Archive for the 'V' Category

Versicherungswirtschaft:Ausländische Versicherungsgesellschaften und die Aufsichtsbehörde

Für den Geschäftsbetrieb von Versicherungen gilt das Herkunftslandprinzip, besonders bei der Finanzaufsicht. Wichtigste Aufgabe des Bundes-Aufsichtsamtes ist die Finanzaufsicht über die heimischen Versicherer. Die jeweilige Aufsichtsbehörde prüft die Rückstellungen, die Kapitalanlagen und Solvenz einer Gesellschaft. Denn die Gesellschaften sollen ihre Verpflichtungen langfristig erfüllen können. Wenn ein Versicherer diesen Test bestanden hat, kann er in der ganzen Europäischen Union tätig werden. Vorher mussten Ausländer, die in Deutschland tätig werden wollten, eine Niederlassung errichten, einen Hauptbevollmächtigten bestellen und sich der Aufsicht des BAV unterwerfen. Versicherungen aus Staaten der Europäischen Union dürften zuvor auch ohne Niederlassung in der Bundesrepublik Geschäfte machen, brauchen dazu aber ebenfalls eine Zulassung durch das BAV. Nun kann das Bundesaufsichtsamt nur noch nachträglich im Einzelfallmissstände im Interesse der Versicherten zu bekämpfen. Diese Missstandbekämpfung bleibt nach der Generalklausel Aufgabe der Aufsichtsbehörde. Allerdings muss das Amt dann die Partnerwahl im Ausland um Abstellung der Verstöße bitten, die die ausländische Gesellschaft in seinem Bereich begeht. Die Märkte sind dadurch in Bewegung geraten, die Angebotsvielfalt hat zugenommen, der Preiswettbewerb ist intensiver geworden, ein konsequenteres  Denken greift um sich. Die Versicherten sind weiterhin durch das bürgerliche Gesetzbuch (BGB), das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) und das Gesetz zur Regelung des Rechts der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) geschützt. Versicherungsverträge dürfen nicht gegen die Rechtsvorschriften oder guten Sitten verstoßen. Die Führerschein-Versicherung gegen das Einkassieren der Fahrerlaubnis wegen Alkohols hat also keine Chance!

Versicherungsgesellschaften müssen einer gewissen Rechtsform entsprechen. Es ist nahezu ausgeschlossen das Einzelpersonen oder Unternehmern Versicherungen verkaufen können – schon gar nicht in eigener Person. Versicherungen dürfen in der Bundesrepublik nicht von lebenden, sondern nur von juristischen Personen angeboten werden: Das Bundesaufsichtsamt hat für die Kapitalausstattung – und aus Publizitätsgründen die Form einer Gesellschaft mitbeschränkter Haftung (GmbH) als unerwünscht bezeichnet, ebenso Ein-Personengesellschaften wegen der fehlenden Langfristigeit des Angebots. Die Erlaubnis erhalten nach dem Aufsichtsgesetz nur Aktiengesellschaften, Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit und Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts. Sie teilen den Markt unter sich auf: Unter den in Deutschland gegen 27 Versicherungen sind der drei Aktiengesellschaften, 80 Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, knapp 200 kleine Vereine, zweimal sich öffentlich – rechtlichen Unternehmen gut 100 ausländische Anbieter. Die Gesamtzahl dürfte langfristig schrumpfen: Fusionen und Übernahmen beherrschen zunehmend die Schlagzeilen. Den Löwenanteil des Marktes haben die Aktiengesellschaften inne: Sie kassieren mehr als 60% der Prämien. Die Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit bringen es auf einen Marktanteil von 27%. Öffentlich-rechtliche Versicherer haben 6% Marktanteil, ausländische Versicherer nur 4%. Nach dem Handelsgesetzbuch und dem Versicherungsvertragsgesetz heißt übrigens die Gegenleistung des Versicherungsnehmers den Versicherungsschutz bei Aktiengesellschaften. Der Begriff Prämie ist im Mittelmeerraum während der Anfangszeit der kaufmännischen Versicherungen in der Renaissance entstanden. Die Prämie ist ein festes Entgelt für eine Leistung der Beitrag, dagegen richtet sich das nach den Kosten gemessen Prinzip der Gegenseitigkeit. So könnte es sein, das bei Bedarf eine Nachschusspflicht besteht. Die großen Versicherungsvereine aber schließen dies bis heute in ihrer Satzung aus. Die einzelnen Unternehmensformen haben sich teilweise auf spezielle Bereiche konzentriert. Die Aktiengesellschaften sind vor allem in der Lebens-, Schaden- und Unfallversicherung stark, Gegenseitigkeitsvereine dagegen in der Krankenversicherung. Die Domäne der öffentlich-rechtlichen Versicherer ist die Sachversicherung, trotz der Bemühungen um eine Ausdehnung des Geschäftes.

Versicherungswirtschaft: die Ausbildung der modernen Versicherung im 19. Jahrhundert

