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Die verschiedenen Anleiheformen

Fremdwährungsanleihen senken das Risiko: Bei diesem Anleihen entfällt das Währungsrisiko völlig, da sie in Euro herausgegeben werden.
Bei den sogenannten Doppel-Währungsanleihen handelt es sich um alte Sonderformen von Fremdwährungsanleihen. Bei diesen Papieren erfolgt die Zinszahlung und/oder die Rückzahlung in einer anderen als der Emissionswährung. Häufig sind aber Währungsanleihen mit einem Wahlrecht ausgestattet: Es kann sowohl für Anleger als auch für Emittenten gelten. Gewählt wird, in welcher Währung die Zinsgutschrift und/oder Rückzahlung erfolgt. Dieses Recht gilt gleichermaßen für Anleger oder Emittent.
Welchen Zinsabschlag der Anleihenanleger eventuell für die Ausübung dieses Rechts hinnehmen muss, ist in dem Emissionsbedingungen enthalten.
Bei Staatsanleihen, bei denen die Bonität des Schuldners entscheidet, ist die Bonität auch das Auswahlkriterium, das nach einem Kauf nach längeren Zeitabständen wieder kontrolliert werden sollte. Anleihen von Industrieunternehmen, nationalen Institutionen in der Welt, Anleihen der Weltbank oder sonstiger erstklassiger Emittenten lassen normalerweise an der Bonität nichts zu wünschen übrig. Es gilt im Übrigen sich nicht zu sehr von den höheren Renditen zweitklassiger Schuldner leiten zu lassen. Es sei denn, der Anleger ist zu diesem risikobereit. Er sollte bedenken: je höher die Rendite, umso höher auch die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls. Bei Anleihe – Sonderformen handelt es sich um Sonderformen von festverzinslichen Wertpapieren. Dieser Markt entwickelt sich rasant. Zu den herkömmlichen Anleihen kommen nun Sonderformen, Anleihen mit besonderer Ausstattung.
Diese Vielfalt erschwert die Überschaubarkeit. Gleichzeitig wachsen die Chancen für Anleger, mit Anleihen Gewinne zu machen. Im Gegenzug musste der Anleger sich über die Risiken der verschiedenen Anleiheformen informieren. Überdurchschnittliche Gewinne versprechen zum Beispiel Wertpapiere, die mit besonderen Rechten ausgestattet sind.  Aktien – oder Wandelanleihen bieten zum Beispiel die Vorzüge herkömmlicher Anlagen ermöglichen es den aber Anlegern zugleich, von Kursgewinnen an den Börsen zu profitieren. So genannte „Junk-Bonds“ beziehen dagegen ihre Chancen aus der besonders schlechten Bonität ihrer Emittenten. Wandelanleihen existieren als Finanzierungsinstrument schon seit gut einem Jahrhundert.
Sie sind ein Zwitter aus Anleihen und Aktien. Als Anlageform sind sie nicht unkompliziert, denn um die Chancen der Papiere einschätzen zu können müssen sich die Anleger sowohl im Bereich Anleihen als auch bei Aktien auskennen. Wandelanleihen sind Schuldverschreibungen, die dem Anleger das Recht einräumen, in die Schuldverschreibungen der ausgehenden Gesellschaft zu tauschen. Damit kann der Anleger wählen, war bei der Fälligkeit das investierte Kapital zurück will oder ob er zu einem beliebigen Termin vor Rückzahlung von seinem Weisungsrecht Gebrauch macht und Miteigentümer des Unternehmens – als Aktionär – wird.
Solange er nicht entscheidet, sein Wandlungsrecht auszuüben, wird die Anleihe wie eine herkömmliche Anleihe verzinst und der Fälligkeit des Kapitals im Nennwert von 100% zurückgezahlt. Mit Ausübung dieses Wandlungsrecht erlischt das Forderungsrecht auf die Rückzahlung der Anleihe. Wandelanleihen sind Aktienspekulationen mit Sicherheitsnetz. Das Kursrisiko der Anleihe ist durch eine feste Verzinsung nach unten begrenzt. Die Zinszahlung erfolgt jährlich. Das Kapital wird, wenn nicht vom Umwandlungsrecht Gebrauch gemacht wird, zum Nennwert zurückgezahlt. Gleichzeitig profitieren die Anleger, falls sich die Aktien des Unternehmens gut entwickeln. Bei Aktienanleihen wiederum handelt es sich um festverzinsliche Wertpapiere, deren Verzinsung deutlich über dem vergleichbarer Bundesanleihen liegt. Der Emittent behält sich dafür das Recht vor, bei Laufzeitende entweder den Nominalbetrag zurückzuzahlen oder eine bestimmte Anzahl von Aktien zu liefern.

