Die verschiedenen Anleiheformen
Unternehmensanleihen (Corporate Bonds)
Unternehmensanleihen, Industrieobligationen oder neudeutsch Corporate Bonds sind festverzinsliche Wertpapiere, die von Firmen ausgegeben werden. Dafür zahlt das Unternehmen regelmäßig Zinsen und am Ende der zuvor festgelegten Laufzeit die Schuld zurück. Rating-Agenturen zeigen das Risiko der Anlage an. Damit der Anleger auf einen Blick sehen kann, wie gut oder weniger gut sein Geld bei den einen oder anderen Unternehmensanleihen aufgehoben ist, vergeben die Rating-Agenturen Noten in Form von Buchstabenkombinationen. Die Skala reicht vom dreifachen A bis zum C. – vom ausgezeichneten Schuldner bis zum Wackelkandidaten.
Es kann jedoch nicht jedes Unternehmen ein Rating bekommen. In Deutschland haben etwa 1/6 davon die Anleihen begeben und das heißt nicht, das dieses Unternehmen zahlungsunfähig wären. Immerhin befinden sich unter ebenso bekannte Großunternehmen wie Krupp oder Bertelsmann, die als qualitativ gelten. Fremde Fonds-Anleihen sind Anleihen, die in fremder Währung ausgegeben werden. Im internationalen Emittenten werden sie manchmal auf inländischen Banken und Industrieunternehmen begeben ergeben. Der Einstieg lohnt sich, wenn das Zinsniveau Deutschlands in Euroland besonders niedrig ist und eine relativ stabile Fremdwährungen deutlich höheres Marktzinsniveau aufweist. Die Renditen von Anleihen in ausländischer Währung sind relativ hoch. Sie liegen je nach Bonität des Landes beziehungsweise des Schuldners sowie der entsprechenden Wechselkursentwicklung – derzeit zwischen vier und 12%. Doch diese vergleichsweisen hohen Nominalzinsen sollten nicht darüber hinwegtäuschen: Ein Zinsvorteil von einigen Prozentpunkten pro Jahr kann bei einer ungünstigen Entwicklung der betreffenden Währung innerhalb kürzester Frist schmelzen. Wer in sogenannte Fremdwährungsanleihen investiert, sollte sich darüber klar sein, dass er ein Währungsrisiko eingeht. Deshalb ist die Auswahl der Währung von entscheidender Bedeutung. Grundsätzlich gilt: eine faire Chancen auf Aufwertung kann die Rendite sehr viel positiver beeinflussen als ein Zinsvorsprung einer Anleihe, die auf eine wackelige Währung lautet. Die Einschätzung der Bonität eines Staates (und damit auch dessen Währung) helfen die Rating-Agenturen wie Moodeys und Standard & Poors.