Die Grundlagen des heutigen Versicherungssystems wurden bereits 19 Jahrhundert gelegt. Die wesentliche Neuerung dieser Zeit war die Gründung zahlreicher neuer Versicherungsunternehmen auf rationaler Grundlage, die Entstehung der neuzeitlichen Rückversicherung sowie Aufnahme vieler weiterer moderner Versicherungs Zweige und die Schaffung der Sozialversicherung die zu Beginn des 19. Jahrhunderts einsetzende Industrialisierung steige die Nachfrage nach Versicherungsschutz. Es kam zur Gründung privater Versicherungsgesellschaften. Zunächst entstandene Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Der erste Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit wurde 1818 als brutaler Feuerversicherungsbank durch ernst andere gegründet. An verschiedenen Orten wurden später Aktiengesellschaften für die Mobiliar Feuer – Versicherung im Zusammenhang mit dem aufkommenden Nationalbewusstsein und dem gleichzeitigen aufblühen der deutschen Wirtschaft ins Leben rufen. Es entstanden Gesellschaften für die Transport -, Feuer – und Lebensversicherung. Damit waren im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts die so genannten klassischen Sparen in Deutschland vertreten.
Als wichtigste wäre hier die Schmugglerversicherung zu nennen: die Besetzung deutscher Gebiete durch Napoleon und die von ihm verhängte Continental Sperren in Großbritannien 1806 zum Zwecke der wirtschaftlichen Isolierung der Insel zog einen florierenden Schmuggel nach sich gedanklich und eine illegale Versicherung. In Köln entstand eine völlig anonym arbeitende Arm -Leut-Assekuranz. Ihre Mitglieder waren ausschließlich professionelle Schmuggler. Wenn ein Schmuggler ertappt wurde, ersetzte die Versorgungskasse sein Schaden. Mit vorigen Jahrhundert entstand noch sehr ständige professionelle Rückversicherer. Der Anstoß war der große Brand in Hamburg und 1842, der die Leistungskraft der Hamburger Feuerkasse auf eine harte Bewährungsprobe stellte. Der Schande der das Bedürfnis auf Erteilung des Risikos. 1846 wurde in Köln die älteste heute noch bestehende professionelle Rückversicherungsgesellschaft, wie keine Sorge, gegründet. Die Rückversicherer fungieren als Versicherer des Versicherers, indem sie einen bestimmten Teil der Verpflichtung des Versicherers übernehmen. Peter Rückversicherung konnten die erste sichere größere Risiken übernehmen Risiko besser verteilen. Aus der fortschreitenden Technisierung erwuchsen der Versicherung vor allem seit 1850 neue Felder einer Sachversicherung: wegen des zunehmenden Verkehrs, vor allem den Bau der ersten Eisenbahnen, wurde die Unfallversicherung angeboten. Mit der sich ausbreitenden Technisierung der Betriebe, den wachsenden Gefahren und der daher verschärften Gesetzgebung entstand die Haftpflichtversicherung. Wie Glas gedanklichen Leitungswasserversicherung kam mit der Verwendung von Gas gedankliche Wasserinstallation auf. Mit der Erfindung des Autos waren die Versicherer wie bei dem ersten Eisenbahn herausgefordert. In den ersten Jahren konnte der Autofahrer bei manchen Gesellschaften sogar einer Pflichtversicherung auf Lebenszeit gegen einen Einmalbetrag abschließen. Ein höchst ruinöses Angebot, was zum Glück für die Versicherer nicht stark nachgefragt wurde. Um 1870 entstand die Aussteuerversicherung aus dem Weinkenner Versorgungsgüter gestrichen Ausstattungskassen üblichen Einlagen. Heute kann man damit Kapital für das Studium der Kinder sammeln, damals ging es um die Zahlung der Militärbefreiungstaxe. In vielen deutschen Staaten konnten sich die mit Wehrpflichtigen gegen Zahlung eines Beitrages freikaufen. In Hessen gab es 1850 dafür sogar eine eigene Militär – der Vertretungs Assekuranz. Damals wurde man zum Militärdienst ausgelost: es war eine Risikoversicherung, die nur zahlte, wenn das Los Militärdienst hieß. 1881 verfasste Bismarck die kaiserliche Botschaft, in der die Grundkonzeption der staatlichen Sozialversicherung vorgestellt wurde. Sie sollte als öffentlich – rechtliche Zwangsversicherung mit einem dreifach Schutz für Krankheit, Unfall sowie Alter oder Invalidität entstehen. Mit der Durchführung sollten kooperative Genossenschaften auf der Grundlage von Gegenseitigkeit und Selbstverwaltung unter staatlicher Aufsicht beauftragt werden. 1883 entstand die Krankenversicherung, 1884 die gesetzliche Unfallversicherung, 1891 die Arbeiter – Rentenversicherung, 1911 die Angestellten – Rentenversicherung und 1927 entstand die Arbeitslosenversicherung. Die Entstehung der Sozialversicherung hatte große Wirkung auf die individual Versicherung: einerseits wurde sie durch das Ausdehnungsstreben der Sozialversicherung bedroht, andererseits bewirkt die Sozialversicherung eine Verbreitung des Versicherungsgedankens. Inzwischen stehen beide Systeme nebeneinander. Jede Verschlechterung bei den Sozialkassen bringt den privaten allerdings neue Kunden.

Wie kann ich die Bilanzen von Versicherungsgesellschaften richtig beurteilen?

