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Die Pflegeversicherung: wirklich notwendig?

Rund 2% der Bundesbürger brauchten vor 1994 regelmäßige tägliche Pflege. 60.000 Menschen leben in alten – Pflegeheimen, 1,2 Millionen noch zuhause oder in der Familie. Ihnen sollte die staatliche Pflegeversicherung helfen – und noch vielen mehr: Nach einer Studie von Infratest ist jeder fünfte Bundesbürger potenziell pflegebedürftig. Eine Pflegeversicherung soll finanzielle Hilfe schaffen und vor allem die Kommunen entlasten, die über die Sozialhilfe ein Ansteigen der Zahlungen zu verzeichnen haben. Die Pflegeversicherung ist eine Zwangsversicherung. Sie folgt der Krankenversicherung: Sie ist in die gesetzliche Krankenversicherung in die Pflegeversicherung eingeschlossen. Die umstrittene Pflegeversicherung wurde in zwei Schritten eingeführt: Ab 1.4.1992 gab es Leistung für die ambulante Betreuung zuhause, seit 1.7.1996 wird auch die stationäre Pflege finanziert. Die Leistungen richten sich nach der Pflegebedürftigkeit. Es gibt drei Stufen der Pflegebedürftigkeit: Stufe eins – die Person braucht täglich Hilfe bei mindestens für drei Verrichtungen (Körperpflege, Ernährung, Mobilität, darunter aufstehen, ausgehen, Ein-und Auskleiden). Stufe zwei: Die Person muss mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten – Beispiel: Morgens, mittags, abends geholfen werden. Mehrmals in der Woche besteht hauswirtschaftlicher Versorgungsbedarf. Stufe drei: Die Person braucht ständige Versorgung, also rund um die Uhr. Mehrmals in der Woche besteht hauswirtschaftliche Versorgungsbedarf. In der häuslichen Pflege erhalten ähnliche pflegebedürftige Sachleistung zu 375 € monatlich, schwer Pflegebedürftige bis zu 900 € Schwerstpflegebedürftige bis zur 1800 € im Besonderen Härtefällen sogar mehr. Ist die Pflegeperson verhindert, übernimmt die Pflegekasse einmal jährlich die Kosten für eine Ersatzkraft und für häusliche Pflegeleistungen, ist nicht nur unfallversichert, der Pflegeversicherungsteil enthält auch noch Beiträge zur Rentenversicherung: Je nach Pflegestufe und Umfang der Pflege sind es zwischen 200 € und 400 € Euro je Monat. Die Leistungen werden nur auf Antrag gewährt. Seit Juli 1996 übernimmt die Pflegekasse auch ein Teil der Kosten für die stationäre Betreuung von rund 8000 € im deutschen Alten – im Pflegeheim. Auch hier gilt eine Stufenregelung, die sich nach der Pflegebedürftigkeit des Patienten richtet. Schwerst Pflegebedürftige erhalten zur Vermeidung von Härtefällen ausnahmsweise bis zu 1650 € Monat. Das Geld wird aber nur für Pflege-Dienstleistungen gezahlt. Alle Kosten für Unterkunft und Verpflegung muss der Heimbewohner selbst zahlen. Diese Eigenanteil beträgt durchschnittlich und 570 € Monat. Wenn höhere Pflegekosten, muss der Pflegebedürftige ebenfalls in die eigene Tasche greifen. Die Pflegeversicherung bietet also nur eine Grundversorgung. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen je zur Hälfte den Betrag von 1,7%. Dies gilt jedoch nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Dafür wurde den Arbeitnehmern ein Feiertag gestrichen, der stets auf einen Wochentag fällt: In den meisten Bundesländern ist dies der Buß- und Bettag.

