Archive for August, 2010

Foster's: Brauhaus zu verkaufen

SABMiller und Asahi Breweries sind an einem Kauf des größten australischen Bierherstellers interessiert. Allein ein formelles Übernahmeangebot liegt noch nicht vor bzw. ist noch nicht veröffentlicht worden, wie Reuters aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr. Foster’s hatte im Mai angekündigt, das hauseigene Biergeschäft von dem hauseigenen Weingeschäft abzuspalten. Seither sind zahlreiche Bieter auf Foster’s zugekommen und zeigten Interesse an dem ca. 8 Milliarden Euro hohen Marktwert des Bierzweiges. Seit der Ankündigung, dass ein Verkaufsinteresse vorliegt, konnte ein Ansteigen des Aktienwertes der Firma beobachtet werden: Bisher handelte es sich um eine Wertsteigerung von 5 Prozent. Kommentare der Firmen Asahi und auch Foster’s wurden bisher nicht veröffentlicht.

HSBC: Expandiert

Die wertvollste Bank Europas, nämlich die HSBC, wird die Kontrollmehrheit der Nedbank für bis zu 4 Milliarden Euro aufkaufen. Letzteres ist eine afrikanische Bank, die noch mit 52 Prozent von der britisch-südafrikanischen Versicherungsgeselschaft “Old Mutual” kontrolliert wird. Afrika gilt als mit der interessanteste Wachstumsmarkt der Zukunft. Das Kürzel der HSBC lässt sich auflösen in “Hongkong and Shanghai Banking Corporation”; diese britische Bank wurde vor 145 Jahren gegründet und befindet sich mit ihrer Zentrale im Londoner Canary Wharf. Man hatte deshalb die Finanzkrise überlebt, weil man sich in all der Zeit an den “Emerging Markets” orientierte. Im ersten Halbjahr 2010 erzielte das Bankhaus vor Steuern einen (verdoppelten) Gewinn von 8,6 Milliarden Euro.

Intel: Bekämpft Viren

Die Halbleiterfirma Intel hat am 19.8.2010 verkündet, für 7,7 Milliarden US-Dollar die Antiviren-Firma McAfee zu übernehmen. Dies geschieht vor allem in der Absicht, weitere Entwicklungen in der Hardware mit der Sicherheitssoftware zu verflechten; Computernutzern wird hierbei ein sofortiger Schutz beim Kauf von Neugeräten an die Hand gegeben. Eine Aktie Intels ist nach dieser Ankündigung 48 US-Dollar wert (gegenüber dem Vortag bedeutet dies eine Steigerung um 60 Prozent). Das Unternehmen beschäftigt bisher 6.100 Mitarbeiter und besteht seit 1987. Beide Unternehmen liegen geografisch in direkter Nachbarschaft; der Geschäftssitz ist in beiden Fällen die Stadt Santa Clara in Kalifornien.

Sixt: Übertrifft Erwartungen

Mit auch höheren Preisen konnte der größte Autovermieter Deutschlands gegenüber dem Jahr 2009 einen Aufschwung verzeichnen. Die Halbjahresbilanz für das Jahr 2010 verzeichnet einen Gewinn von 25,7 Millionen Euro. Dies bezeichnet einen Gewinn im 2. Quartal vor Steuern in Höhe von 26,8 Millionen Euro (was eine Verdreifachung bedeutet). Analysten hatten lediglich mit 20,3 Millionen Euro gerechnet. 2008 hatte als Gesamtgewinn 61,4 Millionen Euro ergeben, 2009 jedoch nur 10,4 Millionen Euro. Deshalb bleibt Konzernchef Erich Sixt in seiner Prognose für den weiteren Verlauf des Jahres 2010 optimistisch, aber vorsichtig. Als eine Sicherungsmaßnahme in diesem Zusammenhang wird Sixt noch eigene Aktien in einem Gesamtwert von 20 Millionen Euro zurückkaufen.

Holcim: Richtung Minus

Die Halbjahresbilanz des schweizerischen Zementkonzerns lässt Wertverluste der hauseigenen Aktie folgen. Diese wird nun mit 65,10 Schweizer Franken bemessen (für den 19.08.2010 gilt hier ein Wechselkursergebnis von 49,06 Euro). Ein solcher Betrag bedeutet ein Absinken um 3,8 Prozent; die europäischen Bauwerte sanken in ihrem Index um 0,2 Prozent. Europas Märkte und die der USA werden zu vorsichtig in ihrer Konjunkturentwicklung eingeschätzt, als dass Anleger aktiver auf das Geschehen in der Baubranche reagieren würden, so heißt es aus gut unterrichteten Quellen. In der Vorjahresperiode hatte Holcim noch einen Gewinn von 527 Millionen Schweizer Franken (nach dem Wechselkurs wie oben: 397,2 Millionen Euro) erzielt; aktuell ist von einem (gesunkenen) Umsatz auf 10,9 Milliarden Schweizer Franken (8,21 Milliarden Euro) die Rede.