In der Bilanz einer Versicherung zählen nicht die Prämieneinnahmen, sondern vor allem die Höhe der Kapitalanlagen, des Stocks in der Lebensversicherung oder der Alterungsrückstellungen in der Krankenversicherung. Und diese Größe entscheidet über die künftige Politik einer Versicherung oder gibt Hinweise auf die Solidität der Gesellschaft. Auf Anfrage müssen daher alle Versicherungen Geschäftsberichte an ihre Versicherten verschicken. Davor haben die Gesetzgeber erst einmal harte Arbeit gestellt: die Bilanzvorschriften. Deren Steigerung sind die Vorschriften für Bilanzen. Das Lesen einer Bilanz gilt als eine der schwierigsten Künste des Wirtschaftsjournalisten aber auch sie ist erlernbar. Man fängt mit der Bilanz an. Wenn man sich die Bilanz anschaut sieht man zwei große Seiten – die die gleiche Summe haben. Eine Bilanz ist immer ausgeglichen. Als Puffer muss notfalls der Verlust
Herhalten. Auf der linken Seite der Bilanz stehen die Aktiva also das Vermögen des Betriebes. Auf der rechten Seite finden sich die Passiva also das gesamte dem Betrieb zur Verfügung stehenden Kapital navh Angabe der Herkunft, auch Forderungen genannt- mit der für Industriebilanzen üblichen Betrachtung von
Anlage-Umlaufvermögen. Denn die Versicherer produzieren lediglich eine unsichtbare Ware, und dafür brauchen sie nicht viel: nur ein Büro und ein Bankkonto. Das Anlagevermögen, also Grundstücke, Gebäude oder sonstiges zum dauernden Gebrauch bestimmt das Vermögen wie Maschinen und Werkzeuge, fällt ebenso weg wie ein Umlaufvermögen, also die nicht zum dauerhaften Gebrauch bestimmten, sondern zur Weiterveräußerung oder finanzielle Abwicklung dienenden Güter.
Bei Versicherungen ist alles ganz anders: das Grundstückskonto sagt nichts darüber aus, wie weit die Objekte über den Deckungsstock gebunden sind, also den Lebensversicherern gehören. Die Büroeinrichtungen sind meist abgeschrieben, tauchen also nicht auf. Das Beteiligungskonto, das noch am meisten Anlagecharakter hat, schlägt fast immer nur mit Anschaffungswerten zu Buche, die längst passee sind. Die Besonderheit einer Versicherungsbilanz ist, dass der größte Teil des Kapitals durch Beiträge der Versicherten aufgebraucht wird und zur Erfüllung der Verbindlichkeiten aus den Versicherungsverträgen zur Verfügung stehen muss.
Daher ist der größte Teilbetrag auf der Basisseite die versicherungstechnische Rückstellung. Sie stammen aus den Beiträgen der Versicherten, sind also Fremdkapital. Das Eigenkapital der Versicherungen umfasst dagegen ein Grundkapital, gesetzliche Rücklagen, freie Rücklagen, Gewinnvortrag und Rückstellungen für Versorgungsverpflichtungen (Pensionskasse für die Angestellten). Im Grunde kann man Außenstände aus der Versicherungsbilanz nur als Passiva ablesen. Auf der Aktivseite braucht das Unternehmen nur zu enthüllen, was es will. Eine gründliche Analyse kann lediglich der Vergleich mehrerer Unternehmensjahre unter Vergleich mit der Branche bringen. Einige bessere Richtgröße für die Aktiva sind die in der Gewinn-Verlust-Rechnung ausgewiesenen Vermögenserträge. Sie erlauben durch Umrechnung ein Rückschluss auf die ihnen zu Grunde liegenden Quellenwert. Kursgewinne, realisierte und vor allem buchmäßige – sind zuvor allerdings auszuschließen.

Wie kann man Versicherungsaktien richtig bewerten?

In den Versicherungspolicen stehen sich auf der Aktivseite Vermögenswerte oder Kapitalanlagen gegenüber; Forderungen sind dagegen Eigenkapital und versicherungstechnische Rückstellung. Auf der Aktivseite entstehen durch die Bilanzierung nach dem strengen Niederstwertprinzip, also der Bilanzierung von Kapitalanlagen zum niedrigsten Kurs nach Erwerb – erhebliche stille Reserven bei Immobilien, Aktien, Beteiligungen und festverzinslichen Wertpapieren. Eigentlich müssten diese Währungsreserven den Jahresgewinn zugerechnet werden. In Industriebilanzen dagegen werden Anlage – Umlaufvermögen getrennt und anders bewertet. Die Passivseite bereitet Gewinnschätzungsschwierigkeiten, weil die Schadenaufwendungen nicht abgeschätzt werden können. Damit wird es unmöglich die Angemessenheit der Notierung der Rückstellung – beispielsweise für Schäden – zu beurteilen. Im Grunde kann davon ausgegangen werden, dass die Versicherungen lediglich den Gewinn ausweisen, den sie ausweisen wollen. Für sie wäre es kaum ratsam, höher zu versteuernde Gewinne auszuweisen, zudem damit vermutlich auch die Begehrlichkeit von Aktionären und Versicherten geweckt würde. Die gängigste Methode der Bewertung von Versicherung ist die Umsatzbewertung. Die Bruttobeitragseinnahmen werden zur Börsenkapitalisierung (dem addierten Kurse der Aktien) ins Verhältnis gesetzt. Die Beitragseinnahmen sind langfristig vorhergt Paul stehen enge Korrelation zum ausgewiesenen Jahresüberschuss anhand einer für jedes Unternehmen verschieden Umsatzrendite lässt sich so das Gewinnspotenzial abschätzen. Die individuelle Umsatzrendite sagt etwas aus über die Qualität des Unternehmens und seiner riesigen. Wohl keiner anderen Branchen ist nach Meinung der Analysten so leicht, 100 Steigerungen durch Zeichnung und profitable Geschäft zu erzielen, wie in der Versicherungswirtschaft. Vor allem in der Lebensversicherung sind die Prämieneinnahmen kein guter Maßstab für das Geschäftsvolumen, da in ihnen ein hoher Sparanteil steigt. Er sind die versicherungstechnischen Rückstellungen geeignet. Zum Umsatz hinzugerechnet werden müssten auch die Erträge aus Kapitalanlagen. Die Beiträge werden bis zum Schadensfall Rendite bringt angelegt und tragen so zur Verbesserung des Ergebnisses bei. Vor allem  ausländische Instituten blenden gerne den so genannten Netz erst seit Version an (N. A. V.). Im Prinzip ist der Endausbau die Summe von Eigenkapital und stillen Reserven. Allerdings unterscheiden sich die einzelnen Analysen je nach Schätzung der stillen Reserven: Sie einschätzen lediglich die stillen Reserven für die Kapitalanlagen, die anderen auch für die Rückstellungen (Schwankung -, Schaden – und sonstige Rückstellungen) inklusive Steuern bei der Realisierung. Die Schätzung keine Kränze schaden – Unfallgeschäft sowie die Lebensversicherung durchgeführt werden. Dabei wird bei der Lebensversicherung das Problem der Zurechnung der stillen Reserven zu den Aktionären oder den Versicherten berücksichtigt. Der Vorteil des N. A. V. ist, dass die Einbeziehung der stillen Reserven durch die meist leichte Realisierbarkeit gerechtfertigt ist. Doch gerade bei der Berechnung der stillen Reserven stachen die Analysten nur ein wenig in Bilanz neben herum. Die Zusammensetzung der Immobilie ist unbekannt, vor allem aber kann der Wert des Aktiengesetzes nicht genau geschätzt werden. Man versucht, in dessen Wert aus den Dividendeneinnahmen zu erschließen. Dazu müssen erst die Zinseinnahmen aus dem Bilanzposten durch Schätzung herausgerechnet werden. Anschließend wird eine Dividendenrendite angenommen. Doch die Möglichkeiten der Dividendenpolitik, Spezialfonds neuer Finanzinstrumente stellen diese schätzt Methode zunehmend infrage. Das andere Problem des N. AVO ist, dass er zwar den Wert bei Liquidation des Unternehmens eingibt, aber keine Aussage über den künftigen Ertrag des Unternehmens macht. Dieser bestimmt aber die Kurse. Für Lebensversicherungen hat das Konzept nur einen begrenzten Wert: Sie können nur nach dem Jahresüberschuss bewertet werden und werden traditionell höher bewertet als Sachversicherungen.

