Archive for the 'V' Category

Die Versicherungen in der Blütezeit und die Entstehung der Versicherungsaufsicht

Die Blütezeit der Versicherungen begann mit der industriellen Revolution und währt bis heute. 1880 gaben die Deutschen pro Kopf rund fünf Mark für Versicherungen aus, inzwischen sind es schon 2330 DM (Stand 1994). Weder der Gründerkrach nach dem deutsch-französischen Krieg noch die Inflation in den Depressionszeiten der Zwanzigerjahre, noch zwei Weltkriege, noch zwar Währungsreform konnte den Aufschwung der Branche flach halten. Im Gegenteil nützte die Inflation der Zwanzigerjahre sogar einer Versicherungsform: die private Krankenversicherung breitete sich aus, weil weite Bevölkerungskreise wegen Verarmung durch die Inflation zu einer Vorsorge für den Krankheitsfall gezwungen waren. Auch formal ist das deutsche Versicherungswesen zu Beginn des Jahrhunderts in einem teilweise bis heute bestehenden rechtlichen Rahmen gebracht worden: 1901 wurde die materielle Staatsaufsicht mit vorheriger Genehmigung von Bedingungen und Tarifen eingeführt, 1908 wurde das Versicherungsvertragsrecht erlassen. Besonders groß waren die Leistungen der Versicherungen oft bei der Regulierung von Schäden. Nach dem Erdbebenbrand in San Francisco 1906 arbeiteten sie wegen der Plünderer unter Kriegsrecht bei schlechter Versorgung weiter. Die meisten Geschäftsvorgänge mussten ohne Unterlagen aus der Erinnerung rekonstruiert werden. Die Schadensaufwendungen betrugen damals die ungeheure Summe von rund 350 Millionen $. Das 20. Jahrhundert sah auch das Aufkommen des Verbraucherschutzgedankens und die Ausweitung des Sozialstaates vor. Nun, zu Beginn des 21 Jahrhunderts, stehen die Deutschen Versicherungen vor einer neuen Entwicklung: Die Liberalisierung im Zuge des europäischen Binnenmarktes hat das seit 1901 bestehende System der Regulierung verschwinden lassen. 1901 wurde das Versicherungsaufsicht Gesetz beschlossen. Dies wurde erst durch die EU-Kommission Mitte 1994 wieder geändert. Mit der Liberalisierung des europäischen Versicherungsmarktes hat eine Revolution stattgefunden. Die EU-Kommission setzte der strengen staatlichen Aufsicht über das Versicherungswesen ein Ende, die beinahe so alt war wie die Versicherungswirtschaft selbst. So wurde z.B. für die Seeversicherer schnell nach der Entstehung an mehreren Orten Versicherungskammern eingerichtet, die die Ausgestaltung der Verträge überwachten. Die staatliche Aufsicht geht auf die Konzession zurück, in dieser Ende des 18. Jahrhunderts in einigen deutschen Einzelstaaten für Aussteuer – und Sterbekassen, später auch für Sachversicherung eingeführt wurden. Für eine Staatsaufsicht gab es vor allem zwei Argumente: der einzelne Bürger ist nicht in der Lage gewesen und ist nach wie vor nicht der Lage, die Bonität von einzelnen Versicherungsunternehmen zu beurteilen. Die Versicherten überließ den Unternehmen jedoch Geldbeträge für einen künftigen Bedarf , zum Teil über viele Jahre. Deshalb sollte die Erfüllung der zugesagten wissen Leistungen abgesichert werden. Versicherungen haben gegenwärtig eine wichtige Funktion als Kapitalsammelbecken und bei der Übernahme aller wirtschaftlichen Risiken müsse der Staat daher für ein funktionierendes Versicherungswesen garantieren und eine Art Garantiefunktion übernehmen. Ziel der Aufsichtsbehörden ist somit die Wahrung der Belange der Versicherten und die Gewährleistung der dauernden Erfüllbarkeit der Versicherungsverträge. Dabei spielt für die deutschen wie in vielen anderen Bereichen die Erfahrung der Zwanzigerjahre eine große Rolle. In der Inflation gerieten viele große Versicherungsgesellschaften in Schwierigkeiten und trugen zur Destabilisierung der Weimarer Republik bei. Der Nachteil des regulierenden Systems war die weit gehende Gleichheit von Bedingungen und Preisen. In Europa hatte sich jedoch im Zuge der europäischen Annäherung weit gehend das liberale britische Versicherungssystem durchgesetzt. Großbritannien kennt zwar eine Aufsicht über das Finanzgebaren der Versicherer, aber keine Genehmigungspflicht für Bedingungen und Tarife. Die Briten meinen, dass der Kunde in der Lage sein müsse,  Produkt selbst zu beurteilen.

