Archive for May, 2010

Apple: Marktwert höher denn je (und höher als der bei Microsoft)

Zum Handelsschluss am 26.05.2010 hatte der Computerkonzern Apple nun einen Marktwert von 222 Milliarden US-Dollar erreicht (direkt hinter Exxon Mobile: 278 Milliarden US-Dollar). Der Marktwert von Microsoft zum gleichen Zeitpunkt: 219,2 Milliarden US-Dollar. Ein solcher Wert (Marktkapitalisierung) ergibt sich dadurch, dass ein bestimmter Aktienkurs mit der Anzahl der vorhandenen Aktien eines Unternehmens multipliziert wird.

Apple hat nun erstmalig die Vorrangstellung in der Branche – vor allem führt man dies auf die Pflege und Innovation von iPhone-Produkten zurück. Google jedoch, mit 151 Milliarden Euro, lag am Mittwoch weit hinten – auch wenn man hier versucht, mit Vergleichsdienstleistungen in einen Wettbewerb zu Apple und Microsoft zu treten. Lediglich bei der Suchmaschine Google bewähren sich anhaltend unabgeschlagene (und auch geheim gehaltene) Strategien gegenüber der Software der Mitbewerber.

Börse: Aktien und Euro höher als in Vorwoche

Deutsche Aktienmärkte führten am Donnerstag, 27.05.2010 ihren Erfolgskurs fort: Der Dax wies am Vormittag ein Plus von 1,19 Prozent auf (5.827 Punkte), nachdem sich am Vortag bereits ein Plus von 1,55 Prozent ergeben hatte. Es hatte sich ein Plus des MDax um 1,28 Prozent (7.763 Punkte) gezeigt sowie eines des TexDax um 1,12 Prozent (724 Punkte). Nicht die New Yorker Wall Street, sondern ein leichter Anstieg des Euros auf 1,2260 US-Dollar am späten Vormittag (ein US-Cent über dem Vier-Jahres-Tief der Vorwoche) sowie positive Orientierungen der Tokioer Börse waren Gründe für eine solche Stimmungsaufbesserung.

Bertelsmann: Umsatz um mehr als das Doppelte als 2009

Im ersten Quartal des Jahres 2010 konnte Bertelsmann mit seinem operativen Ergebnis 284 Millionen Euro – also mehr als eine Verdopplung – erreichen. An Nettogewinn bedeutete dies eine Zahl von 45 Millionen Euro – während es im Vorjahresvergleichszeitraum um ein Minus in Höhe von 78 Millionen Euro gegangen war.

Allein der Umsatz war in diesem Jahr bereits um 2,7 Prozent (auf 3,6 Mrd. Euro) gestiegen – pünktlich zum 175. Konzernjubiläum. Auch weiterhin sieht Bertelsmann einer gesunden Wirtschaftsentwicklung für das laufende Jahr entgegen, nachdem sie 2009 mit intensiven Werbemaßnahmen ihrem Gewinnrückgang entgegnet waren – und somit auch zu einem hohen Maß erfolgreich Neukunden gewannen.

Nordrhein-Westfalen: Heizöl mehr als um ein Drittel teurer als 2009

Verbraucherpreise in Nordrhein-Westfalen sind im Mai gestiegen. Einerseits gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum: hier nämlich um 1 Prozent. Andererseits gegenüber dem Vormonat: Hier stieg der Preisindex um 0,1 Prozent. Im Einzelnen: Gegenüber Mai 2009 ist nun, im Mai 2010, Heizöl um 36,4 Prozent teurer, Kraftstoffe im gesamten um 13,7 Prozent, frisches Obst um 11,6 Prozent.

Gegenüber April 2010 stiegen die Beherbergungs-Dienstleistungen in ihren Preisen um 3,8 Prozent, Pauschalreisen um 5 Prozent, Heizöl um 1,9 Prozent (dies führt man auf den Umstand zurück, dass generell die Energiepreise gestiegen waren). Frischgemüse sank im Mai 2010 in NRW gegenüber dem Vormonat im Preis um 11 Prozent, Bohnenkaffee um 4,2 Prozent, Bekleidung um 1,4 Prozent.

Spanien: Euro abwerten

In Spanien kapitulierte die Sparkasse CajaSur. Diese Bank befand sich bisher im mehrheitlichen Besitz der katholischen Kirche, wurde jedoch am 24.05.2010 unter staatliche Kontrolle gestellt. Anders gesagt: Um diese Bank noch zu retten, muss ein eigens eingerichteter Bankenrettungsfonds im Lande einspringen. Es handelt sich um 1,4 Milliarden Euro, die hier eine Bank an roten Zahlen geschrieben hatte, bevor sie sich an den Staat wandte. Dies bedeutet eine weitere Abwertung des Euros, der gegen Mittag des Tages um 1,7 Prozent gegenüber dem US-amerikanischen Dollar wieder einbrach (nachdem jedoch zuvor eine leichte Verbesserung eingetreten war). Auch hat dies einen Einfluss auf die bankenbezogenen Aktienmärkte in Europa.