Versicherungsvertreter: Kniffe und Tricks

Es gibt eine Reihe von Versicherungsvertretern, bei denen sich die Vorteile sicherlich auch bewahrheiten. Wenn man weiß, wie Versicherungsvertreter geschult werden, wird schnell klar, warum sie oft als um es vorsichtig auszudrücken aufdringlich wahrgenommen werden. Grundsätzlich meiden Sie das Wort Versicherungen, weil die Vertreter wissen dass es abschreckt. Der Vertreter will dann auch beraten und hat ein paar Tipps. Er redet also zunächst von den gemeinsamen Bekannten, von Interessen des Kunden, über das Wetter, erkundigt sich nach den Hobbys und lobt die Einrichtung der Wohnung oder Tätigkeit des Kunden. So will er Sympathie erzeugen. Irgendwann spricht dann von Plänen zum Sparen, Kapital aufbauen Sicherheit. Gerade Sicherheit gilt nach der Bedürfnispyramide des Psychologen Marslow als zweitwichtigstes menschliches Bedürfnis. Ein so netter Mann kann schließlich keine schlechten Produkte verkaufen! Und schon kann der Vertreter den Antrag zücken, ihn von freundlichen Worten begleitet, ausfüllen, und die Unterschrift fällt, wie es in Vertretersprache heisst. Eine der beliebtesten Methoden ist die telefonische Vereinbarung eines so genannten Beratungstermins.

Der findige Vertreter schlägt vor, einmal ganz unverbindlich ein Blick auf die Versicherungen zu werfen, und wirbt mit seinem Computerprogramm und einer maßgeschneiderten Analyse. Im Wohnzimmer angekommen, lächelte ein wenig herum, schüttelt leicht den Kopf angesichts der einen oder anderen Policen und preist mehr oder weniger diskret seine eigene Gesellschaft. Der Vertreter wird immer Versicherungslücken entdecken. Doch dafür gebe es ein besonderes Angebot seiner eigenen Versicherung, die als besonders seriös und kulant bekannt sein. Bei Problemen sei man immer erreichbar, auch privat. Die Methode ist einfach: erst verunsichern und dann versichern. Oft hat der Vertreter auch noch der Nachdruck eines Verbrauchertests oder Kopien von Zeitungsartikeln dabei. Jede Versicherung hat ein Bonbon zu bieten, bei dem sie besonders günstig ist. Die Haftpflicht als Türöffner, und danach weitere Versicherungen abzuschließen. Die Mischkalkulation gleicht mögliche Verluste wieder aus. Auf Kundenfragen nach günstigeren Produkten ist er ein Firmenvertreter bestens vorbereitet und spricht davon, dass die Gesellschaft teuer ist, weil die kulanter sei als die Konkurrenz, oder aber was bei einem großen Gesellschaften des Produktes gekostet. Außerdem sei die Schadensregulierung beim eigenen Unternehmen wesentlich schneller, und die Versicherungen halte besondere Leistungen (auch wenn die Tarife immer nur ein Gesellschaften weit gehend identisch sind)  bereit. Ist der Damm erstmal gebrochen und der Kunde zu einer Unterschrift bereit, heißt es für den Vertreter schnell handeln, bevor sich der Kunde anders überlegt. Beim Ausfüllen des Antrages werden sämtliche Versicherung über einen impulsiven Bedarf verkauft. Bei der Kraftfahrzeug -Pflichtversicherung fragen Vertreter ganz nebenbei, ob man denn auch die Insassen mitversichern wolle, und ping ist auch schon ein Kreuzchen bei der für den Kunden überflüssigen Versicherung gemacht. Reisebüros verkaufen auf diese Weise ganz nebenbei eine Reiseversicherung fürs Gepäck und Reiseantritt. Zum Anschluss wird der Vertreter sie fragen, und sie nicht noch zwei bis drei weitere Freunde und BBekannte haben, die an so einem guten Angebot interessiert sein könnten. Tun Sie ihm den Gefallen nicht: der Vertreter wird ihrem Namen als Türöffner benutzen, und ihr Freund könnte nach dem Besuch einmal der Freund gewesen sein. Wenn die Versicherung wirklich so gut ist, können sie ihrem Freund privat einen Tipp geben. Studien sagen dem Direktvertrieb eine glänzende Zukunft voraus. Nach Meinungen von Experten werden die so genannten neuen Vertriebswege über Banken, Handelsunternehmen, Makler und den Direktvertrieb von heute 12% auf 40% Marktanteil wachsen. Vor allem der Direktvertrieb wird zunehmen. Doch die Realität hinkt den Wunschvorstellungen hinterher je nach Schätzung wird der Direktvertrieb derzeit einen Marktanteil von zwei bis 5% angesiedelt. In den Niederlanden liegt der Marktanteil schon bei 25%, in Dänemark sogar bei 50%. Seit 1994 hat sich die Zahl der Direktvertreiber fast verdoppelt. Der Vorteil des Direktvertriebs sind die geringen Kosten. Die Abschlusskosten etwa in der Lebensversicherung liegen nur bei 20 bis 30% des Marktdurchschnitt.