Die Versicherungswirtschaft: Hintergründe und Fakten

Der Versicherungsgedanke ist geprägt von individueller Sicherheit durch die Gemeinschaft. So weit die Theorie vom Grundgedanken ihres Geschäfts. So könnten sich die Versicherungsunternehmen also mit einem Heiligenschein umgeben – und tun dies auch immer wieder, wenn der Versicherungsvertreter voll in die Tasten des GefühlsKlavier greift. In der Tat: ohne Versicherung würde unser Wirtschaftssystem weit weniger gut funktionieren. Bestimmte Risiken sind für einzelne einfach nicht mehr zu kalkulieren. Ohne Versicherung wäre die kommerzielle Raumfahrt ebenso unmöglich wie die Ölförderung. Versicherungen nützen auch dem Verbraucher: wer zum Beispiel einen großen Kredit zum Kauf eines Hauses aufnimmt, bietet seiner Bank als zusätzliche Sicherheit eine Lebensversicherung an. Der Kredit wird für die Bank eine Sicherheit und die kann damit kann die niedrigere Zinsen anbieten. Auch die eigenen finanziellen Existenz kann der Verbraucher gegen die elementaren Risiken des Lebens versichern, zum Beispiel durch eine Haftpflichtversicherung ohne oder eine Berufsunfähigkeitsversicherungen. Die Idee der Versicherung ist also äußerst edel: Versicherungen schützen gegen die nachteiligen Folgen bestimmter Ereignisse. Sie schützen nicht nur den Versicherten selbst, sondern oft auch Dritte. Wer eine Haftpflichtversicherung abschließt, schützt zwar zunächst sich selbst vor der Zahlung von Schäden, aber er sicher damit zugleich dem Geschädigten einen finanziellen Ausgleich. Wer eine Risiko – Lebensversicherungen sechsstelliger Höhe abschließt, tut dies nicht um seinen Sarg zu vergolden, sondern er sorgt für die Hinterbliebenen. Dies ist der ethische Wert der Versicherung. Versicherungen produzieren Sicherheit, sagt ein Werbeslogan zurecht. Gleichzeitig entlasten die Versicherer den Sozialstaat, der sonst für so viele Schäden aufkommen müsste. Doch die Versicherungsidee ist zum Geschäft geworden. Das sollte nicht bedauert werden, denn selbst Hilfseinrichtungen können sicher nicht das gleiche Leistungsangebot bieten wie professionell geführte Unternehmen. Außerdem wäre eine Selbsthilfeeinrichtung, die die heute notwendige Größe einer Versicherung erreichen würde, keine Selbsthilfeeinrichtung mehr. Das zeigt am besten das Beispiel der großen Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit, die aus der genossenschaftlichen Idee stammen. Das ärgerliche – um ein mildes Wort zu gebrauchen – im heutigen Versicherungssystemen ist jedoch, dass die Versicherungen immer mehr überflüssige, falsche und zu teure Versicherungen ersonnen haben und anbieten – und das trotz einer ständigen Beaufsichtigung durch die Behörden zumindest bis Mitte 1994. Die Begriffe Risiko und Gefahr klingen dramatisch. Dennoch ist die Versicherungsbranche sehr wahrscheinlich die konservativ und vorsichtigste Branche der Republik. Ihr Geschäfts beruht auf dem Risiko, definiert als Möglichkeit des Eintritts von schädigenden Ereignissen. Gegen den Eintritt des Schadens kann niemand hundertprozentig geschützt werden, wohl aber gegen dessen wirtschaftliche Folgen. Versicherer sind keine Draufgänger sind, sondern im Grunde ihres Herzens nüchterner Mathematiker. Versicherungen leben vom Zufall. Doch haben die Versicherer vier Methoden an der Hand, den Zufall kalkulierbar zu machen: das Gesetz der großen Zahl. Hierbei handelt es sich um das Kalkulationsprinzip auch der kleinsten Versicherung. Das Gesetz der großen Zahl besagt, dass sie der relativen Häufigkeit zufälliger Ereignisse umso weniger voneinander abweichen, je größer die Zahl der Objekte oder Person ist, bei denen dieser Ereignisse eingetreten können. Entsprechend gilt für die Versicherungen: je größer die Zahl der Versicherten ist, desto stabiler ist die Schadensquote. Zwar kann niemand wissen, wer einen Autounfall erleidet, doch die Gesamtzahl aller Unfälle ist berechenbar und bleibt auch über die Jahre hinweg in Relation zur Zahl der versicherten Fahrzeuge recht konstant. Aufgrund dieser Zahl unterdurchschnittlichen Schadenshöhe kann der Beitrag berechnet werden. Ferner gruppieren Versicherungen Menschen zu gleichen Risikogruppen. Wenn sich viele Menschen in einer so genannte Versichertengemeinschaft oder Gefahrengemeinschaft zusammenschließen, ergibt sich ein Risikoausgleich. Die Gemeinschaft ist jedoch menschlich: die Mitglieder kennen sich untereinander nicht, jedes Mitglied suchte einen individuellen und egoistischen Ziele materieller Art verwirklichen. Gemeinschaft ist also ein ein rein technischer Begriff. Die Versicherer bemühen sich um so genannte gute Risiken, damit sie zumindest kurzfristig besonders erfolgreich sein können. Das bekannteste Beispiel dazu ist die Gesundheitsprüfung in der Lebensgefahr der Krankenversicherung. Außerdem müssen bestimmte Berufsgruppen in einigen Versicherungen Zuschläge zahlen, andere bekommen dagegen Rabatte. Mit steigender Zahl der Verträge aber wird sich in Versicherung wieder den Durchschnitt annähern. Eine vorsichtige Zahlungspolitik der Versicherungen betrifft vor allem die Höhe der Versicherungssummen.