Versicherungsbilanzen richtig lesen: Prämieneinnahmen und Versicherungssumme

Die Prämieneinnahmen der Lebensversicherungen sind wegen des großen Sparten teils nicht so aussagefähig wie die der Sachversicherung. Die Anteile der Rückversicherer an den Beiträgen werden getrennt ausgewiesen: in der Lebensversicherung gehen weit weniger Beiträge an die Rückversicherer als in der Sachversicherung. Tod ist eben gut kalkulierbar. Wichtig ist jedoch, ob die Rückversicherung in der Abrechnungsperiode dem Erstversicherer einen Ertrag, was die Ausnahme ist, oder – wie üblich – einen Aufwand gebracht hat. Wenn allerdings über die Jahre größere Summen an die Rückversicherer fließen, dann sind dorthin wohl auch größere Teile des Gewinns mitgeflossen, die den Versicherten bei der Gewinnbeteiligung fehlen. Das Problem der Bilanzanalyse ist, dass der Sparanteil der gemischten Lebensversicherung oder der Leibrentenversicherung nicht getrennt ausgewiesen wird, obwohl der Sparanteil nicht zum Unternehmensgewinn beiträgt. Die Prämieneinnahmen werden ohnedies nur durch die automatischen dynamischen Anpassungen nach oben getrieben. Ein hohes Prämienwachstum kann kein geringeres Ergebnis bedeuten, wenn es auf Neugeschäft zurückzuführen ist. Denn, so paradox es klingt, denn das Neugeschäft belastet die Bilanz: die hohen Abschlusskosten müssen sofort als Aufwand verrechnet werden. Lebensversicherungsbestände werden an den Vertragstückzahlen und den Versicherungssumme gemessen. Sie bieten sich als geeigneter gemeinsamer Nenner an. Der Selbstbehalt ist meist sehr groß, da normalerweise nur die besonders hohen Versicherungssummen rückversichert werden. Anhand der durchschnittlichen Versicherungssumme je Vertrag kann die Relationen von Versicherungsleistungen und Betriebsaufwendungen beurteilt werden: Kleine Verträge schaffen relativ höhere Aufwendungen. Die hohen durchschnittlichen Raten erklären sich durch hohe Sparanteil oder hohes Eintrittsalter der Versicherten. Das Verhältnis von Deckungsrückstellung und Bestand am Versicherungssummen sagt etwas über die Erreichung der Sparziels aus: Ein junger Versicherungsbestand hat niedrige, ein alter Versicherungsbestand hohe Werte. In den Erträgen aus Kapitalanlagen Erträge aus Aktionärs- und Versichertengeldern vermengt. Daher müssen die Lebensversicherer mindestens 90% ihrer Überschüsse an die Versicherten ausschütten. Zur Zuordnung der Gewinn auf die einzelnen Sparen gibt es mathematische Formeln, die mit dem Geschäftsplan vom Bundesaufsichtsamt genehmigt wurden. Die Schlüssel sind allerdings meist so angelegt, dass große Teile der Gewinne auf Sparanlagen gelenkt werden können, bei denen nicht ausgeschüttet werden muss. Zudem werden die Kosten dort angesiedelt, wo sie den Überschuss reduzieren. Auf die Deckungsrückstellung entfallen 90% der Kapitalanlagen bei Lebensversicherungen. Sie müssen besonders sicher angelegt werden. Daher sind sie ein vom übrigen Vermögen getrenntes Sondervermögen, dessen Bestand im Deckungsstockverzeichnis nachgewiesen und von einem Treuhänder überwacht wird. Der interessanteste Posten der Bilanzanalyse ist die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB). Hier werden die Überschüsse gesammelt, die den Versicherten zukommen sollen, wenn nicht zugeteilt sind. Der Bilanzposten ist eine Artpuffer, der Konstantegewinnausschüttungen ermöglichen soll. Das Versichertengeld wird oft solange wie möglich in der Rückstellung für Beitrags Rückerstattungen gehalten, weil es dort Erträge für die Versicherung bringt. Die verteilung der Gelder erfolgt recht willkürlich. Meist versucht die Gesellschaft, nicht mehr angebotene Tarife bei der Verteilung der Rückerstattung zu vernachlässigen. Zugleich werden die noch angebotene Tarife (und damit auch die Beispielzeichnungen) werbewirksam dotiert. Die Stornoquote gibt Auskunft über die Qualität des Geschäftes an die Zufriedenheit der Versicherten. Kündigung, Rückkauf und Beitragsfreistellung ergeben Relation zum durchschnittlichen Jahres bestand die Stornoquote. Sie ist am interessantesten für die Kapital – Lebensversicherung. Die Zahlen für die abgeschlossenen Versicherungssummen und die Bestandsveränderungen (also auch die vorzeitig wegfallenden Summen) finden sich in der Bestandstabelle im Geschäftsbericht.