Die verschiedenen Anleiheformen

Unternehmensanleihen (Corporate Bonds)

Unternehmensanleihen, Industrieobligationen oder neudeutsch Corporate Bonds sind festverzinsliche Wertpapiere, die von Firmen ausgegeben werden. Dafür zahlt das Unternehmen regelmäßig Zinsen und am Ende der zuvor festgelegten Laufzeit die Schuld zurück. Rating-Agenturen zeigen das Risiko der Anlage an. Damit der Anleger auf einen Blick sehen kann, wie gut oder weniger gut sein Geld bei den einen oder anderen Unternehmensanleihen aufgehoben ist, vergeben die Rating-Agenturen Noten in Form von Buchstabenkombinationen. Die Skala reicht vom dreifachen A bis zum C. – vom ausgezeichneten Schuldner bis zum Wackelkandidaten.
Es kann jedoch nicht jedes Unternehmen ein Rating bekommen. In Deutschland haben etwa 1/6 davon die Anleihen begeben und das heißt nicht, das dieses Unternehmen zahlungsunfähig wären. Immerhin befinden sich unter ebenso bekannte Großunternehmen wie Krupp oder Bertelsmann, die als qualitativ gelten. Fremde Fonds-Anleihen sind Anleihen, die in fremder Währung ausgegeben werden. Im internationalen Emittenten werden sie manchmal auf inländischen Banken und Industrieunternehmen begeben ergeben. Der Einstieg lohnt sich, wenn das Zinsniveau Deutschlands in Euroland besonders niedrig ist und eine relativ stabile Fremdwährungen deutlich höheres Marktzinsniveau aufweist. Die Renditen von Anleihen in ausländischer Währung sind relativ hoch. Sie liegen je nach Bonität des Landes beziehungsweise des Schuldners sowie der entsprechenden Wechselkursentwicklung – derzeit zwischen vier und 12%. Doch diese vergleichsweisen hohen Nominalzinsen sollten nicht darüber hinwegtäuschen: Ein Zinsvorteil von einigen Prozentpunkten pro Jahr kann bei einer ungünstigen Entwicklung der betreffenden Währung innerhalb kürzester Frist schmelzen. Wer in sogenannte Fremdwährungsanleihen investiert, sollte sich darüber klar sein, dass er ein Währungsrisiko eingeht. Deshalb ist die Auswahl der Währung von entscheidender Bedeutung. Grundsätzlich gilt: eine faire Chancen auf Aufwertung kann die Rendite sehr viel positiver beeinflussen als ein Zinsvorsprung einer Anleihe, die auf eine wackelige Währung lautet. Die Einschätzung der Bonität eines Staates (und damit auch dessen Währung) helfen die Rating-Agenturen wie Moodeys und Standard & Poors.