Einflussfaktoren auf Versicherungsaktien

der wichtigste fundamentale Faktoren bei einer Versicherungsaktien ist die Entwicklung der Zinsen. Wenn sich der Zinsen am Kapitalmarkt ändert, kennen sich die Gewinnaussichten der Versicherungen genau in gegenläufiger Richtung. Sind das Kursniveau am Rentenmarkt – die Renditen steigen also -, müssen die Versicherungenabschreibungen bei börsennotierten Rentenpapiere machen. Allerdings bedeuten diese Abschreibungen bei Umkehr des Zinstrend auch wieder stille Reserven. Kursverluste während der Laufzeit von Rentenpapiere werden meist durch die höheren Zinsen bei der Wiederanlage Zinseinnahmen ausgeglichen. Bleiben die Zinsen längere Zeit hoch, erzielen die Versicherungen laufend hohe Zinseinnahmen. Allerdings besteht die Gefahr verminderte Profitabilität, wenn die Situation zu einer Senkung der Prämien führt, weil die höheren Zinseinnahmen als Konstante kalkuliert werden. Phase niedriger Zinsen können den gegenteiligen Effekt haben. Empirisch gesehen zeigen die Versicherungsaktien bei Zinssteigerungen am Kapitalmarkt eher eine relative Schwäche. Versicherungen gehören vor allem in Zeiten der Börseneuphorie mitsteigenden Kursen zu den bevorzugten Anlagen werden. Die so genannten Betafaktoren wie die relative Entwicklung der Kurse zum allgemeinen Trend ergeben, sind bei Allianz und Münchener Rück größer als eins. Das bedeutet, dass diese Werte bei positiver Börsen Entwicklung relativ stärker steigen als der Index, bei negativer Börsenentwicklung aber auch stärker fallen. Der Grund dafür ist die Substanzfantasie, denn mit den Kursgewinnen an der Börse steigt auch der Wert der Kapitalanlagen der Versicherung. Bei Kurs Verlusten fällt er entsprechend. Die wirtschaftliche Entwicklung der Versicherungen ist abhängig vom allgemeinen Wirtschaftswachstum. Fast alle Zweige profitieren von einer Zunahme des Bruttosozialprodukts. Die Personenversicherung profitiert von den wachsenden Einkommen, in die Industrieversicherung von Steigerungen der Kapazität und Produktion. Versicherungen sind allerdings weniger von Konjunkturschwäche betroffen, da die Prämien auch von Bestands Größen wie dem Vermögen abhängen, die sich nur langsam verändern. Vom Export an Wechselkursschwankungen sind Versicherungen dagegen wenig betroffen. Sie gehören zu den willen orientieren werden. Sogar bei der Allianz, die rund 50% ihrer Prämieneinnahmen im Ausland erzielt, ist der Gewinn relativ unabhängig von der Wechselkursentwicklung, da die gezeichneten riesigen Kapitalanlagen der gleichen Währung wie die Prämie gedeckt werden. Ff. fundamentale Bewertungskriterien für Versicherungen gibt es: da wäre zunächst einmal die Beitragshöhe und das Matrox Wachstum; ferner die Entwicklung der Kosten sowie die Zusammensetzung des Versicherungsbestandes (Massengeschäft, Stornoquote) schließlich sind noch die Höhe, was Wachstum und die Zusammensetzung der Kapitalanlagen ausschlaggebend. Ein gewisses Risiko stellt für die Versicherungen auch eine hohe Inflation dar. Die Beitragszahlung ist vor dem Schadensfall fällig, was vor allem dann ein Verlustrisiko sein kann, wenn die Deckung auf dem Neuwert basiert. Gerade bei langen laufenden Verträgen mit gleich bleibenden Prämien kann nicht eintreten. Am stärksten betroffen ist die Haftpflichtversicherung, wie viele Spätschäden verzeichnet. Allerdings können die Zinseinnahmen das Inflationsrisiko gut ausgleichen. Oberflächliche Betrachter halten gelegentlich die deutschen Versicherungen für ihre Kandidaten einer Übernahme durch ausländische Unternehmen. Dies liegt daran dass die großen deutschen Versicherer alle an der Börse notiert und das Kapital breit gestreut ist. Doch der Übernahme steht die Form der bei Versicherungen verbreiteten Ausgabe der Anteilsscheine artikulierte Namensaktien entgegen. Diese Aktien vom Herz auch rund 1/3 aller inländischen Aktiengesellschaften begeben, doch keiner Branche so intensiv wie die versicherungswirtschaft. Dabei handelt es sich um Namensaktien, bei denen die Gesellschaft, meist der Vorstand -, darüber entscheidet und der Aktienkäufe auch stimmberechtigte Aktionär wird. So sind Versicherungen vor Übernahme gefeit.

Die Grundlagen der modernen Versicherung: Rationalismus, Mathematik und Geld

Die moderne Versicherung selbst einer rationalistische Einstellung zum Lebenunterwelt voraus. Sie kam erst mit dem Rationalismus des 17. Jahrhunderts auf. Dazu gehört die Vorstellung, der Rest der Weltablauf festen Gesetzmäßigkeiten unterliegt, die der Mensch erkenne exakt fassen kann. Solange der Welten Lauf von unberechenbare Dämonen abgehängt oder ohnehin durch göttlichen willen vorbestimmt ist, gibt es auch keine rechte Grundlage für umfassende Versicherungen. Sozialwissenschaftler halten das Versicherungswesen für das magische Prinzip der Neuzeit. Ende des 17. Jahrhunderts setzte sich die nüchterne Kalkulation durch: die Kaufleute werden übersinnliches ab, berechneten das Risiko und versichern es gegen eine Prämie. Die Ausbreitung der Versicherung wurde jedoch durch juristische Bedenken gehemmt. Das römische Rechtverbot, einen freien Menschen (wohl aber Sklaven) zum Gegenstand einer materiellen Bewertung zu machen. Auch die Behörden sah noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Abschluss einer Versicherung eine Spekulation des Versicherten mit dem Ziel der Bereicherung. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts unterlag daher der Abschluss privater Versicherungsverträge in Preußen strengen behördlichen Kontrolle: eine Überversicherung war streng untersagt, Entschädigungen durften oft nur nach polizeilicher Kontrolle gezahlt werden. Über den Beginn der Moderne gibt es die verschiedensten Theorien. Eine davon ist, dass er mit der Blüte der Wahrscheinlichkeitsrechnung zusammenfällt. Der französische Philosoph und Mathematiker Blaise Pascal gegen Mitte des 17. Jahrhunderts nicht nur den Gewinnchancen beim Roulette nach, sondern auch beim Glauben. Die wichtigste faule Versicherungsmathematik ergibt sich analog zu den Gewinnchancen: Risikoausgleichschadenshöhe mal Eintrittswahrscheinlichkeit. Damit soll das Risiko aktiviert werden. Die Versicherung macht die großen metaphysischen Rätsel der Menschheit erträglich: Tod, Krankheit und Unglück aller Art verlieren ihren Schrecken. Die Wissenschaft der Mathematik versuchte in der Folge auch den Zufall mathematisch zu erfassen. Im 17. Jahrhundert entwickelte de Royal Society in London die wissenschaftliche Statistik. Voraussetzung des Versicherungswesen ist das Geld denken. Denn definitionsgemäß ist die Versicherung die finanzielle Vorsorge für einen ungewissen, war schätzbaren Bedarfs. Alles versicherbarer muss in Geld ausgedrückt werden. Leben und Tod, Geburt und Heirat und auch der Verlust der Jungfräulichkeit werden zu Beginn des 18. Jahrhunderts versichert. Das unterscheidet die moderne Versicherung von den Versorgungseinrichtungen im Zeitalter der Natural Wirtschaft. Die moderne Versicherungswirtschaft ist auch ein Kind der Industrialisierung. Mit der Industrialisierung wurden die vorherigen gesellschaftlichen Bindungen aufgelöst. Im Liberalismus war der einzelne auf einmal dem Kampf ums Dasein ausgesetzt. Damit wuchs das Bedürfnis nach individueller Lebens Sicherung. Mit wachsendem Wohlstand wird aus dem Streben nach sozialer Sicherheit immer stärker die Nachfrage nach privaten Versicherungsleistungen, die schließlich auch mit einer Kapitalanlage verknüpft werden. Nach der sich Versicherung folgte die Feuerversicherung. In Schleswig, Holstein so genannte Brand geben entwickeln. Diese Feuerversicherungseinrichtungen gelten als der Ursprung dieses Versicherungszweiges nach dem Gegenseitigkeitsprinzip und am dritten Dezember 1591 wurde Hamburg der erste Feuerkontrakt für Hauseigentümer abgeschlossen. Der dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 in die Folgen der Zerstörung ließen den Brand dazu aufkommen, die bei der Genehmigung durch Behörden oder Geistlichkeit abgebrannt. Der Brent Bettler jedoch gelegentliche Gruppen auftraten, wurden sie zu einer politischen Gefahr. Daher wurden per Erlass des Landesherrn Feuersozietät nur beim Kammergericht. Nach mehreren Brennt in Hamburg zwischen 1672 an 1676 wurde die erste öffentlich – rechtlichen Versicherung verabschiedet. Die ständische Institution übernahm die Verträge hamburgische Grundstückseigentümer, in denen beim Brand Entschädigungszahlung zugesagt wurden. Leibnitz weist auf die Hamburger Feuerkasse in einer Denkschrift Sun Einrichtung von Versicherungsanstalt 1697 als ein schönes Exempel. Die Hamburger Feuerkasse versichern noch heute alle Gebäude in Hamburg gegen Feuer -, Sturm – und Hagel Schäden und ist die älteste bestehende Versicherungseinrichtung der Welt. 1706 wurde in London die älteste Lebensversicherung der Welt gegründet. Ihr Tarif wurde zur Grundlage der Versicherungsmathematik. In Deutschland lösten nach 1800 mathematisch fundierte Lebensversicherungen die weit verbreiteten, aber ohne exakte Kalkulation arbeitenden unterschiedlichen Sterbeklassen ab. An die Lebensversicherung war allerdings zunächst eine Versicherung der wohlhabenden Kreise. Das werde sich erst mit dem zunehmenden Wohlstand.