Pfandbrief und kommunale Obligationen

innerhalb der festverzinslichen Wertpapiere bilden Pfandbriefe und kommunale Obligationen eine besondere Gruppe: Sie zeichnen sich gegenüber allem anderen die besondere Sicherheit aus. Um ihre Vorteile besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die Herkunft und die innere Logik von Pfandbriefen.

Seit 1995 gibt es sogenannte Jumbo-Pfandbrief. Sie wurden extra für institutionelle Großanleger geschaffen. Diese Jumbos garantieren durch ein spezielles Marketing, das an der Börse stattfindet, eine höhere Liquidität als herkömmliche Pfandbriefe. So wird der deutsche Pfandbriefmarkt nun zunehmend auch für ausländische Großanleger attraktiv, die diesen noch bis vor Kurzem vor allem wegen seiner Illiquidität gemieden hatten. Die zunehmende Bedeutung der Pfandbriefe am deutschen Rentenmarkt hat dazu geführt, dass Indizes für diese Papierart kreiert wurden: der deutsche Pfandbriefindex PDEX und der deutsche Jumbo-Pfandbriefindex PEX. Der deutsche Pfandbriefindex PDEX lehnt sich im Konzept an den Rentenindex REPEX an. Er besteht aus 30 fiktiven Pfandbriefen, bei denen die Nominalzinssätze, Laufzeiten und Gewichtung denen der 30 fiktiven
REX- Anleihen entsprechen. Der JPEX ist ein Index, der die Kursentwicklung der hauptsächlich für institutionelle Großanleger geschaffenen deutschen Jumbo-Pfandbriefe abbildet. Der JPX besteht aus 30 fiktiven Jumbo-Pfandbriefen, die in gleicher Weise wie die der atypischen Anleihen des REX und des PEX zusammengestellt wurden. Der JPX wird auch als Performanceindex (JEXP) bezeichnet. Emittenten von Pfandbriefen: Zur Gruppe der Pfandbriefemittenten gehören nur 45 Kreditinstitute. Dabei lassen sich drei Gruppen von Pfandbriefen unterscheiden: die privaten Hypothekenbanken, die öffentlich – rechtlichen Pfandbriefemittenten und die Geschäftsbanken. Andere Kreditinstitute verfügen nicht über das Recht, Pfandbriefe auszugeben.

Pfandbriefe können Sie bei jedem deutschen Kreditinstitut kaufen. Außerdem Fonds wird der Kauf und Verkauf der Pfandbrief auch über die Börse möglich. Das ist jedoch nur über eine Bank oder Sparkasse möglich, in der Anleger zuvor in entsprechende Kauf – und Verkaufsorder erteilt haben. Die meisten Pfandbriefe werden heute nicht nur als Einzelurkunden, so genannte effektive Stücke, ausgedruckt. Vielmehr erfolgte Kauf oder Verkauf mäßig. Das System ist der Bewegung auf einem Konto vergleichbar. Pfandbriefe kann der Anleger von seiner Hausbank verwalten lassen oder aber von der Hypothekenbank, die das Papier ausgegeben hat. Die Verwahrung übernimmt, wie bei allen festverzinslichen Wertpapieren, die Verwaltung. Das heißt, die Bank überwacht Zins und Fälligkeitstermin. Anfallende Zinsen und Einlösungsbeträge werden ausgezahlt. Bundesanleihen in Bundesobligationen: Dabei handelt es sich um langlaufende festverzinsliche Wertpapiere. Bundesobligationen unterscheiden sich durch kürzere Laufzeiten. Beide Anleiheformen zeichnen sich durch hohe Sicherheit aus. Fast 40% aller Deutschen haben Papiere sind Bundesanleihen und – Obligationen. Sie gehören damit zu den bedeutendsten deutschen Anleihen und sind gleichzeitig eine wichtige Finanzierungsquelle für den Staat. Bundesanleihen und – Obligationen werden an der Börse gehandelt. Bundesanleihen laufen meist über eine Laufzeit von 10 Jahren. Möglich sind aber auch 12 Jahre, 15 Jahre oder länger. Bundesobligationen laufen fünf Jahre. Die Rückzahlung erfolgt zum Nennwert. Der Verkauf über die Börse ist jederzeit möglich. Die Zinszahlung erfolgt jährlich.

