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Nach einer neuen Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) können Länder, die einer globalen Wirtschaftsbedrohung mit einem guten Spielraum entgegensehen, von nationalen Märkten klar abgegrenzt werden, bei denen die Wirtschaftslage sich bei wirtschaftlichem Druck zukünftig spürbar gespannt entwickeln könnte. Zu den eher “gewappneten” Ländern gehören Norwegen, Neuseeland, Südkorea, Dänemark und Australien. Als “kritischere” Länder sind hier Irland, Island, Großbritannien und die USA zu benennen, während der IWF die größte Bedrohung auf Japan, Portugal, Italien und Griechenland bei wirtschaftlichen Schwankungen zukommen sieht. Bei der zuletzt aufgeführten Gruppe wird sogar die Warnung vor “problematischen Schuldenständen” ausgesprochen, sollten hier nicht vorausschauend schadenbegrenzende Maßnahmen kompetent entschieden und in die Praxis umgesetzt werden können. Insgesamt hat der IWF Studien über die Verschuldungslage von 23 Staaten vorgelegt.
Das russische Staatsunternehmen Gazprom überstieg die Erwartungen von Experten und verdreifachte bereits im ersten Quartal des Jahres 2010 seinen Nettogewinn auf 8,3 Milliarden Euro (in Rubel: 324,9 Milliarden). Die reinen Einnahmen erhöhten sich in diesem Zeitraum um 14 Prozent, nämlich um 24,3 Milliarden Euro. Dies entspricht ungefähr einem Betrag von 956,8 Milliarden Rubel. Der Konzern führt diese radikale Steigerung des Gesamtgeschäftes auf die besondere Nachfrage nach Öl- und Gaslieferungen zurück, die durch den vergangenen, teilweise überraschend strengen Winter in Europa ausgelöst worden war. Diese Zahlen hatte der Konzern in der KW 35 als Zwischenbilanz für die Monate Januar bis März 2010 bei den entsprechenden Regierungsstellen in Moskau vorgelegt, sodass diese zur regelmäßigen Veröffentlichung gelangten.
Für die Laufzeit von 7 Jahren wird Continental aus Hannover Anleihen im Gesamtwert von zumindest 750 Millionen Euro aufnehmen. Dies geschieht zum zweiten Mal im Jahre 2010; bereits im Juli ging es um denselben Betrag bei 8,5 Prozent Verzinsung. Banken, bei denen Continental verschuldet ist, hatten einen gestreckten Ausgleich für ihre Häuser gefordert mit dem Hinweis, ein Teil möge durch Bonds finanziert werden. Diese werden nun im In- und Ausland platziert; mit der direkten Realisierung hat Continental ein Bankenkonsortium beauftragt. Dieses wird von der Deutschen Bank geführt und besteht weiterhin aus der HSBC, der DZ Bank, der Credit Agricole (CIB), der BNP Paribass, der Bank of America und Merrill Lynch.
907 Millionen Euro hatte die Deutsche Post AG von der Bundesrepublik im Jahre 2007 erhalten. Hierbei handelte es sich um eine staatliche Beihilfe für den Brief-Universaldienst. Genau eine solche Beihilfe hatte die Europäische Kommission bereits 2002 verboten; in ihrer Klage dagegen hatte die Deutsche Post in erster Instanz im Jahre 2008 recht bekommen. Gegen diesen Entscheid war es nun wieder die Europäische Kommission, die vor höherer Stelle hiergegen klagte: Ein daraufhin folgender Rechtsstreit zog sich nun vor dem Europäischen Gerichtshof bis zum 2. September 2010 hin: Hier wurde nun entschieden, dass die Zahlung rechtmäßig erfolgte und von der Deutschen Post AG keine Rückzahlung gefordert wird.
Die Bürger der USA haben ihre Ausgaben für den Konsum im Juli 2010 so intensiv erhöht, wie dies seit vier Monaten nicht der Fall war. Da auch die individuellen Monatsverdienste sich erhöhten, ist man nun guter Hoffnung, dass die Verbraucher weiter zum gemäßigten Wachstum der Vereinigten Staaten von Amerika beitragen. Die Konsumausgaben erhöhten sich nun um 0,4 Prozent, und damit um auffällig mehr, als dies von Finanzexperten vorherzusehen gewesen wäre; die Einkommen wiesen eine Erhöhung von 0,2 Prozent auf. Genau der Faktor des privaten Verbrauchs ist elementar für die US-Wirtschaft: Der Anteil am Gesamtvolumen beträgt zwei Drittel. Von April bis Juni des Jahres hatte sich dieser Faktor um 1,6 Prozent erhöht, in der Bundesrepublik waren es 9 Prozent.