Vermögen im Alter: Anlagekontrolle ist wichtig

Ein Anleger, in der die Früchte seines lebenslangen Sparens ernten will, muss es mehr tun, als nur die Anlagen zu verbrauchen. Er muss im Prinzip sein eigener Finanzchef werden. Um möglichst lange etwas von Kapital zu haben, lohnt sich jedoch die Mühe. Als Erstes sollte sich der Anleger einen Wirtschaftsplan ausarbeiten: Wie hoch ist der Finanzbedarf in den nächsten Jahren? Wie viel Kapital muss zum monatlichen Rente dazu beschossen werden? Wie lässt sich dessen Vermögen in Einklang bringen? Ich spiele viele Fondsgesellschaften bieten ihren Anlegern Entnahme gedanklicher Auszeit klären. Solche Pläne vorzunehmen wie ein Vertretersparplan: einiger Zeit nicht nahe, sondern entnimmt regelmäßig wahr. Das Geld, was bereits mit Frau angesprochen wurde, fließenden Frauen geboren wird aus diesem Depot regelmäßig ausgezahlt. Übrigens muss diese Auszahlung nicht monatlich erfolgen. Auch eine vierteljährliche Fahrweise ist denkbar. Der Sparer kann darüber hinaus entscheiden, in welche Investmentfonds er sein Kapital steckt will. Aus der Höhe des eingezahlten Vermögens, der Wertentwicklung des Voraus und der Laufzeit ergibt sich dann die Höhe der regelmäßigen Auszahlung. Allerdings ist eine bestimmte Mindestsumme nötig kam aus der die Auszahlung fließen kann. Das Verlangen zumindest die Fondsgesellschaften. Sie bieten außerhalb der meist erst ab nicht jede Fondsgesellschaft bietet darüber hinaus Auszahlpläne. Bei Auszahlpläne mit Verzehr werden aus dem Vermögen nicht nur laufende Erträge, sondern auch ein Teil des Kapitalstocks ausgezahlt. Je nach Höhe dieser Raten und den Wertschwankungen der Voraus reicht das Geld entsprechend lange. So ist bei einer monatlichen Auszahlung von 1000 € und einer zehnprozentigen Wertentwicklung im Jahr ein Aktienfonds, der mit 100.000 € angespart es, nach 16 Jahren und neun Monaten verbraucht. Eine eigene Wohnung oder ein eigenes Haus soll im Alter Miete sparen. Das ist das häufigste Argument, wenn über den Kauf einer Immobilie zwecks Altersvorsorge nachgedacht wird. Doch ein Immobilie-Kapital und optimiert Ersparnissen im Alter nun wirklich aufwiegt, sei dahingestellt. Außerdem zieht es immer mehr Rentner in den sonnigen Süden. Ein großes Eigentumswohnung lässt sich das schlecht mitnehmen. Warum also sollte eine Immobilie nicht zu Geld gemacht werden? Die nächstgelegene Idee, in die selbst genutzte Immobilie zur Finanzierung eines Ausgang Lebensabend zu nutzen ist ihr Verkauf. Im Gegensatz zur vermieteten Immobilie müssen zwischen Bauerwerb kein Jahr vergangen sein, solange läuft nämlich die Spekulationsfrist bei Immobilien, in ist, in der der Fiskus die Hand aufhält, wenn eine Immobilie mit Gewinn verkauft wird. Der Erlös aus dem Verkauf selbst genutzten Wohneigentum steuerfrei, wenn der Besitzer von Anfang an oder zumindest im Verkaufs Jahr und in den beiden Jahren davor ausschließlich selbst darin gewohnt hat. Das Geld aus dem Verkauf kann der Ruheständler auf unterschiedliche Weise nutzen. Er kann es z. B. zu Verkauf einer privaten Rentenversicherung gegen Einmalbetrag verwenden und eine lebenslange Rente beziehen, oder es in sicherer Anlageform investieren Teil zum Ertrag, teils von Kapital leben. Er kann natürlich auch ein Teil des Kapitals verwenden, um sich in eine Seniorenresidenz einzukaufen. Möchte er nicht wieder zur Miete wohnen, kommt eine kleinere Eigentumswohnung oder Appartement infrage. Oft ist es ohnehin sinnvoll, zu Beginn des dritten Lebens Abschnitts über eine zu gewordene Eigentumswohnung oder ein Haus nachzudenken, aus dem die Kinder längst ausgezogen sind. Viele ältere Eigentümer allerdings nicht umziehen oder nutzt er mit seinem Ehepartner die Immobilie auch nach dem Auszug der Kinder gern weiter, sollte über einen Verkauf des Objekts zum Vorzugspreis an Sohn oder Tochter nachgedacht werden. Das betreffende Familienmitglied vermittelt die Immobilie dann umgehend zu günstigen Bedingungen an die Eltern. Das Finanzamt erlaubt einen Mietnachlass bis unterhalb selbst der marktüblichen Miete. Ganz ausschöpfen sollte man diese Minderung jedoch nicht: Ändert sich das Preisniveau der Immobilie, könnte das Finanzamt die Steuervergünstigung wieder passieren. Bei dem Geschäftskauf gegen Vermittlung kann der Nachwuchs in der Steuererklärung alle steuerlichen Vorzüge einer vermieteten Immobilie – Absetzung für Abnutzung (ASA) Erhaltungsaufwendungen, Schuldzinsen – Geltendmachen. Die Mieteinnahmen müssen natürlich versteuert werden.