Die private Rentenversicherung

Die private Rentenversicherung ist das einzige Geldanlageprodukt, welches Anlegern wirkliche finanzielle Sicherheit bis ins hohe Alter bietet. Die Versicherungsgesellschaften unterscheiden zwei Produktvarianten: die aufgeschobene Rentenversicherung und die fortwährende gegen Einmalzahlung. Bei der aufgeschobene Rentenversicherung schließt der Kunde in jüngeren Jahren ein Vertrag ab. Danach überweist er über die gesamte Laufzeitbeiträge – die Versicherungsprämien. Zum zuvor vereinbarten Zeitpunkt beginnt die Rentenzahlung. Der Abschluss einer privaten Rentenversicherung ist vor allem für Kunden empfehlenswert, denen es um die eigene Absicherung im Alter geht. Denn Angehörige werden durch die private Rentenversicherung unzureichend geschützt. Wenn ein Versicherter den Rentenbeginn nicht erlebt, erstatten die Versicherungsgesellschaften meist nur die bis dahin eingezahlten Beiträge. Außerdem besteht die Leistung aus einem kleineren garantierten Teil an einem größeren prognostizierten Zahlen. Für die garantierten Leistungen ist das Verlustrisiko dabei fast gleich null. Die prognostizierten Leistungen dagegen hängen davon ab, mit welchem Erfolg der Versicherer das Geld am Kapitalmarkt anlegt. Auch eine vorzeitige Kündigung ist mit finanziellen Verlusten verbunden. Vor Abschluss eines Vertrages über eine aufgeschobene Rentenversicherung mit vielen Details sollte bedacht werden: Eine möglichst hohe Rente ist im Alter ohne Zweifel das Ziel eines jeden Versicherten. Die Rentenhöhe hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab: der Höhe des Jahresbeitrages, der Länge der Laufzeit und der Rendite, die der Versicherer über Jahre erzielt. Dabei fährt der Kunde umso besser, desto länger in die Versicherung einzahlen. Oder andersherum: Wer sich früh für den Abschluss einer aufgeschobene Rentenversicherung entscheidet, hat im Alter mehr zu erwarten. Wer wenig Zeit hat, muss, um eine gute Rente zu erzielen, mehr einzahlen.

Als Garantiezeit schreibt der Gesetzgeber derzeit 3,25% vor. Das bedeutet, diese Rendite muss die Versicherungsgesellschaft auf alle Fälle mit dem Geld ihrer Kunden erzielen. Legt der Versicherer das Kapital mit einer besseren Rendite am Kapitalmarkt an, entstehen Überschüsse. Diese können den Kunden zugutekommen. Überschüsse entstehen übrigens auch dann, wenn die Verwaltungskosten der Gesellschaft geringer sind als zunächst kalkuliert, mehr Kunden vor Beginn der Rente sterben als erwartet oder in die Bezugszeit kommen oder früher sterben als erwartet. Wie der Kunde von Überschüssen profitiert, entscheidet er selbst. Und zwar sowohl für die Einzahlung – beziehungsweise Aufschwungphase als auch die Frühverrentung. Dabei wirkt sich die Wahl der Überschussbeteiligung in der Aufschubfrist erheblich auf die Rendite aus, die der Kunde bis zur Rente erreicht. Die Unternehmen bieten für die einzahlen Phase vier Varianten der Überschussbeteiligung an: die direkt Gutschrift, die Bonuskonten, die verzinsliche Ansammlung und die verzinsliche Ansammlung mit Fondseinlagen. Bei der direkt Gutschrift werden die angesammelten Überschüsse den Kunden regelmäßig Jahr für Jahr direkt gutgeschrieben. Resultat sind die Versicherungsprämie, also der Betrag, der monatlich oder jährlich zu entrichten ist. Im Gegenzug geht dabei jedoch der Zinseszinseffekt verloren, der notwendig ist, um eine gute Rentenzahlung zu erreichen. Deshalb ist diese Form wenig empfehlenswert.
Normalerweise investiert der Versicherer die Überschüsse in einer aufgeschobene private Rentenversicherung gegen Einmalbetrag die Konditionen des Vertrags entsprechend denen des Hauptvertrags. Dadurch erhöht sich auch die Todesfallleistung. Deshalb ist diese Variante, der erste versicherte, in denen Hinterbliebenenschutz wichtig ist. Verzinsliche Ansammlung: Diese Variante nutzt den Zinseszinseffekt für den Versicherten aus. Die Überschüsse werden einem Überschusskonto gutgeschrieben und verzinst. Der Effekt: Die spätere Rente fällt höher aus. Einen ähnlichen Effekt hat auch die verzinsliche Ansammlung mit Fondseinlagen. Allerdings sind Versicherte hier dem Auf und Ab an den Kapitalmärkten stärker ausgeliefert.