Die verschiedenen Anleiheformen-Aktienanleihen

Aktienanleihen bergen auch ein hohes Risiko. Denn der Anleger nimmt mittelbar an Kursverlusten des Basiswertes teil, partizipiert jedoch nicht in der Wertsteigerung der Aktie. Aktienanleihen sind deshalb für Anleger interessant, die hohe Zinseinnahmen wünschen und sich am Aktienmarkt auskennen.
Denn die Kursentwicklung einer Aktienanleihen ist während der Laufzeit von der Zinsentwicklung und vom Aktienkurs abhängig. Der Blick vor dem Kauf sollte nicht auf den hohen Coupon, sondern auf das Unternehmen gerichtet sein. Für viele Anleger zahlt sich eine Aktienanleihe im Grunde nur dann aus, wenn er die Chancen zum Erhalt der hohen Zinsen höher einschätzt als das Risiko, beispielsweise die Aktie geliefert zu bekommen.
Optionsanleihen sind Spekulationspapiere mit eingebautem Sicherheitsnetz. Statt hohe Zinsen zu zahlen, wollen die Schuldner von Optionsanleihen dem Anleger das Recht ein, per Termin Anleihen seines Unternehmens zu einem im Voraus festgelegten Bezugspreis zu erwerben. Dieses Recht ist in einem Gesondertem, den Anleihen beigefügten Zertifikat verbrieft, dem sogenannten Optionsschein. Dieser Schein stellt einen eigenen Wert dar. Steigt der Aktienkurs des emittierenden Unternehmens, verdiente Anleger nicht nur, auch der Optionsschein gewinnt an Wert. Fällt der Aktienkurs, wird mit Optionsscheinen ebenfalls verdient. Dem Anleger bleibt jedoch immer noch die Anleihe. Sie wird bei Fälligkeit im Nennwert von 100% zurückgezahlt. Herausgegebenen Optionsanleihen sind ausschließlich Unternehmen, deren Aktien an der Börse gehandelt werden. Die Stückelung beträgt in der Regel 500 bis 2500 €. Optionsanleihen werden nach Demission im amtlichen Handel des Rentenmarktes an der Börse eingeführt. Dort wird Börsen täglich ein Einheitskurs festgestellt. Das Risiko bei Optionsanleihen: Die Anlageform ist ausgesprochen kompliziert. Der Anleger trägt das Risiko, das gesamte eingesetzte Kapital bei Kursrückschlägen zu verlieren. Indem damit am Kursverlust der Aktie überproportional partizipiert im Vergleich zum Aktionär ist der Anleger aber nicht dividendenberechtigt.
Der Anleger braucht das Paket aus Anleihenoptionsschein allerdings nicht ein für alle Mal zu behalten. Die Optionsscheine können schon nach dem Kauf von Schein abgetrennt und separat an der Börse gehandelt werden. Auch die Scheine werden im amtlichen Handel an der Börse notieren sind dort zum Handel zugelassen. Die Kursnotiz für den Optionsschein bezieht sich immer auf einen Schein, der nur ein einziges Optionsrecht beinhaltet. Besitzt der Anleger Scheine, die ein Paket aus mehreren Optionsrecht verbriefen, dann muss er den Börsenkurses des Optionsscheins mit der Zahl der zu beziehenden Aktien multiplizieren, um den Preis des Schreibens zu ermitteln.

Genussscheine sind eine Alternative für Anleger, die höhere Erträge sind Papiere erzielen, aber nicht das Risiko eines Aktionärs tragen wollen. Genussscheine erzielen statt mehr Zinsen als Anleihen fast dreimal so hohe Ausschüttungen wie Aktien. Allerdings hat der Renditevorteil sein Preis: Wer in Genussscheine investiert, ist am Gewinn aber auch am Verlust des Unternehmens beteiligt. Ertrag und Sicherheit des Kapitals hängen stark von der Bonität der Herausgeber und von der Ausstattung der Papiere ab. Genussscheine sind ein Mittelding zwischen Aktien und Anleihen. Es sind reine Vermögensrechte, die dem Anleger einen Anspruch am geschäftlichen Erfolg eines Unternehmens sichern. Wer in Genussscheine investiert, stellt dem Unternehmen damit Kapitals Verfügung und darf zum Ausgleich dafür die Früchte erfolgreicher Geschäftspolitik in Form jährliche Ausschüttungen genießen. Die Zinsen sind überdurchschnittlich. Auch in puncto Kursgewinne sind Genussscheine bestens ausgestattet. Börsennotierte Scheine haben eine hohe Liquidität. Die Vielfalt der Vertragsauswahl erlaubt nach persönlicher Risikoverteilung und Situation maßgeschneiderter Anlagestrategie.