Strategien für die Vorsorge: Absicherung der persönlichen Risiken

Wer früh beginnt, für das Alter vorzusorgen, sollte nicht nur Kapitalerträge im Auge haben. Gerade in den ersten Jahren der Berufstätigkeit drohen viele existenzielle Gefahren, wie z. B. die Berufsunfähigkeit. Und welche junge Familienvater oder welche junge Mutter denkt schon an die Hinterbliebenen? Doch solche Überlegungen müssen dringend angestellt werden. Berufseinsteiger sollten für den Fall der Berufsunfähigkeit mit einer entsprechenden Police vorsorgen. Die Versicherung zahlt eine monatliche Rente, wenn Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf nicht mehr ausüben kann.

Dabei empfiehlt es sich, mindestens 1000 € monatliche Berufsunfähigkeitsrente zu vereinbaren. Die Zahlungen einer Berufsunfähigkeitspolice sollte bis zum Eintritt des Rentenalters mindestens jedoch bis zum 60. Lebensjahr erfolgen.
Am Preiswerten ist es, die Berufsunfähigkeitspolice mit einer Risikolebensversicherung zu verbinden. Die Risikolebensversicherung tritt beim Tod des Versicherten in Kraft und zahlt dann eine Summe an die Hinterbliebenen aus. Übrigens empfiehlt es sich für junge Familien, die Todesfallleistungen höher anzusetzen. Berufsunfähigkeitsversicherungen werden auch in Kombination mit Kapitallebensversicherungen oder privaten Rentenversicherung angeboten. Allerdings ist von einer solchen Verknüpfung der abzuraten. Denn die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente hängt bei diesen Produkten meist von der Versicherungssumme (Kapitallebensversicherung) oder der Altersrente (private Rentenversicherung) ab. Um das Risiko Berufsunfähigkeit ausreichend abzusichern, müssen bei diesen Kombinationen sehr hohe Prämien gezahlt werden.

Eine private Haftpflicht hingegen hat nicht wirklich mit der Altersversorgung tun. Und dennoch sah sie an dieser Stelle erwähnt. Der Grund: Sie schützt den Versicherten vor Schaden und schätzbaren Vermögensverlust. Deshalb ist eine Privathaftpflichtversicherung eine wichtige Police. Wer einen Schaden verursacht, sei es grob fahrlässig oder durch einfache Unachtsamkeit, haftet dafür. Der Versicherer haftet unbegrenzt. Das kann Verpflichtungen in Millionenhöhe führen.

Dabei gibt es die Privathaftpflicht schon für rund 100 € im Jahr. Der Schutz einer solchen Police gilt übrigens auch für alle Familien mit Kind. Auch unverheiratete Paare und der Versicherungsgesellschaft über gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften können gemeinsam eine Haftpflichtversicherung abschließen, wenn sie im gleichen Haushalt leben. Als Deckungssumme gilt die Summe bis zu der im Schadensfall geleistet wird, im Allgemeinen eine Million €. Doch bei Personenschäden mit hohem Schmerzensgeld oder sogar einer lebenslangen Schmerzensgeldzahlung an den Geschädigten kann sich eine solche Summe schnell als zu gering erweisen. Da ist es sinnvoller, in Tarif zu wählen, bei Personenschäden bis zu 3 Millionen oder sogar unbegrenzt versichert sind
Wer rechtzeitig anfängt, über die Altersvorsorge nachzudenken, hat keinen Grund zur Panik. Zwar können Anleger, je später sie einsteigen, den Zinseszinseffekt nicht mehr so optimal ausnutzen, wie junge Sparer. Dafür haben sie andere Pluspunkte. So können z. B. ab 41, wenn sich bei vielen die Einkommenssituation stabilisiert hat, relativ problemlos größere Summen aus dem monatlichen Einkommen investiert werden.

Vorausgesetzt natürlich, es wurden nicht riesige Schuldenberg angehäuft. Für diesen Fall gilt noch immer: Die beste Geldanlage ist die Tilgung von Krediten. Manchmal gibt es auch die berühmten Umstände: Eine Erbschaft von Reingewinnen oder Zuflüsse seiner Lebensversicherung bringen finanziellen Segen ins Haus. Dieses unerwartete Geld sollte unbedingt gewinnbringend angelegt werden. Die Erfahrung lehrt, dass sich Anleger gerade bei größeren Summen schwer tun. Welches ist die richtige Alternative? Wo liegt mein Geld sicher? Viele Sparer neigen dazu, aus Angst vor einer Entscheidung Geld lange und unverzinslich ruhen zu lassen. Das ist in jedem Fall ein Verlust. Denn dort liegt das Kapital schlecht. Deshalb muss eine Entscheidung getroffen werden. Bevor das Kapital angelegt wird, sollte sich der private Investor über seine Ziele im Klaren sein.

Vorsorgestrategien: Wie werden Beteiligungen besteuert?