Prognose der Wertentwicklung von Investmentfonds

Grundsätzlich sind die Prognosen von künftigen Wertentwicklung von Investmentfonds wie Wettervorhersagen: Wie die Meteorologen haben auch Fondsspezialisten Messmethoden und Strategien die über die Qualität eines Fonds Auskunft geben.
Aus den Ergebnissen lässt sich zwar nicht sicher sagen, was morgen passiert – doch geben sie jenseits von „Baisse” und “Hausse“ einen ungefähren Ausblick auf das, was den Anleger erwartet. Was dem Wetterforscher Thermometer, Satellitenbild aus der Luft und Wasser ist, sind den Experten Wertentwicklung, Schwankungen und Marktverhalten. Nach diesen drei Grundkriterien analysieren Fondsexperten die in Deutschland verfügbaren Fonds und bewerten sie auch.
Dieses Ergebnis wird oftmals in einer Bewertungszahl ausgedrückt: je höher die Bewertungszahl, desto besser ist das Management des geprüften Fonds. Ein gutes Management wiederum steht für die Qualität des Fonds auch in der Zukunft. Trotzdem bleibt – wie bei der Wettervorhersage – ein gewisser Unsicherheitsfaktor bestehen. Zu den Qualitätsmerkmalen eines Fonds, die für gewöhnlich in eine Bewertung einfließen gehören die Wertentwicklung, die Abweichung der Wertschwankungen nach oben und die abweichende Wertschwankungen nach unten im Vergleich zum Markt. Wie gut ein Fonds ist, zeigt sich nicht an der absoluten Wertentwicklung. Um zu wissen, ob das Management gut gearbeitet hat, muss man den Fonds mit dem Markt vergleichen, indem er investierte.

Die Punktzahl für die Wertentwicklung ergibt sich aus dem Wertzuwachs des Fonds im Verhältnis zum Wertzuwachs des Marktindexes des Landes bzw. der Branche, die als Wertmaßstab herangezogen werden. Als Beispiel: Bestimmte Märkte sind jährlich um 20% gesteigen. Das Vermögen des Fonds ist um den Faktor 1,2 gewachsen. Der Index hat um 10%, also um den Faktor 1,1 zugelegt. Die Punktzahl für die Wertentwicklung errechnet sich wie folgt: (1,2 geteilt durch 1,1) mal 100. Das Ergebnis ist 109,1.
In die Qualitätsbewertung fliesst außerdem das Schwankungsspektrum des Fonds mit ein, sprich: wie stabil ist die Wertentwicklung dieses Fonds? Wie stark fallen die Wertschwankungen aus? Im allgemeinen messen Fondsexperten die Stärke der Wertschwankungen über die Standardabweichung der monatlichen Wertzuwächse. Die Standardabweichung gibt an, in welcher Bandbreite die jährliche Wertentwicklung eines Fonds mit einer Wahrscheinlichkeit von zwei dritteln um den langfristigen Durchschnitt schwanken kann. Für gewöhnlich wird dann die Standardabweichung in Prozent pro Jahr berechnet. Je höher die Wertschwankungen nach oben ausfällt, desto besser ist es für den Fonds, denn es zeigt: das Fondsmanagement ist in der Lage, zwischenzeitlich auf bessere als die bisher im Schnitt erreichten Ergebnisse einzufahren.

Mittags und abends teilen die TV-Nachrichten die neuesten Entwicklungen an den Börsen mit, am nächsten Morgen steht in den Tageszeitungen, um welche Werte sich die wichtigsten Börsenindizes der Welt geändert haben. Die Anleger schließen aus diesen Werten gerne, wie sich vor Mittwoch entwickelt hat. Das gelingt aber nur, wenn der Fondsmanager sich ähnlich verhält wie der Index, und bringt wenig bis nichts, wenn der Fondsmanager seine eigene Strategie verfolgt.



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