Die private Rentenversicherung
Die private Rentenversicherung ist das einzige Geldanlageprodukt, welches Anlegern wirkliche finanzielle Sicherheit bis ins hohe Alter bietet. Die Versicherungsgesellschaften unterscheiden zwei Produktvarianten: die aufgeschobene Rentenversicherung und die fortwährende gegen Einmalzahlung. Bei der aufgeschobene Rentenversicherung schließt der Kunde in jüngeren Jahren ein Vertrag ab. Danach überweist er über die gesamte Laufzeitbeiträge – die Versicherungsprämien. Zum zuvor vereinbarten Zeitpunkt beginnt die Rentenzahlung. Der Abschluss einer privaten Rentenversicherung ist vor allem für Kunden empfehlenswert, denen es um die eigene Absicherung im Alter geht. Denn Angehörige werden durch die private Rentenversicherung unzureichend geschützt. Wenn ein Versicherter den Rentenbeginn nicht erlebt, erstatten die Versicherungsgesellschaften meist nur die bis dahin eingezahlten Beiträge. Außerdem besteht die Leistung aus einem kleineren garantierten Teil an einem größeren prognostizierten Zahlen. Für die garantierten Leistungen ist das Verlustrisiko dabei fast gleich null. Die prognostizierten Leistungen dagegen hängen davon ab, mit welchem Erfolg der Versicherer das Geld am Kapitalmarkt anlegt. Auch eine vorzeitige Kündigung ist mit finanziellen Verlusten verbunden. Vor Abschluss eines Vertrages über eine aufgeschobene Rentenversicherung mit vielen Details sollte bedacht werden: Eine möglichst hohe Rente ist im Alter ohne Zweifel das Ziel eines jeden Versicherten. Die Rentenhöhe hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab: der Höhe des Jahresbeitrages, der Länge der Laufzeit und der Rendite, die der Versicherer über Jahre erzielt. Dabei fährt der Kunde umso besser, desto länger in die Versicherung einzahlen. Oder andersherum: Wer sich früh für den Abschluss einer aufgeschobene Rentenversicherung entscheidet, hat im Alter mehr zu erwarten. Wer wenig Zeit hat, muss, um eine gute Rente zu erzielen, mehr einzahlen.
Als Garantiezeit schreibt der Gesetzgeber derzeit 3,25% vor. Das bedeutet, diese Rendite muss die Versicherungsgesellschaft auf alle Fälle mit dem Geld ihrer Kunden erzielen. Legt der Versicherer das Kapital mit einer besseren Rendite am Kapitalmarkt an, entstehen Überschüsse. Diese können den Kunden zugutekommen. Überschüsse entstehen übrigens auch dann, wenn die Verwaltungskosten der Gesellschaft geringer sind als zunächst kalkuliert, mehr Kunden vor Beginn der Rente sterben als erwartet oder in die Bezugszeit kommen oder früher sterben als erwartet. Wie der Kunde von Überschüssen profitiert, entscheidet er selbst. Und zwar sowohl für die Einzahlung – beziehungsweise Aufschwungphase als auch die Frühverrentung. Dabei wirkt sich die Wahl der Überschussbeteiligung in der Aufschubfrist erheblich auf die Rendite aus, die der Kunde bis zur Rente erreicht. Die Unternehmen bieten für die einzahlen Phase vier Varianten der Überschussbeteiligung an: die direkt Gutschrift, die Bonuskonten, die verzinsliche Ansammlung und die verzinsliche Ansammlung mit Fondseinlagen. Bei der direkt Gutschrift werden die angesammelten Überschüsse den Kunden regelmäßig Jahr für Jahr direkt gutgeschrieben. Resultat sind die Versicherungsprämie, also der Betrag, der monatlich oder jährlich zu entrichten ist. Im Gegenzug geht dabei jedoch der Zinseszinseffekt verloren, der notwendig ist, um eine gute Rentenzahlung zu erreichen. Deshalb ist diese Form wenig empfehlenswert.
Normalerweise investiert der Versicherer die Überschüsse in einer aufgeschobene private Rentenversicherung gegen Einmalbetrag die Konditionen des Vertrags entsprechend denen des Hauptvertrags. Dadurch erhöht sich auch die Todesfallleistung. Deshalb ist diese Variante, der erste versicherte, in denen Hinterbliebenenschutz wichtig ist. Verzinsliche Ansammlung: Diese Variante nutzt den Zinseszinseffekt für den Versicherten aus. Die Überschüsse werden einem Überschusskonto gutgeschrieben und verzinst. Der Effekt: Die spätere Rente fällt höher aus. Einen ähnlichen Effekt hat auch die verzinsliche Ansammlung mit Fondseinlagen. Allerdings sind Versicherte hier dem Auf und Ab an den Kapitalmärkten stärker ausgeliefert.