Beteiligungen an Unternehmen sind für Mitarbeiter häufig günstiger zu haben als beispielsweise auf dem Aktienmarkt. Der Betrag, den Arbeitnehmern dadurch einsparen, gilt eigentlich als Arbeitslohn. Aber er muss versteuert werden und von den Sozialabgaben ist er ebenfalls ausgenommen. Bis zu 154 € dürfen Arbeitnehmer auf diese Art zusätzlich beisteuern – und abgabenfrei verdienen. Über die Beteiligung darf nicht vor Ablauf von sechs Jahren verfügt werden. Indes ist die Kombination von Bausparvertrag und Fonds am Besten geeignet, den höchstmöglichen staatlichen Zuschuss zu erhalten, haben auch die Anbieter von Bausparverträgen vor Sparplänen gemerkt. Sie preisen dementsprechende Kombipakete. Wer ein wenig mehr Aufwand nicht scheut, fällt allerdings häufig besser, wenn er sich die Kombination aus dem günstigen Bausparvertrag und dem günstigen Fondssparplan selbst zusammenstellen.
Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass zwei Verträge abgeschlossen werden- einen über das Bausparen und einen über den Beteiligungskauf. Das Hauptaugenmerk sollten Anleger dabei auf die Rendite des Bausparvertrags liegen. Denn zum einen ist dessen Anteil am Kombipaket meist deutlich höher, zum anderen ist seine Rendite, im Gegensatz zu der das Haus, sicher und nicht von Kursschwankungen abhängig.
Junge Leute denken weniger an Altersvorsorge in ihrem Alltag. Für sie ist deshalb die Altersvorsorge im Prinzip nicht das vorrangige Thema. Dabei haben Erwerbstätige zwischen Berufseinstieg und dem 42. Lebensjahr entscheidende Vorteile: Sie können mit geringeren monatlichen Summen für das Alter vorsorgen. Aufwendungen tun der Haushaltskasse also nicht weh. Außerdem nutzen sie mit den angelegten Beträgen den Zinseszins perfekt und optimal aus. Denn bei der automatischen Wiederanlage der Erträge werden auch aus regelmäßigen Zahlungen kleinerer Beiträge im Laufe der Zeit stattliche Erträge. Den ersten Schritt beim Vermögensaufbau machen viele mit einem Sparplan einer Bank oder Sparkasse zumindest, seitdem es sich herumgesprochen hat, dass das Sparbuch wegen der zu niedrigen Zinsen und auch vollkommen außer Mode gekommen ist. Sparpläne sind Anlagen mit regelmäßig festen Sparer. Dabei beträgt die Mindestrate oft 50 €. Damit können auch Anleger, die nur ein kleines Budget zur Verfügung haben, mit dem Verbindungsaufbau starten. Am weitesten verbreitet sind Sparpläne mit jährlich fälligen und prozentual steigenden Bonus auf die Sparkassen des abgelaufenen Jahres. Er wird meist ab dem dritten gezahlten Euro mitverzinst. Allerdings ist die überwiegende Mehrzahl der angebotenen Sparpläne mit eher mittelmäßiger Rendite gesegnet. Sie liegt bei durchschnittlich 3,5% für Sparpläne mit dreijähriger Laufzeit. Länger laufende Verträge können bis zu 6% bringen. Dabei muss der Sparer sich jedoch für Laufzeiten von bis zu 10 Jahren entscheiden. Dabei sind variable Laufzeiten für Anleger empfehlenswert. So besteht die Möglichkeit zu einem früheren Zeitpunkt an das Geld zu kommen. Wer sich für lange Zeit festlegt, wahrt die Chance, sein Geld früher oder später in ein besseres Investment zu stecken. Viele Sparpläne bieten eine variable Verzinsung an. Damit kann die Bank oder Sparkasse den Zins jederzeit anpassen. Das ist für Sparer nur solange von Vorteil, wie das Kreditinstitut Zinsen erheben wird. Außerdem sollte der Anleger bedenken, dass der Zins eines variabel verzinsten Sparplan nach oben als auch nach unten rutschen kann. Ein Sparplan eignet sich also mit Blick auf die Altersvorsorge nur bedingt. Er kann dazu dienen, über eine kürzere Laufzeit Kapital für ein sich ergebendes besseres Investment anzusparen.

Vorsorgestrategien: staatliche Förderung

Beim Vermögensaufbau helfen Arbeitgeber und Staat – der eine mit vermögenswirksame Leistungen (VL), der andere mit Arbeitnehmersparzulage, Wohnungsbauprämie und Steuervergünstigungen. Vermögenswirksame Leistungen vom Arbeitgeber erhalten alle beschäftigten Arbeitnehmer, Auszubildende, Beamte, Richter sowie Berufs-bzw. Zeitsoldaten. Wie hoch diese vermögenswirksame Leistungen sind, steht im jeweiligen Tarif oder Arbeitsvertrag. Ein gesetzlicher Anspruch besteht allerdings nicht. Je nach tarifvertraglichen Leistung zwischen 4-8 € monatlich. Im Jahr kommen so zwischen 96 und 84 € zusammen. Vermögenswirksame Leistungen können in die unterschiedlichen Anlageform fließen: in einem Bausparvertrag, um die Schulden fürs eigene Haus oder die eigene Wohnung zu tilgen, oder aber in Beteiligungen wie Aktien, Anteile an Fonds oder Mitarbeiterbeteiligungen, wie beispielsweise Belegschaftsaktien. Für diese Geldanlagen gibt es dazu aber staatliche Zulagen. Außerdem können vermögenswirksame Leistung für einen raren Sparplan bei der Bank aufgewendet werden. Infrage kommt auch die Einzahlungen eine Lebensversicherung. Der Vertrag muss jedoch den Bedingungen des Vermögensbildungsgesetzes genügen. Arbeitnehmer müssen, sobald der entsprechende Vertrag abgeschlossen wurde, ihren Arbeitgeber unterrichten. Denn dieser überweist die vermögenswirksame Leistungen, bar auszuzahlen, sind sie nicht. Die Leistung war nämlich fest angelegt worden, damit sie für den Aufbau eines privaten Vermögens wirksam werden. Bei der Entscheidung für die eine oder die andere Anlageform sollten sich Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen auch immer nach dem zusätzlichen staatlichen Unterstützung beim Vermögensaufbau erkundigen. Den vielen, die während ihres Berufslebens die vermögenswirksame Leistung der Arbeitgeber in Anspruch nehmen, können unter anderem auf die Arbeitnehmersparzulage zugreifen. Um diese staatliche Förderung zu erhalten, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt werden: Das Geld muss in bestimmte Anlageform fließen, und das Jahreseinkommen des Versicherungsfalles darf bestimmte Höchstgrenze nicht überschreiten. So darf das zu versteuernde Jahreseinkommen für Alleinstehende nicht mehr als 17.900 €, für Verheiratete nicht mehr als 35.800 € betragen. Diese Limits beziehen sich, wie gesagt, auf das jährliche zu versteuernde Einkommen. Das bedeutet, was alles, was abzugsfähig ist, wie beispielsweise die Werbungskosten, vom Bruttoeinkommen herunter gerechnet werden darf. Die Einkommensgrenzen werden so in der Regel bei folgenden laufenden Bruttoverdienst pro Monat nicht überschritten: Bei circa 1750 € für Alleinstehende ohne Kinder, circa 3004 € für verheiratete Alleinverdiener ohne Kinder, circa 4052 € für verheiratete Alleinverdiener mit zwei Kindern. Der Arbeitgeber, der die vermögenswirksame Leistungen für den entsprechende Arbeitnehmer in die geforderte Anlageform einzahlt. Arbeitnehmer, der das Geld für das jeweilige Investment vom eigenen Konto überweisen, erhalten keine staatliche Förderung. Der Weg zur Sparzulage für über das Finanzamt: Hier müssen Anleger wie jedes Jahr zusammen mit ihrer Steuererklärung beantragen. Es stellt hierfür eine Bescheinigung aus, die mit den übrigen Steuerunterlagen eingereicht werden muss. Wenn die siebenjährige Sperrfrist abgelaufen ist, zahlt das Finanzamt auf einen Schlag die Fördersumme aus. Die Zulage auf die vermögenswirksame Leistungen wird nur gezahlt, wenn das Geld vom Arbeitgeber in einem Bausparvertrag oder Einzahlung zur Entschuldung von Wohneigentum fließt. Keine staatliche Zulage gibt es für Lebensversicherungen oder Bankensparpläne. Diese maximale Sparzulage bekommt, wer im Jahr 480 €, also 40 € im Monat, dann vermögenswirksame Leistungen vom Arbeitgeber auf sein Bausparkonto überweisen lässt. Wer weniger vermögenswirksame Leistungen erhält, kann ein Teil seines Einkommens der monatlichen VL-Überweisung seines Arbeitgebers zuschlagen und damit, wie die Zahlung von 40 € monatlich bleiben, die höchstmögliche staatliche Förderung in Anspruch nehmen. Das funktioniert selbst dann, wenn Arbeitgeber gar keine vermögenswirksame Leistungen zahlt, denn selbst wenn die Überweisung auf das Bauspar Konto komplett aus dem Einkommen des Mitarbeiters stammt, zahlt der Staat die zehnprozentige Sparzulage.

