zum
Selbstnutzen. Die Nachteile des Einstiegs in beiden Fällen ist, dass die Rendite sehe, niedrig ist, die Instandhaltungskosten hoch sind, aufwendige Planungen zahlreiche Regeln beim Bau oder Kaufen berücksichtigt werden müssen. Wer sein Eigenheim selbst bewohnen will, ist außerdem weniger mobil zum Beispiel bei der Jobsuche
Wem diese Nachteile jedoch bewusst sind, kann sich über die Vorteile freuen. In der Regel steigt die Lebensqualität in allen Fällen deutlich und wenn die Hypothek abgelöst und das Objekt schuldenfrei ist, ist die selbst genutzte Immobilie eine gute Altersvorsorge. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass ein auf Kredit gekaufte Immobilie die einzige Geldanlage ist, die man nicht nur ersparen, sondern schon während der Sparzeit nutzen, kann – das nennt man wahren Sparerspass!

Wie kann man nun aus den eigenen Ersparnissen Möglichkeiten für die optimale Finanzierungsstrategie erstellen? Dabei gibt es nur einige wenige Faustregeln. Grundsätzlich sollte man wissen, dass Immobilienkredite teuer oder günstig werden durch den effektiven Zins, Tilgungsrate sowie Laufzeit von Zinsbindung und Tilgungsplan.

Grundsätzlich kann man festhalten das, je länger der zinsfreien Kredit fest vereinbart wird, die Zinsen umso höher ausfallen.

Diese so genannte Zinsbindungsfristen können zwischen fünf bis 20 Jahren betragen. Im Umkehr ist der Zins zwar umso geringer, je niedriger die Bindungszeit gewählt wird. Je größer allerdings die Aufträge, desto höher steigen die Zinsen für die Restschuld, nachdem die vereinbarte Frist abgelaufen ist. Je länger die Laufzeit ist, in der Sie den Kredit tilgen, desto höher ist der Gesamtpreis. Je niedriger die Tilgungsrate ist und je länger der Laufzeit, desto geringer sind im Umkehrschluss ihre monatliche Belastungen.










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