Geldanlage in Aktien: der Aktienkurs

Anleger setzen beide Investitionenaktien in erster Linie auf Kursgewinne! Der Kursgewinn ist die positiven Differenz zwischen Kauf und Verkaufs Kurs. Wer eine Aktie sitzt, verkauft diese, wenn entweder Geld braucht oder einer seiner persönlichen Präferenz – der Abwägung zwischen Chance und Risiko – bessere Anlage für sein Geld in Sicht. Es kann schon eine andere Aktie sein, wenn die Gewinnaussichten für das Unternehmen besser sein um größere Kursgewinne locken. Jeder Investor hat seine eigene Präferenz und schätzt deshalb auch die Lage anders sein können. Deshalb will der Verkäufer auch einen Käufer. Je größer die Gesamtheit der Aktien in den persönlichen Präferenzen sind desto größer ist der Preis drin sind Käufer und Verkäufer von Aktien begeistert, wird der Verkäufer sie nur im hohen Preis abgeben wollen. Da die Einschätzung einer bestimmten Aktie mit der Nachrichtenlage schwankt oder ständig wechselt, sollte man sich grundsätzlich darauf einstellen, dass man grundsätzlich sehr aktiv sein muss. Ein Hobby beansprucht mehr Zeit als ein Vergnügen. Man sollte also wissen, wie viel Zeit man neben dem bloßen Geld zu investierten pflegt. Und diese Zeit sollte man wirklich nutzen. Aktien besitzt ein ganz spezielles Risikoprofil, das es zu beachten gilt! Ihre Preisbildung hängt in starkem Maße auch von Faktoren ab, die sich rationale Kalkulation entziehen. Eine ganz besondere Rolle spielen zum Beispiel das unternehmerische Risiko, das Kursänderungsrisiko, das Dividendenrisiko und die Psychologie der Marktteilnehmer. Beim unternehmerischen Risiko handele es sich um das Insolvenzrisiko. Es hängt mit der Spezifikation der Anlage zusammen. Denn mit dem Kauf einer Aktie wird der Anleger ein Kapitalgeber und ein Mitinhaber der Aktiengesellschaft. Damit öffnen sich ihm gleichermaßen Chancen und Risiken. Das unternehmerische Risiko enthält die Gefahr, dass sich das Investment anders entwickelt als ursprünglich erwartet. Gleichzeitig kann der Anleger nicht davon ausgehen, dass er das eingesetzte Kapital zurückerhält. Im Extremfall, im Konkurs des Unternehmens, kann ein Aktieninvestment einen vollständigen Verlustanlagebetrag bedeuten, zumal die Aktionäre im Konkursfall erst nach Befriedigung aller Gläubiger am Liquidationserlös beteiligt werden. Weiterhin unterliegen Aktienkurse unvorhersehbaren Kursschwankungen. Dabei handelt es sich mit Kursänderungsrisiko. Kurz -, Mittel – und langfristige Aufwärtsbewegungen und Abwärtsbewegung lösen einander ab, ohne dass ein fester Zusammenhang für die Dauer der einzelnen Phasen erkennbar ist. Langfristig sind die Kursbewegungen durch die Ertragslage der Unternehmen bestimmt, die ihrerseits durch die Entwicklung der Gesamtwirtschaft der politischen Rahmenbedingungen beeinflusst werden. Mittelfristig überlagern sich Einflüsse aus dem Bereich der Wirtschafts -, Währung – und Geldpolitik. Kurzfristig können aktuelle, zeitlich begrenzte Ereignisse wie Auseinandersetzungen zwischen den Tarifparteien oder politische Krisen Einfluss auf die Stimmung an den Märkten und damit auf die Kursentwicklung nehmen.

Altersvorsorge: Ideal und Realität

Im Idealfall ruht die Altersvorsorge in Deutschland auf drei Säulen: der gesetzlichen Rente, der freiwilligen betrieblichen Rente und der privaten Altersvorsorge. Der demografische Wandel unserer Gesellschaft macht aber den genauen Umfang der gesetzlichen Rente für die Zukunft schwer berechenbar. Wenn sich nichts Grundlegendes ändert, ist absehbar, dass künftige Generationen nicht wie bisher aus dem System eine Rente in der heutigen Höhe erhalten werden.

Hier setzen die Anlageberater gern mit ihrer Argumentation an: Soll beim Eintritt ins Rentenalter der heutige Lebensstandard gehalten werden, müsse man ab sofort anfangen zu sparen. Ihr Schlagwort heißt
“Versorgungslücke”- das ist jedoch mit Vorsicht zu genießen:
Es bedeutet nichts anderes, als dass sie ihren jetzigen Lebensstandard aufgeben müssen (Sparen ist Konsumverzicht), um ihm im Rentenalter wieder zu erreichen. Niemand aber weiß, wie viel Geld Sie in 30 Jahren oder mehr benötigen. Lassen sie sich nicht von hohen Versorgungslücken beeindrucken, die Ihnen ihre Berater vorrechnen.