Was muss bei Versicherungen bedacht werden?

Wir leben in einer Welt voller Risiken. Versicherungen übernehmen einen Teil der Risikoabsicherung. Selbstverständlich gibt es einige Risiken, gegen die man sich nicht absichern kann. Wer zu Fuß zur Haltestelle geht, ist stärker unfallgefährdet als derjenige, der mit dem Wagen von Tür zu Tür fährt. Büroangestellte können sich eine Zeit lang in relativer Sicherheit wiegen, obwohl auch ihnen Schlaganfälle drohen. Das allgemeine Lebensrisiko ist den meisten Menschen heute bewusst. Daraus folgt, dass kein Risiko ausgeschlossen werden kann, Leben ist definitionsgemäß Risiko. Jeder Einzelne muss für sich entscheiden und abwägen welche Risiken er versichern und zulassen oder ertragen will.

Grundsätzlich gibt es ein paar altbewährte goldene Regeln für den Versicherungsabschluss. Absolut notwendig sind zum Beispiel Versicherungen gegen die größten existenzbedrohenden Risiken. Dazu zählen Haftpflicht und Berufsunfähigkeit. Nicht notwendig hingegen sind Versicherung gegen geringfügige finanzielle Schäden.
Sachversicherung wie zum Beispiel eine Glasversicherung sind wegen der hohen Verwaltungskosten meist unwirtschaftlich. Unwichtig sind Versicherung gegen finanzielle Schäden die notfalls auch ohne größere Mühe selbst bezahlt werden können. Dazu zahlen je nach Geldbeutel unterschiedliche Kosten. Purer Luxus sind hingegen oft die Vollkaskoversicherung, die Rechtsschutzversicherung oder die Reisegepäckversicherung. Bei Versicherungen, die mit einem Sparplan verknüpft sind, gilt es grundsätzlich genau zu prüfen, ob sie sich tatsächlich so lohnen. Ausbildungsversicherungen, Aussteuerversicherungen oder eine Unfallversicherung lohnen sich zum Beispiel häufig nicht, eine Kapitallebensversicherung rentiert sich nur in bestimmten Fällen.

Auch der Abschluss von Zusatzversicherungen wie eine Krankenhauszusatzversicherung will wohl überlegt sein. Niemand braucht wirklich diese Art von Luxusversicherungen, doch wer diesen Komfort in Anspruch nehmen möchte, sollte es dann tun.
Es empfiehlt sich stets, ein Limit höher die jährlichen Versicherungsausgaben zu setzen.Dafür bieten sich beispielsweise 5% des Nettoeinkommens zuzüglich Krankenversicherung an. Außerdem kann auch die Kapitallebensversicherung gesondert geführt werden, falls damit erhebliche Steuer gespart werden können. Dieses Limit für dazu, dass nicht notwendige Versicherung von vornherein wegfallen. Pro Jahr sollten etwa 1500 € in einem gesonderten Sparbuch angelegt werden. Diese Summe könnte mit einer Sondersparbuch entsprechend angelegt werden. Es empfiehlt sich außerdem, hohe Selbstbeteiligungen zu vereinbaren. Die Versicherungsgesellschaft spart dadurch Verwaltungskosten, der Versicherte wiederum am Beitrag als Schutz gegen existenzbedrohende Schäden. Versicherungsvertreter werden weniger Freude an einer geringen Selbstbeteiligung haben. Der Versicherungsmakler verdient nämlich prozentual an der Prämie und die ist ohne Selbstbeteiligung natürlich höher. Für die gängigen Privathaftpflicht- und Rechtsschutzversicherungsmodelle lohnen sich Selbstbeteiligung definitiv noch nicht. Um einen Versicherungsvertrag abzuschließen, ist der beste Weg zur richtigen und günstigen Versicherung der Postweg. Nachdem der Verbraucher zunächst seinen Bedarf geprüft hat, und eine grundsätzliche Entscheidung für eine bestimmte Versicherungsart getroffen hat, sollte er die günstigste Gesellschaft suchen. Dies geht am einfachsten über schriftliche Anfragen-Online-Anfragen werden oft an den nächstgelegenen Versicherungsvertreter vermittelt, der ein Verkaufsinteresse verfolgt. Aus den Angeboten kann er sich dann das Beste aussuchen.