Tschechien: Autoverkäufe steigen

Skoda, die tschechische Tochter von VW, hat im April 2010 mehr Fahrzeuge ausliefern können. Es handelt sich um insgesamt 63.177 Wagen, die verkauft wurden, machte die Firma am 24.05.2010 öffentlich bekannt. Dies bedeutet eine Steigerung von 3,5 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Wesentlich beeinflusst war diese Gewinnerhöhung von Verkäufen in China: 12.108 Wagen wurden dort mehr verkauft (nämlich 31 Prozent mehr), während 35 Prozent weniger in Deutschland ausgeliefert wurden. Seit Beginn des Jahres 2010 ergibt sich somit eine Gesamtverkaufszahl in Höhe von 242.078 Fahrzeugen – Skoda hat somit gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 18,6 Prozent zugelegt.

Großbritannien: Behörden sparen

Sieben Milliarden Euro – das ist der Betrag, den die neu gewählte Regierung Großbritanniens noch 2010 zu sparen beabsichtigt. Vordringliches Ziel ist es, die öffentlichen Ausgaben streng zu limitieren: keine Verschwendung werde den Behörden und Verwaltungen mehr in dem Maße möglich, wie es bisher der britischen Wirtschaft geschadet habe, so ließ George Osborne (Finanzminister der Konservativen) öffentlich verlauten. Innerhalb der ersten Woche war man sich bereits mit den Liberalen auf rigide Sparmaßnahmen einig geworden. Trotz eines Haushaltsdefizits von 181 Milliarden Euro (11,1 Prozent des BIP) werde man es nicht Griechenland gleichtun wollen und als schuldenkrisenbehaftetes Land zu seinem eigenen Nachteil in die Geschichte eingehen wollen. Man könne es nicht weiter dulden, so Osborne, wenn Gelder der öffentlichen Hand Zwecken zugutekommen, die nur den Eigeninteressen einzelner Abteilungen oder auch einzelnen in der Regierung Beschäftigten dienen. Zukünftig sollen Ausgaben nachvollziehbar und sinnvoll verwaltet werden.

USA: Preise sinken

Um 0,1 Prozent sind die Verbraucherpreise in den USA im April gesunken – eine zum ersten Mal rückläufige Bewegung seit März 2009. Dies wurde so am 24.05.2010 vom US-Arbeitsministerium vermeldet; die Markterwartungen wurden mit einem Plus von 0,1 Prozent angesetzt: Auf Jahressicht waren die Preise um 2,2 Prozent gestiegen. Energiepreise sanken um 1,4 Prozent; Lebensmittel wurden 0,2 Prozent teurer. Die Kernpreisrate, die mit der geringsten Aufwärtsgeschwindigkeit seit 1966 beobachtet wird, stieg um 0,9 Prozent – und wird generell als Maßgabe für den Grad der Inflationsentwicklung gewertet. Somit ist dies nicht nur ein Hinweis auf das US-amerikanische Wirtschaftsgeschehen, sondern ist in globaler Hinsicht zu werten.

Carl Zeiss verzeichnet entscheidende Gewinnsteigerung

Die Carl Zeiss Meditec AG konnte im ersten halben Geschäftsjahr 2009/2010 wieder zu einem positiven Geschäftsergebnis kommen. Es handelt sich um ein stark angestiegenes Auftragsinteresse und entsprechende Eingänge im Unternehmensbereich der Halbleitertechnik, die diese Gewinne ausmachten.

Der Medizintechnikkonzern ist im TecDAX notiert und teilte mit, dass der Umsatz um 24 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert gestiegen sei. Dies war ein Anstieg von 1,11 Millionen Euro auf 1,38. Das Ergebnis nach Steuern bedeutet einen Anstieg auf 81 Millionen Euro. Man erwartet insgesamt eine weiterhin ansteigende Tendenz, für das Jahr gerechnet. Die Aktie notierte gleichbleibend bei 11,04 Euro.

USA-Arbeitsmarkt schreibt rote Zahlen

Unerwartet verschlechtert hat sich die Situation des US-Arbeitsmarktes in der KW 20, wie das US-Arbeitsministerium am 20.05.2010 mitteilte. Insbesondere liest sich dies aus einer rapiden Steigerung der Anzahl von Erstanträgen auf Arbeitslosengeld um 25.000 auf 471.000. Volkswirte hatten noch einen Rückgang auf 439.000 berechnet, in der Vorwoche korrigierte man den tatsächlich vorhandenen Wert auf 446.000.

Der Vier-Wochen-Durchschnitt, der als gleitend berechnet wird bzw. als deutlicher und nicht schwankungsanfälliger Indikator gilt, kann hier mit einer Erhöhung um 3.000 gekennzeichnet werden. Ab 400.000 Erstanträgen gilt der Arbeitsmarkt als stagnierend, unter 350.000 erwartet man einen langfristig orientierten Rückgang von Arbeitslosenzahlen.

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