Vermögenswirksame Leistungen in Aktienfonds und Arbeitnehmersparzulage

durch das Fünfte Vermögensbildungsgesetz können Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern vermögenswirksame Leistungen zahlen. Der Arbeitgeber legten Arbeitnehmer die vermögenswirksame Leistungen an, wobei der Arbeitnehmer seine Anlage aus den geförderten Anlagen frei wählen darf. Dazugehören Bausparverträge, Lebensversicherungen, Investmentfonds, Banksparpläne und Geschäftsguthaben aneingetragene Genossenschaften. Vermögenswirksame Leistungen stellen steuerpflichtiges Arbeitsentgelt dar und werden meistens aufgrund von Tarifverträgen zusätzlich zum Lohn oder Gehalt gezahlt. Auch für Arbeitnehmer, die keine staatlichen Arbeitnehmer Sparzulage erhalten, da sie oberhalb der Verdienst Grenze liegen, lohnt sich der Abschluss eines VL Vertrages werden vermögenswirksame Leistungen zusätzlich zum Arbeitslohn gezahlt werden. Anlagen in Aktienfonds und Bausparen werden bis zu insgesamt 78 pro pro Jahr staatlich gefördert. Dass beide Sparformen gleichzeitig genutzt werden können, ist erst seit der Erweiterung der staatlichen Förderung ab 1.11999 der Fall. Dabei können bis zu 470 € pro Jahr für das Bausparen bis zu viermal pro Jahr in Aktienfonds gefördert werden. Die Sparzulage für Aktienfonds beträgt dabei 18% und Bausparen 9% und falls die Arbeitgeber nicht die vollen vermögenswirksame Leistungen bezahlt, können Sie den Betrag durch Eigenleistungen aus dem Gehalt aufstocken die Prämie erhalten Sie auch auf solche Eigenleistungen. Die Überweisung muss allerdings unmittelbar vom Arbeitgeber auserfolgen, der den Betrag aus ihrem Gehalt umwandelt. Viele Banken bieten Kombinationsmodelle an, mit denen die staatlichen Prämien für Bausparen, Wohnungsbauprämieaktienfonds sowie für die Riester – Rente voll genutzt werden können. Die Voraussetzungen für die staatliche Prämie sehen wie folgt aus: Sie gilt für alle Arbeitnehmer (Beamte, Richterberufssoldaten mindestens eine Zahlung jährlich über sechs Jahre ist erforderlich. Danach muss die Anlage noch mindestens ein Jahr liegen bleiben. Anlage in Aktien – der Dachfonds, wie zumindestens 60% in gedanklicher ausländischer Aktien investiert sind. Ferner ist die Voraussetzung notwendig, dass die Buchführung in Deutschland erfolgt – jedoch wenn auch die Anlagen ausländische Fonds gefördert. Das versteuernde Jahreseinkommen liegt bei Leben unter 17.900 € unter zusammenveranlagten Ehegatten unter 35.802 (Freibeträge und Pauschalen können vor abgezogenen). In einem VL – Vertrag mit sechs jahrelang eingezahlt. Nach einem weiteren Jahr Wartefrist kann der Anleger über das angespannte Geld verfügen. Die Sperrfrist beginnt mit dem 1. Januar des Jahres, in dem der Sparplan abgeschlossen wird. Daher verfeinern Jahresende viele Sparer noch eine gewisse Ähnlichkeit, um noch schnell ihre vermögenswirksame Leistungen unterzubringen, die Sparzulage wird nach Ablauf der siebenjährigen Laufzeit direkt auf das VL – Konto eingezahlt. Wird der Sparvertrag vor der siebenjährigen Festlegungsfrist aufgelöst, muss die Vorgesellschaft das Finanzamt des Arbeitnehmers benachrichtigen, und die staatliche Förderung entfällt. Es gibt nur wenige Ausnahmefälle, wie z.B. längere Arbeitslosigkeit, Erwerbsunfähigkeit usw., in denen die vermögenswirksame Leistungen ohne Verlust der staatlichen Prämien aufgelöst werden können. Es ist Vertrag stillzulegen, heißt keine weiteren Zahlungen einzuzahlen. Es könnte zur theoretischen fast jeden Aktienfonds angelegt werden, aber die Fondsgesellschaften stellen jeweils nur eine nur wenige Fonds zur Verfügung, die mit vermögenswirksame Leistungen gespart werden können. Hier akzeptieren Sie auch monatliche Zahlungen unter 500 € und stellen spezielle VL – Zeichnungsanträge zur Verfügung. Durch Tarifvertrag wurden seit dem 1.10.2006 in der Metall – und Elektroindustrie die vermögenswirksame Leistungen (VL) durch die Altersvorsorge wirksamen Leistungen (KVWL) ersetzt. Danach würden nur noch der gezielte Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge gefördert und nicht nur das generell sparen (Vermögensbildung). Über einen KVWL – Vertrag kann nicht nach sieben Jahren verfügt werden, sondern frühestens ab Alter 60. Auch die Chemieindustrie ersetzt VWL durch AVWL.