Um seinen Versicherungsbedarf zu prüfen, sollte als Kriterium die mögliche Schadenhöhe dienen: je höher der mögliche Schaden, desto wichtiger ist der Versicherungsschutz. Hierfür war eine Versicherung ursprünglich auch vorgesehen. Sie liegt in der gemeinsamen Bewältigung von Risiken wie dem Verlust eines Schiffes oder den Verlust eines Hauses. Kleinere Schäden sollte jeder Haushalt selbst tragen. Somit ergibt sich folgendes Bild: Die Privathaftpflicht ist die wichtigste aller Versicherungen – personenunabhängig. Das Risiko, vor dem die Privathaftpflicht schützt, ist weder zeitlich noch in der Höhe überschaubar und kann die gesamte Existenz gefährden. Je nach Alter und Familienstand ist die Berufsunfähigkeitsversicherung die zweitwichtigste Versicherung: Insbesondere wenn man jung ist, kann ein Unfall oder eine Krankheit das ganze Leben auch finanziell zerstören. Auch eine Risikolebensversicherung ist zu empfehlen.

Klauseln bei Versicherungen- Vorsicht ist geboten!

Viele Klausen in Versicherungsbedingungen tauchen in identischer oder sehr ähnlicher Formulierung in der gesamten Versicherungsbranche auf. Eine Reihe von ihnen, die den Versicherungsnehmer unangemessen benachteiligen, sind unwirksam!

Dies wissen nur die Wenigsten. Dabei handelt es sich um das Ergebnis langwieriger Prozesse, die Pioniere in diesem Bereich geführt haben. So sind z. B. Vertragslaufzeit über mehr als fünf Jahre, der Ausschluss der Erstattung von Heilbehandlungskosten ausländischer Staatsangehöriger bei Reisen in das Heimatland der generelle Ausschluss von Vorerkrankungen in der Restschuldlebens- oder Reisekrankenversicherung absolut unwirksame Klauseln.

Jeder Versicherungsnehmer sollte dies wissen, bevor er eine Versicherung abschließt.

Pioniere, denen die Ehre gebührt, diese Urteile erstritten zu haben, sind vor allem die Verbraucherzentralen der Verbraucherzentralenbundesverband in Berlin, in letzter Zeit auch häufiger der Bund der Versicherten.

Wenn Sie persönlich eine Zweifel daran haben ob eine Klausel, auf die sich der Versicherer beruft, zulässig ist, können Sie Ihrer Verbraucherzentrale die Korrespondenz mit dem Versicherer und die entsprechende Klausel vorlegen. Die Anschrift der Verbraucherzentralen in ihrer Region können Sie im Internet unter www.verbraucherzentralen.com einsehen. Sie bieten die Möglichkeit dem Versicherer die Anwendung unwirksame Klausel gerichtlich verbieten zu lassen. Wenn es um Ansprüche gegen ihren Versicherer, beispielsweise nach einem Schadensfall – geht, können sie sich auch an den Ombudsmann für Versicherungen (www.Versicherungungsombudsmann.de) wenden-aber erst, wenn sie zuvor ihren Schadensanspruch bei ihrer Versicherung erfolglos geltend gemacht haben.

Wie können Sie mehr aus ihrem Geld machen – im Hinblick auf Versicherung vorteilhaft ist sicherlich die regelmäßige Überprüfung aller Versicherungen; vor allem bei Ereignissen wie der Hochzeit, wenn sich Nachwuchs ankündigt, vor einen Auslandsaufenthalt, Berufswechsel, Arbeitslosigkeit, Trennung oder Scheidung oder vor einem Hauskauf besteht meistens ein Anpassungsbedarf.

Überflüssige Versicherungen sollten gekündigt und das Altvermögen aufgebaut werden. Grundsätzlich sollten Versicherungsangebote eingeholt werden wenn sie eine neue Versicherung abschließen wollen auf der Suche einer kostengünstigen Alternative zu bestehenden Verträge bieten sich zum Beispiel der Autoversicherung an. Vor Abschluss sollten sie von mindestens drei Anbietern Angebote vergleichen. Achten Sie vor allem auf Leistung, Preis, Laufzeit und Selbstbeteiligung. Ein weiteres Argument ist definitiv in die Zahlungsmoral der Gesellschaft bei bisherigen Schadensfällen, ihre Verweildauer am Markt und dergleichen fort. Wichtig ist auch das Sie absolut ehrlich sind, wenn sie in Versicherungsanträgen Auskünfte ihre Person abgeben müssen z. B. über Vorerkrankungen. Andernfalls droht der Verlust des Versicherungsschutzes

Der Bereich der Vorerkrankungen gehört zu den heikelsten Themenversicherungsbereichen. Die Versicherer sind hier sehr empfindlich und nur selten zimperlich. Es sollte dann überlegt werden,
Verträge mit hoher Eigenbeteiligung abzuschließen. Da dies den Anreiz zum Versicherungsbetrug verringert, gewähren Versicherer meist sehr günstige Tarife. Außerdem sollten Sie auf Ratenzahlung verzichten: Die Gesamtrechnung fällt für sie günstiger aus – beispielsweise bei der Vollkaskoversicherung für ihr Auto.

Achten Sie auf, nur kurzfristige Verträge abzuschließen. Mit Ausnahme der Lebens – und Berufsunfähigkeitsabsicherung sollten Sie nur Jahresverträge abschließen. Sie haben dadurch kein Nachteil, können aber leichter zu besseren Anbietern wechseln.

Ferner sollten Beiträge nicht in Raten gezahlt werden, da Rabatt gewährt wird, wenn sie in einer Rate zahlen. Insgesamt sollten sie sich nicht in ihrem Versicherungsbestand verzetteln.
Eine möglichst günstige Versicherung für Hausrat zu finden ist nicht sehr schwierig, lohnt sich jedoch meistens nicht finanziell. Um einen optimalen Schutz zu bekommen, sollten Sie sich von den großen Risiken immer zu den weniger wichtigen Policen vorarbeiten.

« Previous PageNext Page »



Suche nach Forex Themen



eToro