Archive for July, 2010

Motorola übertrifft Erwartungen

2,69 Millionen Mobiltelefone hat Motorola im 2. Quartal des Jahres 2010 verkauft. Dies bedeutet eine Steigerung gegenüber dem 1. Quartal um 17 Prozent. Bereits vor den offiziellen Börsenzahlen konnten aufgrund dieser Steigerung die Aktienwerte Motorolas um drei Prozent bereits höher notiert werden. Das erste Quartal des Jahres 2010 bedeutete für Motorola eine Verfünffachung der Gewinne. Innerhalb der Frist eines Jahres stieg der Gesamtgewinn auf 162 Millionen US-Dollar. Leicht war zwar der Umsatz gefallen, nämlich um einen Wert von 1,5 Prozent (i. e. 5,4 Milliarden US-Dollar), dennoch sind dies Werte, mit denen Motorola bei Weitem übertroffen hat, was Analysten der Börse vorausgehend vermuteten.

Continental im Aufwind

Continental, der Autozulieferer, konnte im ersten Halbjahr 2010 deutlich wieder einen erhöhten Umsatz notieren. Auch sind gleichzeitig Schulden verringert worden. Gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum waren nämlich die Gewinne auf 12,7 Milliarden Euro gestiegen (nämlich um 40 Prozent). 2009 war noch im ersten Halbjahr ein Minus von 457 Millionen Euro beobachtet worden, 2010 ist jedoch nur noch von 349 Millionen die Rede. Im Gesamtjahr, so lautet die Prognose, wird man nun den Umsatz um 15 Prozent erhöhen können und die Umsatzrendite auf 8,0 bis 8,5 Prozent. Die Schulden des Konzerns betragen nur noch 9,7 Milliarden Euro (dies bedeutet eine Senkung um 8 Milliarden vor Ablauf der Frist von einem Jahr).

Ukraine: Krise kann abgewehrt werden

Nachdem der neue ukrainische Präsident den intensiven Sparauflagen des IWF Folge leisten wird, erhält der Staat einen Kredit in Höhe von 15 Milliarden US-Dollar. Zunächst sind dies 1,89 Milliarden US-Dollar, die sofort ausgezahlt werden. Nun wird vierteljährlich überprüft, ob es die Ukraine schaffen wird, zunächst im Jahr 2011 das jährliche Defizit auf 3,5 Prozent des inländischen Bruttoproduktes zu senken, dann, im Jahre 2012, den Sprung auf 2,5 zu schaffen, um letztendlich, 2015, die Staatsschulden unter 35 Prozent gesenkt haben zu können. Zuvor hatte der IWF schon einmal einen Kredit von 16,4 Milliarden US-Dollar gewährt, jedoch umgehend wieder abgewehrt, nachdem der Vorgänger des derzeitigen Präsidenten nicht in der Lage gewesen war, damals formulierte Auflagen in die Praxis umzusetzen.

Euro vs. US-Dollar: Steigt über 1,30

Der Kurs des Euros bewegte sich am 29.07.2010 um die US-Dollarmarke von 1,30. Im frühen Handel wurde die Währung in Europa bereits mit 1,3013 Dollar notiert – umgekehrt ist ein US-Dollar bereits mit 0,7683 Euro notiert. Auch am Vortag hatten nämlich keine schlechten US-Daten vorgelegen, die nämlich sonst einen solchen Kurs belastet hätten. Die Commerzbank schreibt jedoch, noch solle man nicht entwarnen. Denn die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Rezession, die sich in den USA ereignen könnte, ist nicht völlig aufgehoben, auch wenn Devisenexperten davon ausgehen, dass der Eurokurs in näherer Zukunft noch über die geghttp://www.hebelhandel.com/wp-admin/post-new.phpenwärtigen Werte hinweg steigen wird. Im Mai noch war ein Vier-Jahres-Tief des Euros, nämlich bei ungefähr 1,19 US-Dollar, zu verzeichnen gewesen.

Bertelsmann: übernimmt bald Millionenprojekte

Bertelsmann wird zeitnah zwei Projekte im Volumen von rund 80 Millionen Euro übernehmen. Genauer gesagt geht es hier um die Musikrechtetochter BMG Rights Management, die vor Kurzem das britische Unternehmen Stage Three übernommen hatte. 40 Projekte werden nach Angaben von Verantwortlichen derzeit geprüft, wie es im Tagesspiegel verlautete. Bertelsmann plant, eine Rangstellung unter den ersten vier der Musikindustrie einzunehmen, auch wenn der Markt über Rechte im Musikmarkt sich noch nicht gänzlich von der Wirtschaftskrise erholt habe, wie der Bericht weiter lautet. Bertelsmanns Musiksektor hat es sich seit Bestehen zur Aufgabe gestellt, die Rechte von Musik auszuwerten und zu verwerten.