Die Arbeitgeber der Metallberufe haben die Forderung der IG Metall nach einer sechsprozentigen Lohnerhöhungen für die Mitarbeiter der Metallindustrie abgewiesen. Der Präsident des Arbeitgeberverbandes, Martin Kannegießer, schrieb in der “Bild am Sonntag” inhaltlich, der Nachhall der Wirtschaftskrise sei in seinem Zusammenhang ganz und gar nicht mit der Maßnahme wie einer Lohnerhöhung in einer solchen Höhe zu vereinbaren. Zunächst müsse man Betriebe und Beschäftigung stabilisieren. In diesem Sinne, so Kannegießers Ansicht, reichte eine Lohnerhöhung um 2,7 Prozent ab Frühjahr 2011 nebst zwei Pauschalzahlungen für 2010. Dies war das Ergebnis von Tarifverhandlungen im März 2010, mit welchem sich die IG Metall im Nachhinein unzufrieden zeigte.
Für etwa eine Milliarde Euro kauft Intel das Handychip-Geschäft von der Firma Infineon. Die amerikanische Firma zahlt für die Transaktion 1,4 Milliarden Dollar (1,1 Milliarden Euro), so teilte das Unternehmen aus Neubiberg mit. Die Sparte WLS werde als selbstständige Einheit weiter handeln und auch die Kunden im Bestand weiter pflegen, so erklärte ein Sprecher es. Intel werde die Technik in die bestehenden Angebote einbinden. Die globale Nachfrage nach drahtloser Technologie wachse weiterhin mit einem bemerkenswerten Tempo. Deshalb sei man überzeugt davon, dass sich Intel nun in einer guten Position befinde, wenn man nun genau den entsprechenden Bedarf in jedem Computer-Segment bedienen könne. Nämlich nicht nur Handys, sondern auch tragbare PCs werden zukünftig hier eingebunden.
Japan stellt den Banken mehr Geld zur Verfügung, während der Leitzins auf einem Rekordtief stehen bleibt. Im Endergebnis sollen dann 30 Billionen Yen (275,5 Milliarden Euro) zur Verfügung haben, dies bedeutet eine Steigerung des bisherigen Bargeldvolumens um 50 Prozent. Der japanische Leitzins hält sich kontinuierlich bei 0,1 Prozent. Anlass für das Vorgehen war die auffallende Stärke des Yen, die ein 15-Jahres-Hoch zum US-Dollar erreicht hatte und somit die Wirtschaft Japans belastete, die sich vorwiegend auf den Export stützt. Derzeit befindet sich der Yen gegenüber dem US-Dollar im Minus; auch der Nikkei-Index sank wieder beträchtlich, nachdem die Ankündigung öffentlich verlautbart wurde.
Fielmann, die größte Optikerkette Deutschlands, verkaufte im 2. Quartal des Jahres 2010 1,6 Millionen Brillen; der Umsatz stieg hier um fünf Prozent auf 250 Millionen Euro (Vorsteuergewinn: 41 Millionen; Vorjahr: 39 Millionen). Im ersten Quartal waren die Verkäufe um vier Prozent gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum gestiegen; dies ergab eine verkaufte Stückzahl von 1,5 Millionen. Im laufenden Jahr ist es geplant, 20 neue Filialen zu eröffnen; der Konzern beschäftigt derzeit 13.200 Mitarbeiter. Im Vorjahr waren auch 24 neue Geschäftsstellen hinzugekommen, sodass es derzeit 644 Standorte gibt. Dies sind 5 Prozent aller Fachgeschäfte im Bereich Optik in der Bundesrepublik; im Jahre 2009 erzielte Fielmann einen Anteil im Absatzmarkt in Höhe von 48 Prozent; im Umsatzmarkt in Höhe von 19 Prozent und konnte sich somit als absoluter Marktführer behaupten.