Versicherungsaktien: trügerische Glaube an Substanzwerte

Der private Versicherte, der vielleicht einmal zufällig Einblick in die Kurslisten von Aktien wirft, mag sich an seine letzte Versicherungsabrechnung erinnert fühlen. Die Dividendenrendite der Versicherungsaktien schwankt bei den meisten Werten zwischen null und 2%. Versorger wertvoller Chemiepapiere kommen dagegen auf Dividendenrendite von 3 bis 4%. Versicherungsaktien sind also optisch teuer. Das war nicht immer so. Von der Börsenhausse der Achtzigerjahre profitierten die Versicherungsaktien überproportional. Grund dafür waren Empfehlungen von Börsendiensten, die vor allem auf den hohen Substanzwert der Aktie schauten.   Jede Aktie stellt Besitzanteile am Unternehmen und damit auch an dessen Kapitalanlagen dar. Wenn man die Kapitalanlagen plus der vermuteten stillen Reserven einfach durch die Zahl der Aktien dividiert werden, erhält man den Substanzwert. Durch die allgemeinen Kurssteigerungen an der Börse legten die Versicherungen noch weiter zu: der Börsenwert der Kapitalanlagen in Aktien und festverzinsliche Wertpapiere stieg kräftig dank früh vorgenommene Abschreibungen, da die Papiere trotz der Kursgewinne zum niedrigsten Kurs der Erwerb in der Bilanz bleiben. Substanzwerte und damit der eigene Aktienkurs kletterten immer weiter. Zu den Substanzwert kam noch die traditionell engen Märkte für Versicherungsaktien. Viele Versicherungsgesellschaften sind untereinander offiziell oder inoffiziell beteiligt, die Zahl der frei verfügbaren Aktien ist gering. Die Pakete werden von den Unternehmen gehalten, allenfalls einmal getauscht. Auch für den Kleinanleger gilt daher: Versicherungsaktien verkauft man nicht, die hält man. Außerdem gelten  Versicherungsaktien als äußerst ertragsstark. Die Steigerung des Neugeschäfts galt wegen der Bevölkerungsentwicklung und Jahrgänge als garantiert, und wenn es aber Neugeschäft war, war langfristig verpflichtet, Beiträge zu zahlen. Und wenn die Aktionäre schon nicht die Dividende erfreute, so doch zumindest derzeitige Kapitalerhöhung, die die Versicherer immer wieder vornahmen. Doch die Hausse der Versicherungsaktien ist seit 1991 erstmal beendet. Die Kursentwicklung war enttäuschend. In der Diskussion um die schlechte Kursentwicklung wurde auch der Irrtum des Substanzdenkens klar: die Kapitalanlagen vor allem der Lebensversicherungen gehören nicht etwa in Aktionären, sondern den Versicherten. Das machte vor allem der Streit um die Übertragung der Versichertenbestände in eine Holding klar. Doch selbst in die Substanzgläubigen mussten die hohen Abschreibungen der Versicherungen auf der Kapitalanlagen sehen und damit die reduzierte Substanz. Was in der Hausse besonders steigt, fällt in der Baisse demsprechend.
Mittlerweile diskutieren die Analysten daher die richtige Bewertung des Versicherungsaktien und des gewöhnlichen Aktien-Kursgewinnsverhältnis (KGV). Dabei wird ein Gewinn je Aktie errechnet. Der aktuelle Börsenkurse durch das Ergebnis dividiert und ergibt das KGV. Daran gemessen sind Versicherungsaktien immer hoch bewertet: Während gewöhnliche KGV-Werte zwischen 10 und 20 schwanken ist der Versicherung werden ein KGV von 35 und mehr nicht selten. Doch das Problem des KGV-Gedanken: Die Wertung ist die korrekte Ermittlung des Gewinns je Aktie. Die von den Unternehmen manchmal selbst gegebenen Werte sind für Außenstehende nicht nachvollziehbar. Bei der Gewinnermittlung wird versucht, im Jahresüberschuss um die Ausnutzung der Spielräume zu bereinigen, beispielsweise durch periodische Erträge oder durch hinzuzuziehende überhöhte Rückstellungen. Die bekannteste Form zur Ermittlung des Gewinns stammt von der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse. Doch die bilanziellen Spielräume der Versicherungen sind größer und anderer als bei Industrieunternehmen. Sie können Abschreibung unterschiedlich behandeln, Kursgewinne realisieren um die Bilanz zu schönen. In jedem Fall bräuchte der Analyst aber die Mehrheit der Unternehmen.