Arques: Verzeichnet Plus

Die Beteiligungsgesellschaft Arques kann für das Jahr 2010 eine positive Bilanz aufweisen: Entsprechende Zahlen über das erste Halbjahr wurden am 19.08.2010 veröffentlicht. Das operative Ergebnis (Ebit) wird hier mit 1,3 Millionen Euro benannt. Der Vorjahreszeitraum jedoch hatte an dieser Stelle noch ein Minus von 115 Millionen Euro aufgewiesen. Weiterhin stand jedoch für das Unternehmen in München ein Verlust von 8,1 Millionen Euro verzeichnet (auch hier im Gegensatz zu einer entsprechenden Zahl in Höhe von 117 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Nachdem Arques in den vergangenen Jahren Beteiligungen abgestoßen hatte, waren zunächst noch Erlöse zurückgegangen. Der Umsatz allein betrug für das erste Halbjahr des laufenden Jahres 525 Millionen Euro. Die Vergleichszahl zur Periode im Vorjahr lautete jedoch 2,36 Milliarden Euro.

EU: Preise auffallend gestiegen

Die Lebenshaltung in der Euro-Zone ist im Juli um 1,7 Prozent teurer geworden – im Vormonatsvergleich. Dies ist der höchste Stand seit dem November des Jahres 2008. Jedoch wird nicht mit einer Erhöhung des Leitzinses der Europäischen Zentralbank in Brüssel vor 2011 gerechnet. Nimmt man jedoch die schwankungsanfälligen Posten (Tabak, Alkohol, Lebensmittel, Energie) aus der Rechnung, bleibt die Teuerung in den 16 Ländern der Europäischen Union insgesamt gemäßigt; für den weiteren Verlauf des Jahres 2010 wird mit einer nicht viel höheren Preissteigerung als 1,5 Prozent gerechnet. Diese Zahlen wurden vom europäischen Statistikamt Eurostat am 16.8.2010 der Öffentlichkeit vermittelt.

EU: Weniger Autos

Die Staaten der Europäischen Union haben 18,1 Prozent weniger Neuanmeldungen für Kraftfahrzeuge registrieren können als vor der Jahresfrist. Diese Zahl, die Norwegen, die Schweiz sowie Island mit einbezieht, wurde am 16.8.2010 vom deutschen Verband der Automobilindustrie mitgeteilt. Wie diese Verlautbarung weiter enthielt, konnte in diesem Zusammenhang eine Prozentzahl von 18,4 Prozent für Westeuropa, 12 Prozent für Osteuropa und 60 Prozent in Großbritannien festgestellt werden.

Neuanmeldungen gingen im Vereinigten Königreich wie in Frankreich mit einem Minus in Höhe von 13 Prozent zurück, in Italien wie in Spanien kann von rund einem Viertel an Absatzrückgang die Rede sein, in Deutschland um rund 30 Prozent. Lediglich in den USA ist eine Erhöhung um 5 Prozent, in China sogar um 17 Prozent festzustellen.

Bank of America: Kerngeschäft zählt am meisten

Die Bank of America wird nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters möglicherweise seinen Anteil an einem Vermögensverwalter verkaufen. Es handelt sich hier um die Firma Blackrock, an dem bisher die Bank mit 34 Prozent beteiligt ist (14 Milliarden US-Dollar). Vor Kurzem wurde nämlich ein Regelwerk neu verfasst, welches für alle Banken in den USA vorsieht, nicht mit großen Anteilen an anderen Instituten beteiligt sein zu dürfen.

Jedoch begann die Bank of America bereits im Jahre 2009, Geschäftsbereiche zu veräußern: Etwa die Firma für Vermögensverwaltung “Columbia” war ein Beispiel, die die Bank an “Ameriprise Financial” verkaufte.

Dell: Dienste werden erweitert

Der US-Computerhersteller Dell investiert 1,2 Milliarden US-Dollar, um den Spezialisten in der Datenspeicher-Produktion, 3PAR, nun übernehmen zu können. Somit kann Dell nun sein Angebot an internetbasierten Diensten (Fachbegriff: Cloud Computing) erweitern. Dies wird zu einem Aktienkurs pro einzelner Aktie in Höhe von 18 US-Dollar vollzogen. Ein solcher Kurs kann als Aufschlag von 90 % gegenüber dem Schlusskurs von 3PAR vom 13.8.2010 registriert werden. Der Abschluss des Geschäftes ist in seiner Endabwicklung für das Ende des Jahres vorgesehen. Dell handelte entsprechend, weil die Firma im Gegensatz zu Konkurrenten von PC-Verkäufen stark abhängig ist. Als ein entscheidender Rivale hier ist Hewlett Packard zu nennen. Dieser verkauft auch PC-Teile und -zubehör, die zunehmend in der Nachfrage für Kunden stehen, die ihren PC möglichst lange nicht durch einen neuen ersetzen wollen.

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