Wichtiger ist es, eine vernünftige Anlagestrategie zu entwickeln. Schließlich ist ihr heutiges Einkommen die einzige Quelle für Lebensstandard – heute und morgen. Wie viel Geld sie dort jeden Monat für Ihre private Altersvorsorge zur Seite legen sollten, kann man nie genau auf Euro und Cent sagen. Es gibt allerdings eine Faustregel: Staatsrente plus Eigenvorsorge. Sind Sie beispielsweise ein Angestellter, dann zahlen Sie inklusive Arbeitgeberanteil monatlich einen Betrag von 19,5% des Bruttoeinkommens in die gesetzliche Rentenversicherung. Da dies voraussichtlich nicht reichen wird, und Ihren Altersbedarf zu decken, sollten Sie zumindest mindestens 5%, besser noch 10% ihrer Nettoeinkünfte sparen – sofern sie keine Schulden haben. Ansonsten geht der Schuldenabbau natürlich vor.

Gehören Sie zu der Gruppe der Selbstständigen, lautet die entsprechende Faustregel mindestens 20% ihrer Nettoeinkünfte zu sparen. Betrachten Sie also Ihren gesamtes Vermögen als Sicherheit und Altersvorsorge. Dabei ist es zweitrangig, ob Sie mehr kurzfristige oder langfristige Produkte gewählt haben. Wichtiger ist eine konstante Vorsorge. Verfolgen Sie eine Minimumsstrategie.

Sparen Sie konsequent alles, was in der jeweiligen Lebensphase möglich ist, bleiben Sie dabei aber flexibel.

Ihr Augenmerk sollte nicht nur auf der Optimierung einzelner Produkte oder Lebensabschnitte liegen, sondern auf eine Erhöhung ihrer “Lebensrendite”.

Mit Einführung der Riester-Rente werden die Deutschen beim Aufbau Ihrer privaten Vorsorge durch finanzielle Zulagen und Steuerersparnisse unterstützt. Trotzdem ist die Nachfrage bescheiden.
Grund: Die Riester-Rente ist wenig flexibel, intransparent und der Abschluss kompliziert. Der Verbraucherschutzzentrale hingegen setzen sich für die Riester-Rente ein. Sie betonen, dass „Riester“ Zuschüsse bietet, die das Altersvorsorgesparen deutlich unterstützen. Besonders profitieren Kleinverdiener, Familien und Alleinerziehende mit mehreren Kindern sowie nicht versicherungspflichtige Ehepartner.

Aber auch die Förderquote gut verdienender Singles liegt bei 30 bis 40%. Es gibt viele Irrtümer in Bezug auf Lebensversicherungen und Rentenversicherungen, von denen die Wichtigsten kurz angesprochen werden sollten: Grundsätze ist der Abschluss einer Riester-Rente für die Altersvorsorge nicht verpflichtend. Sie sind als sinnvolle Ergänzungsverträge zu sehen, die staatlich gefördert werden. Sie haben allerdings strenge Auflagen, sodass die Förderungen möglicherweise zu teuer erkauft wird und über Nacht wieder verloren geht.
Auch im Zeitalter der Riester-Rente kann eine Altersvorsorgestrategie mit konventionellen Produkten die beste bessere Wahl sein. Grundsätzlich sollte man nicht mit Altersvorsorge warten, bis das Einkommen gut genug ist. Dieses ist zumindest teilweise richtig: Langfristige Sparverträge sollten zwar erst abgeschlossen werden, nachdem ein kurz- und mittelfristiges Vermögen aufgebaut worden ist. Allerdings dient dies nur dem Ziel, ihre Finanzen stabil zu halten.
Je später man mit dem Vermögensaufbau anfängt, desto höher sind die Beträge, die monatlich aufgebracht werden müssen. Grundsätzlich frisst die Inflation kontinuierlich die Kaufkraft des angelegten Betrages auf.Das heißt, 100 € sind in 10 Jahren vielleicht nominal 100 €, man kann damit effektiv aber nur Waren kaufen wie heute für 74 €. Dies würde einer durchschnittlichen Inflationsrate von 3 % entsprechen, die auch in vergangenen Jahrzehnten im Durchschnitt 3% betragen hat.

