Archive for June, 2010

Australien: Telstra steigt ein

Telstra, der australische Konzern für Internetverbindungen, wird es ermöglichen, dass jeder Haushalt nun auch dort im Land an das schnelle Internet angeschlossen werden kann. Dies beinhaltet, dass die Firma ihr derzeitiges Netz aus Kupferfasern durch Glasfasern ersetzt und dann – langfristig – an das staatliche Telekommunikationsunternehmen NBN vermietet (für 9,6 Mrd. Dollar). Das Internet ist bisher teurer in Australien als an anderen Orten – und überdies weniger leistungsfähig (was die Aktionspotenziale bestimmter Branchen beeinträchtigt). Bisher hatte Telstra vor den hohen Kosten der Umgestaltung zurückgeschreckt, jedoch setzte die Regierung das Unternehmen unter Druck, indem sie drohte, den Verkauf des Anteils zu erzwingen, über welchen Telstra an Foxtel (Pay-TV in Australien) verfügt.

Gold: Preis steigt

Der Goldpreis pro Feinunze steht seit dem 18.06.2010 auf 1.259,57 US-Dollar per Feinunze. Händler meinen, bezüglich Chinas und den USA stehen Sorgen über die eigene Konjunktur sowie über neue Bankprobleme hinter dem Sprung dieser Kurszahl. Innerhalb von 12 Monaten nun ist der Preis für Gold von damals knapp mehr als 900 US-Dollar per Feinunze um mehr als 30 Prozent gestiegen. Die neueste Zahl des Goldkurses lässt sich mit 1.017 Euro noch unter dem Rekordwert angeben, den er Anfang Mai hatte (damals konnte man 1.025 Euro per Feinunze verzeichnen). Der Anstieg des Goldpreises wird, so sagen Fachleute, nun stetig diese Tendenz weiter verfolgen, die nun bereits ungehindert aktuelle Turbulenzen überstanden hat.

Apple: iPhone startet durch

Es muss derzeit wochenlang warten, wer sich in diesen Tagen für den Kauf eines iPhone 4 entscheidet. Die Antwort der Telekom auf eine solche Bestellung besteht in der ungefähren Angabe, den Lauf des Julis als Lieferungsdatum zu benennen. Der entsprechende US-amerikanische Online-Shop ist da konkreter: Er benennt den 14. Juli als Sendedatum. Innerhalb eines einzigen Tages hatte es in der KW 23 mitunter 600.000 Bestellungen gegeben; die Aktie des Konzerns nahm entsprechend um drei Prozent zu – und sprengte alle Erwartungen. Denn mit einem zehnfachen Vielfachen der Bestellungszahl gegenüber dem Vorgängermodell mit der Kennziffer 3GS hatte auch seitens der Verantwortlichen niemand gerechnet.

Das neue iPhone war von Steve Jobs, dem Leiter des Apple-Konzerns, wenige Tage zuvor der Öffentlichkeit vorgestellt worden – mit den folgenden Vorteilen: ein deutlich verbesserter Bildschirm, längeren Batterielaufzeiten, einem schnelleren Prozessor und eine vordere sowie hintere Videokamera (die vorne für Videokonferenzen).

USA: Immobilienbau sinkt

Um 10 Prozent ist die Anzahl der Baubeginne im Mai 2010 gesunken. In den gesamten USA (rund 270 Millionen Einwohner) haben lediglich 593.000 Bauanträge in besagtem Monat vorgelegen – so wenig wie seit März 2009 nicht mehr. Dies verlautete amtlich aus dem US-Handelsministerium am 16.06.2010. Im April 2010 lagen 659.000 Baubeginne vor.

Für Eigenheime lagen im Mai 574.000 genehmigte Anträge vor – ebenfalls ein Jahrestief. Jedoch eine Rezession sei nicht zu erwarten, sagen Fachleute. Nämlich die Firmen des verarbeitenden Gewerbes (auch Energieversorger) erwirtschafteten 1,2 Prozent mehr, die Industrie 0, 9 Prozent. Dies – wie üblich – wird dem Verbrauch im Zusammenhang mit Klimaanlagen zugeschrieben.

VW: Gewinne steigen

Der Volkswagen-Konzern hat im Zeitraum von Januar bis Mai 2010 eine weltweite Absatzsteigerung in Höhe von 18 Prozent erfahren: Das heißt, dass insgesamt 2,94 Millionen Fahrzeuge mehr verkauft wurden. Teil dieser Steigerungsrate ist das Plus von 777.800 Fahrzeugen, die sich auf den weltweit größten VW-Markt, nämlich China, beziehen – in Prozent benannt, wurden in China 49 Prozent mehr an Volkswägen verkauft als 2009. Im Vergleich: In den USA waren es mehr 145.500 mehr Fahrzeuge (dies ist ein Plus von 33 Prozent dort) und in Europa 1,42 Millionen mehr (dies ist hier ein Plus an verkauften Autos von 6 Prozent).