Goldman Sachs: Zahlungen auch an Europa geleistet

Dass AIG im Jahre 2008 gerettet wurde, davon haben auch Banken in Deutschland profitiert. Insgesamt hatte AIG an 27 Banken Entschädigungen in Gesamthöhe von 4,3 Milliarden US-Dollar ausgezahlt, um die Zahlungsempfänger für Verluste im Geschäft mit Papieren, die als Kreditderivate gekennzeichnet waren, zu entschädigen.

Es ging um die sogenannten “Credit Default Swaps” (CDS), die eine Kreditversicherung sind. Diese hatte AIG an Goldman Sachs verkauft, die wiederum an dessen Kunden weitergereicht wurde. AIG wurde mit insgesamt 182,5 Milliarden Dollar gerettet und konnte an Goldman Sachs 12,9 Milliarden zurückzahlen. Daraufhin zahlte Goldman Sachs an die DZ Bank in Deutschland 1,18 Milliarden US-Dollar; andere europäische Banken erhielten kleinere Beträge. Auch wurde eine irische Bank von Goldman Sachs im Jahre 2008 ausgezahlt, eine schweizerische, eine französische sowie eine japanische.

Griechenland: den Folgen der Krise entkommen

Weil Griechenland die Sparauflagen des Internationalen Währungsfonds und auch der Europäischen Union erfüllen konnte, können nun die weiteren Hilfszahlungen erwartet werden, nämlich eine weitere Rate von neun Milliarden Euro. Auch hat Griechenland die Rentenreform auf den Weg gebracht. 110 Milliarden Euro waren Griechenland zugesagt, wovon bereits 20 Milliarden im Mai ausgezahlt wurden. Der IWF bestätigte nun die Orientierung auf eine gute Haushaltssanierung, wies jedoch auf Handlungsbedarf im Gesundheitsbereich hin. Griechenland ist somit das Erste der durch die Krise betroffenen Länder, welches Fremdhilfen durch Sparmaßnahmen “verdient” und somit die negativen Folgen der Wirtschaftskrise überwindet.

USA: Banken werden weniger

Die staatliche Einlagensicherung der USA (FDIC) vermeldete, dass in diesem Jahr bereits 103 Banken in den USA ihren Geschäftsbetrieb aufgegeben haben. Für 2009 war eine vergleichbare Zahl von 100 erst im Oktober erreicht worden. Das größte Geldhaus, welches zuletzt geschlossen wurde, war die Crescent Bank and Trust mit elf Filialen, Einlagen von etwa 966 Millionen US-Dollar und Vermögenswerten von etwa 1,01 Milliarden US-Dollar; die kleinste Bank war die “Thunder Bank”, die zwei Filialen hatte, Vermögenswerte von 32,6 Millionen US-Dollar und Einlagen von 28,5 Millionen US-Dollar. Bei Vorgängen dieser Art werden die Spareinlagen jeweils von Drittbanken übernommen. Die beiden zuletzt genannten Banken gehörten zu insgesamt sieben, welche erst in der KW 29 geschlossen wurden.

USA vs. Europa: Euro gewinnt, Dollaraussichten schleppend

Der Euro stieg am 22.7.2010 um 1,3 Prozent, nämlich auf 1,2918 US-Dollar. Dies ist vor allem verursacht durch gute Wirtschaftsdaten der Euro-Zone, insbesondere von denen aus Deutschland: Anleger investierten nämlich wieder mehr in US-Dollar-fremde Währungen, wodurch europäische Aktienmärkte an Auftrieb gewannen konnten: DAX und Stoxx50 stiegen beträchtlich.

Der Dollar war unter Druck geraten, nachdem am 21.7.2010 die Wirtschaftsaussichten der USA durch den Chef der US-Bundesbank, Ben Bernanke, als “außergewöhnlich unsicher” beschrieben wurden. Dies sagte er, während in der Vorwoche 464.000 mehr US-Amerikaner Arbeitslosenhilfe beantragten und 5,37 Millionen mehr Eigenheime im Juni (gegenüber Mai) verkauft wurden. Auch die Frühindikatoren bezüglich des US-Marktes fielen besser aus als erwartet (das Conference Board konnte lediglich ein Minus von 0,2 Prozent feststellen).

Haiti: Ein neuer Start

Haiti werden vom IWF Schulden in Höhe von rund 210 Millionen Euro erlassen. Es sei nicht möglich, Haiti, welches noch nach einem halben Jahr mit den Folgen des schwerwiegenden Erdbebens existenziell ringt, nun noch finanziellen Belastungen zu unterwerfen, so die Weltbank. Im Gegenteil: Bis Ende 2011 wird Haiti keine Zinsen für einen Kredit über drei Jahre in Höhe von 60 Millionen US-Dollar zahlen müssen, den die Staatsbank ebenfalls von dem IWF zugebilligt bekommt. Wie die Organisation “Ärzte ohne Grenzen” einschätzt, haben sich jedoch weltweite Hilfsorganisationen bisher in einem so schleppenden Tempo um den Wiederaufbau vor Ort gesorgt, dass dieser bei bleibender Geschwindigkeit nicht vor einem Ablauf von 20 Jahren vervollständigt werden könne.

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