Altersvorsorgestrategien: Arbeitgeberbeteiligung & Fondssparpläne

Arbeitnehmer können vom Tage des Berufseinstiegs den Arbeitgeber am Aufbau ihrer Rücklagen beteiligen. Da sie die zu investierten Beträge quasi zum Nulltarif bekommen, lohnt es sich, über ein Investmentaktienfonds nachzudenken. Anleger, die zum Beispiel die Arbeitgeberleistungen von maximal 40 € im Monat in der in den vergangenen 31 Jahren fünf Versicherungsleistungsjahre plus einer Wartezeit, nach dem Stand von 1999, in deutschen Aktienfonds anlegten, bauten sich ein Vermögen von circa 130.000 € quasi zum Nulltarif auf. Zum Vergleich: Die Summe der in diesem Zeitraum eingezahlten Beiträge belief sich auf circa 16.000 €. Das Geheimnis dieser Erfolge: Die Geldanlage erfolgt in deutscher Aktienfonds. Aktienfonds eignen sich besonders für Anleger, die über eine lange Ansparzeit verfügen. Dann spielt auch der deutsche Aktienfonds die längerfristige Ertragsstärke aus. Raten sparen auf Fondssparplanbasis hat vor allem in flauen Börsenzeiten Sinn. Denn gerade bei dieser Anlageform macht sich ein langer Atem bezahlt. Fondssparplänen eignen sich besonders gut, langfristige Sparziele zu erreichen, entweder für die Altersvorsorge oder das Eigenkapital für eine Immobilie. Der Bundesverband deutscher Investmentgesellschaft hat ausgerechnet, dass Anleger, die 30 Jahre lang jeden Monat 50 $ in Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschschland angelegt hat, am Stichtag über ein durchschnittliches Depotvermögen von rund 128.000 € verfügte. Die Summe, die der Anleger eingezahlt hat, liegt bei 18.000 € unter Berücksichtigung des Ausgabeaufschlag.
Denn beim Ansparen mit Fondsparplänen verhält sich der Anleger antizyklisch.
Wenn der Anleger jeden Monat einen Festbetrag anspart, erwirbt er relativ viele Anteile, wenn die Kurse im Keller sind, und vergleichsweise wenige, wenn die Preise hoch sind. Dieser so genannte „cost-average-effect“ nennt man die Kursschwankungen beim durchschnittlichen Kaufpreis.
Mit Kursschwankungen wird daraus eine Anlagestrategie, die den durchschnittlichen Einstandspreis in einen Fonds durch Nachkauf auf niedrigerem Preisniveau im Blick hat. Wer regelmäßig einen festen Betrag in einen Fondssparplan einzahlt, wird diese Strategie automatisch umsetzen. Ist der Preis für einen Fondsanteil gesunken, kauft der Anleger automatisch mehr Anteile. Ist er hingegen gestiegen, kauft er logischerweise weniger. Im Durchschnitt ist er damit der sogenannte Einstandspreis günstiger. Natürlich kann der Anleger auch regelmäßig eine bestimmte Anzahl Anteile erwerben. Allerdings sollte dann über einen langen Zeitraum regelmäßig eine gleich bleibende Zahl von Anteilen gekauft werden.
Gegenüber einer Einmalanlage ist dieser Effekt nicht von durchschlagender Wirkung. Das ist rechnerisch ganz einfach erklärt: Ein Anleger der zu Beginn eines 10-Jahres-Zeitraums 12.000 € als
Einmalanlage eingefroren hat; der andere Anleger zahlt jedes Vorjahr 1000 € in denselben Fonds. Ganz gleich, wie sich der Fonds über die Jahre entwickelt – beide Einmalanlagen führen dazu, dass sich der volle Betrag von Anfang an rentiert, während er sich beim Sparplan durch monatliche Raten erst allmählich zu einem Vermögen (Wert) entwickelt. Resultat: Die ersten Anleger schneiden besser ab. Insgesamt hängt das zu erwartende Ergebnis, sowohl bei der Einmalanlage als auch beim Sparplan davon ab, wie sich der Anteilspreis des jeweiligen Fonds während der gesamten Laufzeit der Anlage oder Sparplan entwickelt. Fondssparplänen bieten einen weiteren Vorteil: Der Anleger bleibt flexibel. Zwischendurch kann er größere Beträge entnehmen und auch die Ratenhöhe lässt sich leicht variieren. Bei der Entscheidung, welcher Fondssparplan infrage kommt, hilft ein Blick auf die allgemeine Wertentwicklung nur bedingt. Die jährliche Wertentwicklung eines Fonds ergibt sich aus dem Vergleich der Anteilspreis zum Jahresanfang und zum Jahresende. Doch diese Daten gelten jeweils für Einmalanlagen. Der Verlauf der Wertentwicklung eines Fonds wirkt sich jedoch auf einen Sparplan anders aus als aus als auf eine Einmalanlage. Liegt also ein Fonds bei der durchschnittlichen Jahresrendite vorn, so kann anderer einer Sparplanrendite trotzdem besser abschneiden.