Versicherungsbilanzen richtig lesen: Verwaltungskosten und Kapitalergebnis

Die Verwaltungskosten teilen sich in Zahlungen an die Vertreter und sonstige Kosten worunter die Kosten des Versicherungsberaters zu verstehen sind. Der Beitrag der Rückversicherer zu den Kosten wird abgezogen. In einer Verwaltungskostenübersicht ist teilweise die Grundstruktur des Versicherers zu erkennen: kein Geschäft bringt einen höheren Inkasso-und Bearbeitungsaufwand mit sich, hat aber eine günstigere Schadensquote als das Industriegeschäft mit seinen weit höheren Einzelfallquoten. Die Aufwendungen zur Schadensverhütung beinhalten vor allem die Feuerschutzsteuer, Beratung und Revisionsdienste, Forschung und Materialprüfung. Das Kapitalergebnis (netto) beinhaltete Erträge aus den Kapitalanlagen (vor allem Zinsen und Erträge aus dem Verkauf von Anleihen) minus Aufwendungen für Kapitalanlagen (Zinsen, Abschreibungen auf Kapitalanlagen, Verwaltungskosten). Das Kapitalergebnis sollte eventuelle versicherungstechnische Verluste ausgleichen. Die Durchschnittsrendite gibt die Verzinsung der laufenden Erträge in Prozent an. Sie ist die Kennziffer für den Erfolg des Anlagemanagements. Eine wichtige Kennzahl ist die Kostenquote auf die Prämieneinnahmen. Allerdings gibt es hier Sondereinflüsse. Durch den Direktvertrieb  oder durch ehrenamtliche Mitglieder werben die Versicherer zu niedrigeren Vertriebskosten. Die Zuweisungen an die Prämieüberträger und die Schadensursachen können nur nach ihrer Tendenz beurteilt werden. Die ausgewiesenen Ertrag- und Vermögensteuern bilden bei den Industrieunternehmen eine gewisse Gegenprobe. Bei der Schadenquote werden lediglich die Prämieneinnahmen für eigene Rechnung und Aufwendungen für Schadensfälle verrechnet. Die Schadenaufwendungen aber sind eine problematische Größe, zudem werden die Erträge aus den Schadenreserven und Rückstellungen nicht berücksichtigt. Die beste Ertragsquelle der Sachversicherer ist die gelungene Unfallversicherung mit einer Schadenquote von rund 35 %. Durch die Gewinnschwelle Privatversicherung lässt sich beim Blick in die Bilanzen leicht beweisen: Kommentar der letzten Arbeitenversicherer, Privatkundengeschäft, Versicherungsgesellschaften, die im Industrie – und Gewerbe versicherungstechnische Gewinne verzeichnen. In den vereinigten Staaten gibt es die horizontale Spartentrennung: bei der Haftpflichtversicherung zum Beispiel muss die Industriesparte getrennt von der Privatsparte abrechnen. Eine Quersubventionierung ist damit ausgeschlossen. Die Verwaltungskosten für die Aufwendungen für Vertrieb, Inkasso, Verwaltung der Kapitalanlagen Beiträge für eigene Rechnung und dergleichen mehr: Grundsätzlich gilt, je niedriger die Verwaltungskosten, desto sparsamer aber die Versicherung. Die Eigenkapitalquote des Versicherers besteht aus Grundkapital, gesetzlichen und offenen Rücklagen in Prozent der verdienten Beiträge für eigene Rechnung. Die Eigenkapitalquote gibt Auskunft über der Ausstattung mit Eigenmitteln (Solvabilität). Ergänzt um das versicherungstechnischen Ergebnis werden die Erträge aus Kapitalanlagen. Das Ergebnis der versicherungstechnischen Ergebnisse ist meist negativ, allgemeine Ergebnisse dagegen positiv. Risikogeschäfte werden also durch die Kapitalerträge ausgeglichen.

Schließlich gibt es nach den Jahresüberschuss. Die Bruttoüberschusse nach Steuern kann an die Aktionäre ausgeschüttet werden oder im Unternehmen zur Selbstfinanzierung behalten werden. Die Ausschüttung an die Aktionäre wird überwiegend konstant gehalten. Schaden-Unfallversicherer stellen meist etwa die Hälfte des Jahresüberschuss in die Rücklagen ein (Isolierung), Aktiengesellschaften steigern damit den Wert der Aktie, Versicherungsgesellschaften und öffentlich – rechtliche Versicherer können so Eigenkapital bilden. Das Gesamtergebnis ist der Jahresüberschuss, dann, nach Veränderung der Rücklagen, der Bilanzgewinn.

Wichtiger nach als bei der Sachversicherung ist der Blick in die Bilanzen für Lebensversicherer. Das liegt überwiegend an der Intransparenz des Geschäftes, vor allem an der nicht garantierten Überschussbeteiligung. Wegen des Prinzips der Spartentrennung muss die Lebensversicherung ein eigenes Unternehmen sein.

