Im alltäglichen Geldgeschäften muss man auf der Hut sein – überall fallen Gebühren an. Man muss jedoch nicht für alles zahlen. Banken dürfen nämlich nicht für alle Leistungen Gebühren erheben. Einige versuchen Sie es mir wieder: zum Beispiel für die Rückrechnung von Lastschriften, die Rückgabe von Überweisungen oder wenn Daueraufträge wegen mangelnder Kontodeckung nicht ausgeführt werden. Zu Unrecht in allen drei Fällen entschied der Bundesgerichtshof schon vor Jahren, dass sein Geld hierfür unzulässig sind. Demnach sind auch sogar der Benachrichtigungsentgelte nicht erlaubt, die Banken gern kassieren, wenn sie ihren Kunden über die nicht ausgeführten Aufträge informieren. Keine Gebühren dürfen Banken zudem für die Übertragung eines Wertpapierdepot einer Bank anderen Bank erheben – eine Ausnahme besteht dann, dass meist geringeren Kosten weitergegeben werden. Das wurde in einem Schlichterverfahren durch einen Ombudsmann beim Bundesverband deutscher Banken entschieden. Ebenfalls für die Kunden kostenfrei: die Bearbeitung von Freistellungsaufträgen und die Übertragung eines Kontos nach Versterben des Inhabers auf seine Erben. Auch wenn es sich meist um kleinere Beträge handelt: Stets zurückfordern!
Wer an den Bankschalter kommt wird ohne ein Angebot für Investmentfonds kaum wieder das Kreditinstitut verlassen. Die Banken sind auf die Provision bei diesen Produkten scharf und deshalb besonders windig: Um mehr Fonds verkaufen, lassen sich Berater gern mal auf Provisionsrabatt ein. Doch Vorsicht! Dadurch wird es nicht immer günstiger. So sind laut mehrerer Analysen die nicht verhandelbaren Jahresgebühren, die automatisch vom Konto abgehen, zuletzt deutlich gestiegen. Verwaltung, Management und die Buchführung von Aktienfonds kosten im Schnitt rund 1,3% der jährlichen Wertentwicklung. Auch von diesem Punkt weichen Rentenfonds und die Anbieter durchschnittlich um 0,74% ab, für deren Beschaffung werden rund ein Prozentpunkt fällig. Verhandeln Sie beim Fondskauf also nicht nur über den Ausgabeaufschlag, sondern achten Sie bei der Auswahl auf die laufenden Jahresgebühren. Viele Angeber weisen diese Experten Gesamtkosten in der Prozent als sogenannte TR – Total Expense Ratio- aus. Auch bei Überweisungen ist Vorsicht geboten. Nicht immer führt die Banküberweisungen, Last- und Gutschriften korrekt aus. In der Regel geschieht dies zulasten des Kunden. Dadurch entstehen Zinsverluste, und die können sich im Laufe der Jahre zu erheblichen Beträgen summieren. Dabei spricht die Rechtslage eindeutig für den Bankkunden: das Finanzinstituten ist verpflichtet, ihn zu Unrecht eingehalten einbehaltenen Beträge zu erstatten. Zusätzlich muss sie dem Kunden Anlagezinsen bieten, die sich zusammensetzen aus dem Refinanzierungszins, zu dem sich die Banken bei der Europäischen Zentralbank irgendein Plus 5%-Aufschlag. Deshalb sollte man unregelmäßig die Kontoauszüge unter die Lupe nehmen. Im Zweifel sollte man eine Konto-Prüfung veranlassen. Bei Krediten ist ebenfalls Vorsicht geboten. Seit die Banken wieder auf das Geschäft mit den Kleinkunden setzen, erhalten Kunden vermehrt verlockend erscheinende Angebote: Statt auf dem Konto zu hohen Zinssätzen in den Dispo zu gehen, raten die Banken zu einem länger laufenden Ratenkredit. Hier sind die Zinsen etwa halb so hoch wie die Kontokorrentkredite. Gleichzeitig werden lange Kreditlaufzeiten empfohlen. So ein Ratenkredit hat nur Sinn, wenn die Summe wirklich über eine lange Laufzeit benötigt wird. Dann ist das plötzlich unvergleichlich teurer, weil sie sogar Zinseszins bezahlen müssen. Wer jedoch in absehbarer Zeit damit rechnen kann, seinen Dispo ausgleichen zu können, fährt mit dem günstig erscheinenden Ratenkrediten schnell schlechter. Mit zunehmender Laufzeit steigen der Zins an, der am Ende für eine Summe zu zahlen ist. Ein halbes Jahr lang 5000 € minus auf dem Kunden sind bei einem Zins von 13% günstiger als 17% Ratenkredit auf drei Jahre. Bei Ratenkrediten sollte man in jedem Fall aushandeln, die Summe komplett und jederzeit zurückzahlen zu können. Diese Banken nehmen in solchen Fällen unterschiedlich hohe Tilgungsgebühren. Hier lohnt sich das Vergleichen.