Vor Rückschlägen gefeit sein: Aktienfonds ohne Wertschwankungen gibt es nicht

Der clevere Anleger hat sich bereits vor Abschluss eines Sparplans gefragt: Wie lange möchte ich mein Geld anlegen und welche Rendite erwarte ich? Sicher, man kann auch Monat für Monat in einen Aktienfonds einzahlen sich nach 10 oder 20 Jahren überraschen lassen, was aus dem Geld geworden ist. Besonders schlau wäre das aber nicht. Selbst gut gemanagte Aktienfonds haben manchmal starke Kursschwankungen. Und eins wird bei Sparplänen gern vergessen: Auch die bereits gekauften Fondsanteile sind zu jedem Zeitpunkt vor den Unwägbarkeiten des Marktes ausgesetzt. Das Risiko von Kursverlusten wird durch den Kauf auf Raten nicht gemindert. Anleger tun also gut daran, schon eine Weile vor dem geplanten Ausstieg die aktuelle Entwicklung ihres Fonds zu verfolgen. Das gilt für Sparpläne in noch stärkerem Maße als für einmalig angelegtes Geld.
Der Grund: Bei ihnen schlägt ein Börsencrash zum Ende der Laufzeit besonders drastisch auf die Gesamtrendite durch. Ein Börsencrash kurz nach dem Einstieg ist dagegen eher günstig, denn dadurch können Anleger Fondsanteile in der Folgezeit vergleichsweise preiswert einkaufen. In einer Aktienhausse zu Sparplanbeginn kommt wiederum ungelegen, da wenig Kapital angespart ist, das vom Zuwachs profitieren kann. Gegen Ende der Laufzeit sind die Vorzeichen umgekehrt: Ein Aktienboom könnte die Rendite nochmal kräftig nach oben puschen, während ein Kurseinbruch schlimmstenfalls die vorher angesammelten Gewinne komplett zunichtemacht. Vergleicht man einen Anleger, wer vor fünf Jahren einen größeren Betrag auf einmal angelegt hat, mit einem Sparer, der seit fünf Jahren regelmäßig seine Raten einzahlt, lag die Rendite beider Geldanlagen bis zum letzten Tag des Anlagezeitpunkt mit 10%, so führt ein Kursrutsch von 20% zu völlig anderen Ergebnissen. Der Anleger, der zu Beginn in einen festen Betrag investiert hat, käme immer noch auf eine jährliche Durchschnittsrendite von 5,2%. Bei Sparplaneinzahlungen liegen diese nur bei kümmerlichen 1,1% pro Jahr. Bei langfristigen Betrachtungen wird deutlich, dass die jährliche Rendite nach 20 Jahren durch einen Ausgabeaufschlag von 5% nur um ein paar Zehntel gemindert wird: Statt 10,8% gibt’s dann zum Beispiel 10,5%. Das Verlustrisiko ist umso größer, je kürzer gespart wurde. So endet unsere Simulationsrechnung immerhin bei 12 von 100
Fünf-Jahres-Plänen mit einem Verlust. Nach 10 Jahren stehen dagegen nur noch 5 Sparpläne in den Miesen. Die Gefahr, selbst nach 20 Jahren weniger als den eingezahlten Betrag zurückzubekommen, ist so gering, dass man sie getrost vernachlässigen kann. Sollte man Pech haben und hat der Fonds nach Ablauf von fünf Jahren tatsächlich weniger als die Summe des Ersparten erwirtschaftet, dann gibt es nur eins: mit Verlusten raus. Bereits ein Jahr Wartezeit vermindern das Risiko, in der Verlustzone zu bleiben, auf unter 5%. Natürlich kann man beliebig viele weitere Jahre daran hängen, aber das bringt risikotechnisch nur noch wenig. Abwarten und Tee trinken: Das gilt erst recht für die Optimierung der Gewinnchancen. So schafft nach fünf Jahren nur jeder zweite simulierte Sparplan eine Durchschnittsrendite von 10%. Lässt man die Geldanlage nur ein weiteres Jahr reifen, kommen bereits 2/3 der Fonds auf dieses Renditeziel, nach weiteren zwei Jahren sind es Dreiviertel. Sogar der extrem langfristig orientierte Anleger kann durch Wartezeiten seine Gewinnchancen deutlich verbessern.

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