EU könnte Billionen an Euro sparen
Die Unternehmensberatung McKinsey hat dem Handelsblatt gegenüber die Ergebnisse einer Studie mitgeteilt, aus welcher hervorgeht, wie sehr die EU an nationalen Alleingängen in energiepolitischer Hinsicht leidet. Würde die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union mehr zusammenarbeiten, indem sie den Ausbau von Solar- und Windenergie koordinierten, könnten immense Kosten gespart werden.
Die Studie enthält Berechnungen, nach welchen es den EU-Staaten mindesten 6,6 Billionen Euro kosten wird, in einem Zeitraum von 2020 bis 2050 auf erneuerbare Energien umzusteigen. Pro Jahr sind dies bis zu 80 Milliarden Euro, welche dafür investiert werden, bis zum Jahre 2050 den klimaschädlichen CO2-Ausstoß um 80 Prozent (gegenüber 1990) gesenkt zu haben. Bei einer Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten würden bis zu 35 Prozent (2 Billionen Euro) eingespart; dafür müsste jedoch auf nationale Wirtschaftsinteressen hier verzichtet werden.