Versicherungsvertreter: eine Spezies, der viel Misstrauen entgegengebracht wird

die Versicherungsbranche spricht von Ihrem Produkt gern als einer unsichtbaren Ware. Gemeint ist nicht nur damit, dass eine Versicherung kann die zum anfassen präsentieren ist für etwa ein Auto, sondern vor allem, was der Bedarf nach Abschluss einer Versicherung beim Kunden erst geweckt werden muss. Dies ist die Aufgabe der wichtigsten Abteilung einer Versicherung, des Vertriebs. Die Initiative zum Abschluss einer Versicherung geht nach traditioneller Auffassung nur selten von Kunden aus. Die Ware Versicherungsschutz – als juristisches Leistungsversprechen für die Zukunft – sein Gegensatz zu fast allen anderen Produkten werbe widerspenstig erklärungsbedürftig. Die Hauptproduzenten der Versicherungen sind die ein Firmenvertreter: die Prämieneinnahmen der Versicherungen stammen zu 80% aus privaten Haushalten, und daran wiederum haben die Ausschließlichkeitsverträge einen Anteil von 75%. Das mittlere gewerbliche Geschäft teilen sie sich je zur Hälfte mit Ausschließlichkeitsorganisationen und Makler oder Mehrfach Agenten. Nur das so genannte gehobene gewerbliche und industrielle Geschäft mitüberwiegender Maklerfirmen verbundenen Vermittlern. Außerdem gibt es auch noch Angestellte im Außendienst. Sie nennen sich auf die Rektoren unterstützen die Vertreter vor Ort bei Spezialfragen. Sie erhalten ein geringes Festgehalt und leben von den Erfolgsprovisionen. Der Ausschließlichkeitsvertreter hat einen Vertrag mit einer Versicherungsgesellschaft, der ihm sagt, was er in einem bestimmten Gebiet für diese Gesellschaft exklusiv tätig ist, dass er auch für keine andere Gesellschaft Versicherung abschließen darf. Rechtlich gesehen ist der Handelsvertreter im Sinne des Handelsgesetzbuches; damit dafür ausschließlich die Interessen der von ihm vertretenen Gesellschaft wahrnehmen. Vertragsverstöße können eine fristlose Kündigung durch den Versicherer nach sich ziehen. Rein formal ist der Ausschließlichkeitsverträge an freier Handelsvertreter und intern gehörte zum freien Außendienst. Doch seine Abschlusszahlen müssen stimmen und zusätzliche Modifikation teilweise werden sogar die volle Provision außer aber den Beständen von dem Erreichen einer bestimmten Höhe des Neugeschäfts abhängig gemacht. Der Ausschließlichkeitsverträge hat zugleich die Aufgabe, gemischt an der Versicherung in einem bestimmten Bezirk zu betreuen und zu verwalten. Für den Vertreter dies den Vorteil, dass er die Stammkunden der Gesellschaft in einem bestimmten Gebiet rundum betreuen darf. Die Gesellschaft sorgt für seine finanzielle Sicherheit durch Garantieeinkommen und Provisionseinnahmen aus einem übertragenen Kundenstamm. Für die Gesellschaft hat die Ausschließlichkeitsbindung den Vorteil, dass sie den Außendienst durch Zielvorgaben bezüglich der Menge störungsfrei lenken kann. Nachteile hat dieses System vor allem für den Kunden, der sich an ein Vertreter bindet: der Vertreter vermittelt lediglich das Produkt, das er vermitteln darf, auch wenn es bei weitem nicht das beste Produkt am Markt sein sollte. Vor ganz schwarzen Schafen unter den Vermittlern hat sich die Versicherungswirtschaft schon selbst geschützt: bei der Auskunftsstelle für den Versicherungsaußendienst IV meldet sie die Gesellschaft neu eingestellte Versicherungsvertreter bekommt im Gegenzugsauskunft über die bisherige Beschäftigung des Mitarbeiters bei anderen Gesellschaften. Scheidet der Mitarbeiter aus, weil die Versicherung dies mit den Gründen für das Ausscheiden. So können andere Gesellschaften unerwünschte Mitarbeiter leicht von ihrem Außendienst fern halten.

Kann ich mich mit dem Vermittlungsregister tatsächlich vor unseriösen Beratern schützen?

Lange Zeit dürfte in Deutschland jeder Versicherungen verkaufen, es gab keine vorgeschriebene Ausbildung oder Standesregeln- nichts. Aussschlaggebend waren allein die Provisionseinnahmen am Ende des Monats. Doch dieses System mit Drückerkolonnen und Türklingel-Truppen ist durch eine EG-Empfehlung, aus der EU-Richtlinie geworden ist, bereits Anfang der Neunziger Jahre ins Abseits geraten.

Die Produktaufsicht ist von staatlicher Seite aufgebessert worden,und so wurde logischerweise aus staatlicher Sicht die Wahrung der Anlegerinteressen in Richtung Berater verschoben. Doch die Bundesregierung weigerte sich zunächst die Empfehlung der EG von 1991 umzusetzen.
1994 ist seinerzeit als Mindestausbildung von hauptberuflichen Vermittlern der Abschluss Versicherungs-Fachmann (BWV) vorgesehen worden. Die Prüfungen werden vom Berufs-Bildungswerk der Versicherungswirtschaft veranstaltet. Doch nach Meinung von Kritikern verbirgt sich dahinter leider nicht mehr als ein Propagandatrick und ein Schachzug gegen eine strengere Reglementierung. Mehr als die Hälfte der kleine grüne Ausweise seien den Vertretern ohne jede Prüfung ausgestellt worden. Bei der Einführung habe es gereicht, zwei Jahre im Außendienst gearbeitet zu haben um sich bereits als qualifizierter Vermittler ausweisen zu dürfen. Selbst die neu ausgebildeten Vermittler wurden auf dem Schnellverfahren geschult: Rund 30 Schulungsteilnehmer reichten aus, die meisten davon waren für die Verkaufsschulung vorgesehen. Dies widerspricht den Regelungen im Ausland, wo die Zulassungsregeln weit strenger sind. In den Niederlanden etwa müssen Versicherungsvermittler ein einjähriges Studium absolvieren. Versicherungsmakler müssen sogar zwei Jahreausbildungen und Prüfungen beim Wirtschaftsministerium absolvieren. Darauf folgt eine Eintrag in ein öffentliches Register, was die Voraussetzung dafür ist das die Versicherungsgesellschaft mit jenem Ort zusammenarbeiten dürfen. Im Vereinigten Königreich muss der Vermittler gleich zu Beginn des Gesprächs offen legen, ob er unabhängiger Makler oder ein firmen- gebundener Vermittler ist. Wer hier schwindelt, muss mit bis zu zwei Jahren Gefängnis rechnen! Der Vermittler ist deshalb verpflichtet, zuerst feststellen, welche Policen der Kunde braucht und bezahlen kann. Dann musste das beste Angebot des Marktes (als Makler) oder seiner Gesellschaft (als gebundener Vermittler) anbieten. Mittlerweile sind in Deutschland Vermittlungsregister etabliert worden, die Online zugänglich sind und dem Kundenschutz dienen sollen. Seit 1995 gibt es ein Zentralregister für Finanzdienstleister das von mehreren Verbänden der Vermittler zu gründet wurde. Diese Versuche wurden von den Versicherungsverbänden befolgt und das Zentralregister für Versicherungsvermittler in Deutschland (ZVD) aus der Taufe gehoben.

« Previous PageNext Page »



Suche nach Forex Themen



eToro