Gemischte Fonds: Vorteile und Nachteile/offene Immobilienfonds
Wie bereits beschrieben, sind gemischte Fonds oftmals in ihrer Anlagestruktur nicht eindeutig. Auch ihr Auskunftsfreudigkeit ist eher gering: Nur einige gemischte Fonds geben in ihrem Prospekt eine genaue prozentuale Aufteilung des Fondsvermögens an.
Eine klare und individuelle Verteilung ihres Vermögens können sie aber auch erreichen, wenn sie es gemäß ihrer Chance – Risiko – Struktur auf eine Aktie -, Renten -, Geldmarkt – in Immobilien Fonds aufteilen.
Allerdings rückt bei gemischten Fonds die Abgeltungssteuer wieder stärker in den Vordergrund, die durch den Anleger bezahlt werden muss. Die Vorteile von gemischten Fonds sind darin zu sehen, dass die Anlageentscheidung beim Profi liegt. Der Fondsmanager der kann in der Regel schneller reagieren als der Privatanleger. Langfristig sind höhere Performance als mit Rentenfonds aber möglich. Gut geeignet für die mittelfristige Anlage von 3 bis 10 Jahren, bei vorsichtigen Anlegern auch als langfristige Anlage. Vorteile haben gemischte Fonds vor allem im Rahmen der Abgeltungssteuer. Die Nachteile von gemischten Fonds sind darin zu sehen, dass Anleger oft nicht genau wissen, wie sie gerade investiert sind.
Die individuelle steuerliche Situation und die Risikostruktur des Anlegers werden eventuell nicht berücksichtigt, da heftige Umschichtungen von Aktien in Renten und umgekehrt möglich sind.
Meistens haben gemischte Fonds einen relativ hohen Ausgabeaufschlag (2,5 bis 5%). Gemischte Fonds sind schwer miteinander vergleichbar, da sie sehr unterschiedlich ausgerichtet sein können. Generell gilt die Regel: Zins- und Dividendenerträge sind zu versteuern, Kursgewinne sind steuerfrei.
Je nachdem, wie hoch der Aktienanteil des gemischten Fonds gerade ist und wie Börsen laufen, kann ein gemischter Fonds mehr oder weniger steuerfreie Gewinne vereinnahmen. Der zu versteuernder Anteil der Performance liegt im Regelfall höher als 13.000 € und damit niedriger als bei Rentenfonds.
Ab 1.1.2009 werden Zinsen, Dividenden und Kursgewinne gleichermaßen gesteuert. Da bei gemischten Fonds die Thesaurierung der Erträge erfolgt, werden sie mit der Einführung der Abgeltungssteuer steuerlich attraktiv.
Wie sieht die Situation bei offenen Immobilienfonds aus? Nun, da wäre zunächst mal festhalten dass es 28 offene Immobilienfonds in Deutschland gibt, diese aber einen Anteil von circa 13% am Marktvolumen haben.
Offene Immobilienfonds investieren überwiegend in die Werbung, Verwalten und die Bestandspflege. Sie können die Objekte entweder fertig erwerben oder selbst entwickeln und dabei das
Immobilienvermögen ständig den Markterfordernissen anpassen. Eine vorher festgelegte Anzahl der Immobilien wie bei geschlossenen Immobilienfonds gibt es nicht. Daneben können offene Immobilienfonds auch im Grundstücks – Gesellschaften investieren. Im Prinzip sind offene Immobilienfonds ein Paradoxon: Immobilien sind langfristige Anlagen, aber Immobilienfonds-Anleger können ihre Fondsteile zu jedem Bewertungstag an die Vorgesellschaft zurückgeben.
Da Immobilienfonds im Prinzip täglich in der Lage sein müssen, verkaufswilliger Anleger auszuzahlen, haben sie einige Puffer eingebaut. Beispielsweise verfügt jeder offene Immobilienfonds über ein Polster aus Liquidität und an Papieren, was etwa 1/3 des Fondsvermögens ausmacht.
Außerdem stehen hinter offenen Immobilienfondsplatzierungen starke Banken, die in jedem Fall Fondsanteile zurücknehmen, andere Anleger finden oder zur Not die Fondsanteile in den eigenen Bestand nehmen können. Außerdem gestattet das Investmentgesetz auf den Immobilienfonds explizit, im Fall von massiven Anteilsrückschlüssen und einen Liquiditätsengpass die Rücknahme der Anteile für ein Jahr, maximal zwei Jahre auszusetzen.