Nokia: Aktien fallen

Nokia, der finnische Handyhersteller, setzte soeben seine Prognose für die Gewinne des laufenden Jahres herab. Die Firma begründete ihre Schwierigkeiten damit, dass sie im Smartphone-Markt nicht mit Mitbewerbern mithalten kann. Eine ähnliche Voraussicht war seitens Nokia bereits im April geäußert worden – jedoch am Mittwoch, dem 16. Juni 2010 bezog sich die Warnung des Konzerns vor schwächeren Umsätzen noch auf das jetzt laufende Quartal. Derzeit ist die Nokia-Aktie mit über 11 Prozent auf den tiefsten Stand (gemessen seit März 2009) gefallen. Die Aktien, die in New York notiert sind, verloren über 10 Prozent. Es sind vor allem die höheren Beschaffungskosten, die in Nordeuropa gegen über den US-Mitbewerbern als Nachteil der Branche zu vermerken sind.

Österreich: Nationale Wirtschaft verheißungsvoll hochgerechnet

Dass die Wirtschaft Österreichs nun noch im laufenden Jahr 2010 um 1,6 Prozent wachsen wird, rechnete aktuell die Österreichische Nationalbank (OeNB) aus. Noch 2009 war zwar eine Senkung der nationalen Wirtschaft um 3,4 Prozent zu verzeichnen gewesen, jedoch für die Jahre 2011 bzw. auch 2012 ergeben sich klare Hochrechnungen von 1,8 und weiterführend 2,1 Prozent. ´

Weitere – vorausgesagte – Zahlen der Notenbank sind: Bruttoanlage-Investitionen werden noch 2010 um 4,5 Prozent sinken, bevor sie dann, im Jahre 2011 um 1,5 und im Jahre 2012 um 2,9 Prozent wieder steigen werden. Die österreichische Inflationsrate wird für das laufende Jahr auf 1,7 Prozent berechnet – der Arbeitsmarkt wird sich im Land jedoch “nicht bewegen”.

Schweiz: Keine Wirtschaftskrise in Sicht

Dass die Schweizer Wirtschaft die konjunkturelle Talsohle nun hinter sich gelassen hat, errechnete aktuell der Wirtschaftsdachverband economiesuisse. Für 2010 erwartet man hier noch ein Wachstum in Höhe von 1,9 Prozent und für 2011 eines in Höhe von 1,6 Prozent.

Vor allem zwei Steigerungsgründe wurden in dem Bericht genannt, der zu Beginn der KW 24 veröffentlicht wurde. Einerseits sicherlich die Steigerung der Rate des Exports. Andererseits jedoch – und dies wird als entscheidend angesehen – hat sich der private Konsum wieder gesteigert. Dieser wiederum begründete seine Erhöhung in der Einwanderungsrate in der Schweiz – zweitens auch dadurch, dass öffentliche Bauprojekte im vergangenen Jahr der privaten Bauindustrie mehr als nur dienten.

BMW: Mehr als nur Autos verkaufen

BMW ist gerade dabei, eine Produktionsstätte für Karbon-Leichtbaufasern im Bundesstaat Washington zu errichten. Fasern wie diese werden nämlich die konstruktionelle Basis für das Elektroauto darstellen, welches der Konzern im Jahre 2013 auf den Markt zu bringen beabsichtigt. Partner der Fabrik ist die SGL-Group, an der Susanne Klatten, BMW-Miteignerin ebenso Beteiligungen (dies über die Firma SKion) hält wie an Nordex (Windradhersteller). Karbonfasern können – und diese Idee stellt sich nun immer mehr heraus – nicht nur für den Betrieb eigener, leichter batteriebetriebener Wagen verwendet werden, sondern auch dazu, diese als eigenes Produkt an Dritte zu verkaufen (technische Anwendung z. B.: Windräder).

Schleswig-Holstein: Sparkassen und wie sie privat getragen werden

In der KW 24 wird nun ein Gesetz verabschiedet, dass nur den öffentlich-rechtlichen Sparkassen vergleichbare Träger minderheitliche Beteiligungen von bis 25,1 Prozent an Sparkassenhäusern erwerben dürfen, die auch tatsächlich einem regionalen Giro- und Sparkassenverband angehören. Hier will der Landesgesetzgeber die Gefahr einschränken, privaten Investoren hier eine Beteiligung zu ermöglichen (mit Hinweis auf die Kapitalsfreiheit).

CDU bzw. FDP wollen in Schleswig-Holstein und Hamburg nun die Sparkassen und ihre Eigenkapitalbasis mit einer solchen Gesetzgebung stärken – insbesondere die Hamburger Sparkasse in diesem Zusammenhang soll in ihrer Aktionsmöglichkeit auch auf Dauer nicht eingeschränkt werden. Denn bei dieser handelt es sich streng genommen um die “Haspa Finanzholding”, einer Formation alten Hamburger Rechts und sie ist somit – rein rechtlich – den Sparkassen des öffentlichen Rechts als ein rein privater Träger gegenübergestellt. Dennoch aber gilt die Hamburger Sparkasse dem Volumen nach als größte Sparkasse Deutschlands.

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